Vereinschronik

Chronik der Siedlervereinigung Würzburg-Nord e.V.

Unsere Geschichte

Einige der Gründungsmitglieder kauften sich schon vor dem Zweiten Weltkrieg im Dürrbachtal ein Grundstück, meist an steilen und für die Landwirtschaft unrentablen Hängen, wie der Albertsleite, dem nördlichen Steinberg oder dem Hirschlein, für 40 bis 60 Pfennig pro Quadratmeter.
Die Besitzer der unrentablen Hänge waren froh, diese Grundstücke loszuwerden. Die neuen Eigentümer rodeten diese und legten Gärten mit kleinen Gartenhäusern an.
Dann kam der Zweite Weltkrieg und die Bombennacht vom 16. März 1945.
Die Würzburger, die im Dürrbachtal ein Wochenendgrundstück mit Gartenhäuschen hatten, mussten nun nicht in die Notunterkunft, sondern konnten in ihr Gartenhaus ziehen. Aus den kleinen Gartenhäusern wurden im Laufe der Nachkriegsjahre kleine Wohnhäuser. Anfangs wurde Material aus den zerbombten Häusern in der Stadt zusammengesammelt und mühsam über die Steinburg, die Rimparer Steige oder die Oberdürrbacher Straße gekarrt. Bei all diesen Mühen rückten die Menschen in ihrer Not mehr und mehr zusammen, jeder half jedem und man wurde eine Gemeinschaft.

Die Gründung der Ortsgruppe Würzburg-Nord

Logo
Ehemaliges Logo der Siedlervereinigung Würzburg-Nord e.V.   © Siedlervereinigung Würzburg-Nord e.V.

1947 wollten zwei Frauen aus dem Tal bei der BayWa in Zell einkaufen und mussten erfahren, dass nur Vereine und Händler dort einkaufen durften. Man solle doch einen Verein, wie in Heidingsfeld bereits geschehen, gründen. Seitens der Bayerischen Staatsregierung war man in diesen Jahren stark daran interessiert, dass die Siedler ihre Grundstücke zur Selbstversorgung nutzten. Im Dezember 1947 wurde eine Düngemittelverordnung zur Verteilung an nicht gewerbsmäßigen Anbau von Obst und Gemüse über den Siedlerbund erlassen. Ebenso wurden Darlehen zu einem günstigen Zins über den Siedlerbund vergeben.
Am 30.04.1948 kam es zur Gründungsversammlung der Siedler im Gasthaus "Goldenes Kreuz" in Oberdürrbach. Gründungsväter waren Leo Adam, Karl Geyer, Fritz Kistner, Michael Schauer und Ludwig Schott, zum ersten Vorsitzenden wurde Karl Stieber gewählt.
Ziel der Gemeinschaft war, gemeinsam Saatgut, Werkzeug und Kunstdünger zu beschaffen und sich gegenseitig zu helfen.
In den folgenden Jahren entwickelte sich ein reges Vereinsleben im Dürrbachtal. Es wurden Theaterstücke gespielt und das Bergfest gegründet. Zu Weihnachten gab es eine Weihnachtsfeier mit Besuch vom Nikolaus, man nahm am Faschingsumzug von Oberdürrbach teil, organisierte gemeinsame Ausflüge und ein Gerätepark wurde eingerichtet.
In den Folgejahren entwickelte sich der Verein weiter und ist heute eine Ortsgruppe des Verbands Wohneigentum.

Unsere verdienten Mitglieder
Verdiente Mitglieder, die den Siedlerbund prägten: Rudi Schauer, Gerda Beck und Anni Herrmann   © unbekannt

Die Festschrift zum 40-jährigen Bestehen der Siedlervereinigung Würzburg-Nord e.V. von 1988:

Festschrift_40_Jahre.pdf (37.4 MB, PDF-Datei)

Die Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Siedlervereinigung Würzburg-Nord e.V. von 1998:

Festschrift_50_Jahre.pdf (42.5 MB, PDF-Datei)