Jugendcamp

Deutsch-tschechische Jugendbegegnung im Zittauer Gebirge

Vom Folterkeller unter der Erde bis zum Drahtseilakt in luftiger Höhe – beim 4. Jugendcamp des Verbandes Wohneigentum Sachsen e.V. war alles dabei!

Die Teilnehmer mit ihren Betreuerinnen Annett Maaß (li) und Tina Steinbach (re).  

„So schön wie noch nie“ war es laut den Aussagen der insgesamt 36 teilnehmenden Jugendlichen aus Deutschland und Tschechien im Alter von 11 bis 18 Jahren. Bei der Ferienfreizeit vom 29. Juli bis 11. August 2007 in der Jugendherberge Waltersdorf hatten die deutschen Schülerinnen und Schüler aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin-Brandenburg reichlich Spaß bei glücklicherweise nur wenigen Wanderungen, wie beispielsweise zur atemberaubenden Klosterruine hoch oben auf dem Oybin.

Urbaner ging es beim Besuch der Landeshauptstadt Dresden und der bezaubernd barocken Hauptstadt der Oberlausitz Bautzen zu, wo jeweils eine deutsch-tschechische Stadtführung für historische und lokale Orientierung sorgte.

Zu erhöhtem Adrenalinausstoß kam es am Hochseilgarten in Bertsdorf, wo erst eine Kletterwand überwunden werden musste, bevor sich auf freischwingenden Balken, Netzen und Seilen in 10 Metern Höhe ausprobiert werden konnte.

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Ohne Gurt und Helm ging es auf der Sommerrodelbahn in Oberoderwitz nach unten. Einige unserer Teilnehmer blieben nur knapp unter dem Bahnrekord, trugen aber kleinere Schürfwunden wie Ehrenabzeichen nach Hause.

Doch wo liegt noch das Glück dieser Erde? … natürlich auf dem Rücken der Pferde. Auch wenn einer der Hengste eine Abkürzung suchte und einmal sogar ganz stehen blieb, um ein paar Äpfel abzuwerfen, war das Lächeln in den Gesichtern unserer Jugendcamp’ler danach nicht mehr wegzukriegen.



Kämpferisch und mit feurigen „spezial effects“ boten die Schauspieler des Zittauer Theaters auf der Waldbühne Jonsdorf einen heißen Sonntagnachmittag. Heiß nicht nur durch die Schlachten von Spartakus mit seinem Gefolge, das schweißtreibend herbeigetrommelt wurde, sondern auch durch die unerbittliche sächsische Sommersonne.



Bedeutend „cooler“ war die Fahrt mit dem Naturpark-Express und auch die Nachtwächterrunde, bei dem wir fast einen Teilnehmer im Verlies vergessen hätten. Ein Glück, dass das nicht der Fall war und alle rechtzeitig zum Nachtwächtermahl in der Schenke Platz nahmen!

All diese Unternehmungen fanden natürlich immer gemeinsam statt, wobei die kleinen deutsch-tschechischen Sprachbarrieren gut mit englisch überbrückt werden konnten. Im Sprachkurs wurde in kleinen Gruppen intensiv an der Verständigung gearbeitet. Die anfänglich eher zurückhaltende Begeisterung über den Kurs wich bald lobenswertem Engagement. Aktives Mitgestalten stand auch beim Planen der Freizeit auf dem Programm. In selbstgewählten Projektgruppen, wie Catering, Sport, Foto, Musik/Disco oder Theater, wurde je ein Fußball-, Volleyball- und Tischtennisturnier organisiert, die tanzbarste Musik zusammengestellt, ein Saftcocktailwettbewerb gestartet und schauspielerische Improvisationen erarbeitet. Jede Menge Mut und Überwindung brauchten die Teilnehmer bei der Nachtwanderung wie auch beim Neptunfest, um den selbstgemischten „Brei“ runter zu bekommen, wenn sie nicht „baden gehen“ wollten. An zwei Lagerfeuerabenden mit Gitarren-Klängen wurde es beschaulich.

Deutsche Neptune angeln sich tschechische Nixen.  

Sicherlich werden vielen Erlebnisse in Erinnerung bleiben, besonders aber der große Abschlussabend: Nach dem Candlelight-Dinner wurden feierlich die Sport-Asse ausgezeichnet und sogar, neben der Herbergs-Mutti als beste Herbergs-Mutti der Welt, die Betreuerinnen Tina und Annett prämiert. Die Stimmung schlug über als per Beamer das Foto-Team seine am PC erstellte Show präsentierte. Es folgte die Aufführung des Kurzstückes „Der Virus in mir“ der Theater-Gruppe und einer weiteren Bühnenshow mit Tanzeinlage tschechischer Jugendlicher, die allen komplett einheizten. Bei Disco bis in die Nacht hinein schlugen einige der jungen bi-nationalen Herzen höher und ließen mit Trennungsschmerz am darauf folgenden Abreise-Morgen rechnen.
Die Heimreise bot aber mehr Abwechslung als gedacht, da unser zunächst nörgelnder Busfahrer es nicht für nötig hielt zu tanken. Ruckelig begann die Fahrt, die nach einer Stunde erst einmal auf dem Seitenstreifen der A4 endete, bis die gelben Engel mit einem Kanister Diesel weiterhalfen.

Also, liebe Teilnehmer des Jugendcamps 2007, lasst uns stolz gemeinsam sagen, was uns von allen anderen unterscheidet: „Wir waren dabei!“