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Siedlergemeinschaft Mainz am Großberg

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Geschichte zur Entstehung der Großbergsiedlung 1932

Bau der ersten Siedlungshäuser

Bau der ersten Wohnhäuser der Großberg-Siedlung Siedlerverein Mainz

Mitte der 20iger bis Anfang der 30iger Jahre herrschte im ganzen Deutschen Reich große Arbeitslosigkeit und zur gleichen Zeit ebenfalls große Wohnungsnot.

Im Mainzer Stadtrat wurde verhandelt, wie man der Wohnungsnot entgegentreten könne. Da kam man schließlich zu dem Entschluss, dass man auf dem Gelände „Am Großberg“ eine Kleinstellensiedlung erbauen könne.

Die Deutsche Bau- und Bodenbank war der Geldgeber für die Siedlung „ Am Großberg“. Die Sache wurde dann durch die Presse bekannt gegeben, worauf sich 60 Interessenten meldeten, die dann bald mit der Arbeit beginnen konnten.

Mitte Juli 1932 wurden die Bewerber zur Baustelle bestellt und jeder Einzelne zur Arbeit eingeteilt. Einige Siedler wurden nach Mainz geschickt um Heeresbauten abzureißen. Dieses Material wurde wieder als Baumaterial verwendet. Da keine Zufahrtswege vorhanden waren, hatten es die Siedler oft sehr schwer, Baumaterial herbeizuschaffen.

An der höchsten Stelle, an der alten Hechtsheimer Straße, wurde ein Stück Land gepachtet, wo das Baumaterial gelagert wurde. Von da aus wurde dasselbe mit Rollwagen zur Baustelle befördert. Rollwagen und Schienen mussten bei einer Ziegelei geliehen werden. Da alle Siedler Unterstützungsempfänger waren, hatte sich der damalige Stadtrat bereit erklärt, täglich ein warmes Mittagessen aus der Volksküche von Mainz zu stiften.

Bis Ende 1933 waren die Häuser an der Hechtsheimer Höhe bezugsfertig. Die Häuser wurden nach Nummern verlost. Die Stadt Mainz hatte für den Umzug einen LKW zur Verfügung gestellt. Eine Gruppe des Reichs- Arbeitsdienstes wurde eingesetzt, um die enormen Grundbewegungen zu bewältigen.

Im Jahre 1934 wurden dann die fertigen Häuser Am Großberg den Siedlern übergeben. Alle Arbeiten an der Baustelle sind ohne Baumaschinen ausgeführt worden.

Am 20. Mai 1953 erfolgte dann die Überschreibung durch die Herren Amtmann Georg Schöffel und Notar Stofft, beide aus Mainz, an die Siedler.

Im 2. Weltkrieg wurde die Siedlung schwer vom Schicksal getroffen. Fast jedes Haus wurde mehr oder weniger beschädigt. Einige Siedler mussten ganz neu aufbauen und andere hatten große Sachschäden in und an den Häusern zu reparieren. Jedem viel es schwer, Bezugsscheine für Material genehmigt zu bekommen. Dafür hat sich unser damaliger Ortsvorsteher Herr Max Hufschmiedt und sein Ortsbeiratsmitglied Alexander Diehl in großzügiger Weise für die Siedler eingesetzt.

Wer mehr über die Geschichte der Großberg Siedlung erfahren möchte, dem empfehlen wir die „Chronik der Großbergsiedlung“ siehe unten.


 

Chronik-Teil1-1982.pdf (9.0 MB, PDF-Datei)

Chronik Teil 1 - Zur 50-Jahrfeier (1982)


 

Chronik-Teil2-1996.pdf (1.4 MB, PDF-Datei)

Chronik Teil 2 - Marksteine der Geschichte der Großberg-Siedlung 1996

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