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Chronik

Gartenbauverein Rosenhügel
1949 bis 1999

Man schrieb das Jahr 1948, und auf dem Rosenhügel war eine Siedlung entstanden, etwas ähnliches gab es auch schon vorher, die sogenannten Nissenhütten.

Viele werden sich daran erinnern, und es war bestimmt auch eine schöne Zeit.

Nach und nach verschwanden die Nissenhütten und wurden durch Holzhäuser mit Garten ersetzt, so hatte jeder sein eigenes Reich. Die Bewohner waren stolz auf ihre neue Behausung und man gab der Siedlung wegen ihres baulichen Charakters den Namen „Holzhaus-siedlung“.

Einige nannten sie Kolonie, noch Schlimmere sagten sogar Baracken. Die Leute fingen an, sich wohl zu fühlen, und es bildeten sich nachbarschaftliche Gemeinschaften.
Einige gingen ihrem Hobby nach und züchteten Tauben, bauten Kaninchenställe und schon hatte man einen Tauben- bzw. Kaninchenverein. Man muß dabei bedenken, viele kannten sich von der Arbeit her und aus der Zeit der Nissenhütten. Noch eins, sie standen sich fast alle gleich, es war eine Zeit, wo jeder noch nicht viel hatte, außer der eine oder andere ein paar Kinder mehr. In dieser Zeit, wo Fernsehen und Video noch Fremdwörter waren, traf man sich auf der Straße oder im Garten und hielt dort sein Schwätzchen.

So auch geschehen im Jahre 1949, der Tag steht nicht genau fest, 4 von den Zeitgenossen saßen auf einer Treppe, der Überlieferung nach war es bei Lesniakowski, und die machten sich so ihre Gedanken.
Einer der vier sagte plötzlich, Jungs, laßt uns einen Verein gründen. Die Idee war geboren. Man hatte ja schon einen Tauben und Kaninchen-verein, aber noch keinen, der mehrere Straßen vereinigte. Diese vier Leute waren praktisch die Initiatoren, nicht die Gründer des Gartenbau-vereines, das kam etwas später. Bekannt sind aber ihre Namen, es waren die Freunde Schäfer, Hahnel, Wuff und Lesniakowski. Diese vier gaben ihre Idee weiter an andere Freunde und an jeder Straßenecke wurde lebhaft diskutiert, bis man zu dem Entschluß kam, laßt uns nach „Homp“ gehen, das ehemalige Büscher und heutige Burg, um bei einem Bierchen und nem‘ kleinen Schnaps einen Verein zu gründen.


Von jeder Straße fanden sich ein oder zwei Mann, die mitmachten. Von der Thüringer Straße, Holthauser-, Veilchen-, Nelken-, Taunusstraße und vom Heckenweg, saßen sie bei „Homp“ und beratschlagten nun, was zu tun sei. Der Vorschlag kam, von wem auch immer, wir wollen doch alle schöne Gärten haben, laßt uns doch einen Gartenbauverein gründen. Der Gartenbauverein „Rosenhügel“ war geboren. Es wurde ein Vorstand gewählt und Zukunftspläne geschmiedet. Leider existieren aus dieser Zeit keine Protokolle mehr, die sind in irgendwelchen Vereinswirren verloren gegangen, die gibt’s überall, warum nicht auch bei uns.

Fest stehen aber die Namen der Gründer des Gartenbauvereins „Rosenhügel“, und sie sind uns noch heute ein Begriff.
Es waren die Gartenfreunde:
Packeisen, Wuff, Muth, Zysk, Hollenberg, Hahnel, Steinhüser, Lesniakowski, Schulz, Schäfer, Schneidinger, Langenstück, Zielinski, Jendrellik, Baxmeier.
Sollten hier an dieser Stelle Namen vergessen worden sein, so ist das reine Unkenntnis, denn es kamen im Gründerjahr immer mehr Garten-freunde hinzu. Der Verein begann, zu wachsen, und das war gut so. Man konnte Ideen und Gedanken verwirklichen.
Es wurden gemeinsame Torfbestellungen gemacht, Samen wurde gekauft, die Fa. Düsing war ein Begriff. Aber vor allen Dingen wurde diese Gemeinschaft gefestigt durch Kinderfeste (Schützenfeste). Es wurden Handwagen und Fahrräder bunt geschmückt und große Umzüge mit Spielmannszug gemacht. Es gab das Kaffeetrinken der Frauen, Weihnachtsfeiern, und nicht zu vergessen große Karnevalsfeiern in Schloß Horst, sogar mit dem Erler Elferrat. Es war auch eine Zeit der Ausflüge, und so manch einer denkt noch an die herrlichen Busfahrten zurück, z. B. Königswinter und Schloß Burg. Der Verein hatte seine Blütezeit. Anfangs wechselten die Vorstände sehr häufig, aber dann hatte man Mitte der 50er Jahre einen Vorsitzenden gefunden, der über Jahrzehnte hinweg den Verein lenkte.

Dieser Mann war tief mit der Geschichte des Vereines verbunden, sein
Name war Edmund Zielinski.
Manche sagten freundschaftlich einfach unser „Ede“. Mit Hilfe seiner Frau Helene führte er über Jahre den Verein, und dank seiner guten Beziehungen zur Stadt und anderen Organisationen verhalf er dem Gartenbauverein „Rosenhügel“ zu Ansehen, und er wurde ein Begriff. Aber nicht nur er allein engagierte sich, sondern alle Gartenfreundinnen und -freunde, die wir hier nicht alle nennen können, planten gemeinsam und halfen kräftig mit, den Verein zu erhalten und zu festigen. Ihnen allen gilt heute unser Dank.

Man schrieb dann das Jahr 1960, ein Wendepunkt. Die Häuser in der Siedlung, die ja zur damaligen Zeit Mietshäuser waren, man erinnere sich an den Bauführer der Wohnstätten, Herrn Kaiser, diese Häuser konnten gekauft werden. Viele machten Gebrauch davon, mit einem zinsgünstigen Darlehen konnten die Gartenfreunde nun Hauseigentümer werden. Um Sicherheit und Stärke zu bekommen und um die Vorteile einer großen Gemeinschaft zu nutzen, schloß man sich zusätzlich dem Deutschen Siedlerbund an. In dieser Zeit machte auch der Wohlstand vor dem Rosenhügel nicht halt, die Siedlung bekam einen neuen Charakter.

Es wurde umgebaut, angebaut, ausgebaut, hochgebaut, neu gebaut, daneben gebaut, blind gebaut, kurz und gut, die Straßen bekamen ein neues Erscheinungsbild.


Wenn heute die Menschen durch unsere Siedlung gehen, so sehen sie schmucke Häuschen mit wunderschönen Vorgärten und Gärten. Die Gartenfreundinnen und -freunde sind stolz auf ihre Siedlung und wohnen gerne hier, und sie bauen und modernisieren immer noch. Damit die Gemeinschaft nicht zu kurz kam, sorgten die jeweiligen Vorstände des Gartenbauvereines Rosenhügel dafür, daß die Idee, die vor Jahren entstand, erhalten blieb. Auf Versammlungen wurden immer wieder neue Ideen eingebracht und, so gut es ging, verwirklicht.
Neue Vorstände wurden gewählt und dadurch auch die Struktur des Vereines immer wieder verändert. Einige Vorstandsmitglieder, die über einen langen Zeitraum den Gartenbauverein mitgeprägt haben, sollte man an dieser Stelle ruhig erwähnen.
Das war natürlich zuerst mal unser Ede mit seinen Mitstreitern Horst Duda, Werner Kaczmarzik, Willi Schaer, Dieter Kurella und nicht zu vergessen Bernhard Bültena, der auch eine Zeitlang 1. Vorsitzender war.
Über Jahre hinweg besaß der Verein auch Spritzwarte, die von Zeit zu Zeit mit einer großen fahrbaren Spritze den Schädlingsbefall be-kämpften. Zu ihren weiteren Aufgaben gehörte das zeitweise Be-schneiden der Bäume und Sträucher.

Auch an unsere Kranken wurde gedacht, 3 Krankenbetreuerinnen besuchten über Jahre hinweg die Gartenfreundinnen und -freunde, die im Krankenhaus lagen.
Der direkte Kontakt zu den Mitgliedern wurde und wird aber in erster Linie von den Hauskassierern aufrecht erhalten. Diese kassierten nicht nur die Beiträge sondern führten auch Sammlungen durch, brachten Mitteilungen und Einladungen unter die Leute. So ist jeder immer auf dem Laufenden, was so in der Siedlung passiert.
An dieser Stelle sollte man allen ehemaligen und zur Zeit tätigen Kassierern für dieses sicherlich nicht immer einfache Ehrenamt unseren Dank aussprechen.

Bild von links

Gaby Sdrojewski, Norbert Zasada, Inge Hartung, Hildegard Sawitzki, Gaby Unland

Anfang der 80er Jahre fand ein Umbruch in der Vereinsgeschichte statt. Der langjährige Vorstand unter Vorsitz von Ede Zielinski wurde nach und nach durch jüngere Mitglieder ersetzt. Jetzt prägten Leute wie Horst Braun, Manfred Wöllke, kurz Manni genannt, Klaus Hartung, Detlef Bieniasch, Werner Kaczmarzik und Gitti Burger Vereinsgeschichte.
In dieser Zeit war der Gartenbauverein Roselhügel einer der ersten, der Straßenfeste organisierte, und was für welche!
Mit einfachen zusammengesammelten Zeltplanen und Plastikfolien bis hin zu großen Zelten und Marktständen war jede Straßenfete ein voller Erfolg und wurde von Jahr zu Jahr gesteigert.

Die Kinderfeste waren und sind bis zu heutiger Zeit immer eine tolle Sache für Kinder und Erwachsene gewesen. Man denke an Grillfeten in Wittringen, Fahrten mit dem Schienenbus bis zum Traumlandpark, Grill- und Fußballfeten auf der Halde mit fernsehen eines Endspiels. Notstrom machts möglich. Die Fahrt zum Gestüt Bladenhorst (1985) nicht zu vergessen und die vielen Kinderfeste auf der Wiese. Hier Norbert und Iris Zasada vielen Dank.

Im Jahre 1989 wurde mit Jubilarehrungen unser 40jähriges Bestehen groß gefeiert.

In den vergangenen Jahren gab es Höhen und Tiefen für den Verein. Wir denken zurück an 1985/86, als mit Hilfe des DSB in der Bürger-steigsache gegen die Stadt Gladbeck prozessiert wurde. Es gab Verlierer und Gewinner. Man hat gerade in dieser Zeit erlebt, wie stark der Zusammenhalt in der Siedlung war. Letztlich stieg auch unserer Mitgliederzahl dadurch an.

Zwei Personen sollte man auch noch erwähnen, sie haben sehr viel für unseren Verein getan. Über Jahre hinweg waren Heinz und Inge Kirchmann nicht nur die Kaufleute an der Ecke, nein sie waren unser

Sponsoren für Kinderfeste, Kaffeetrinken der Frauen, Weihnachtsfeiern und selbst eine große Summe zum Straßenfest gab es von ihnen.

Auch heute noch, in den 90er Jahren, feiert der Gartenbauverein Rosenhügel seine Feste und repräsentiert sich in der Öffentlichkeit seit 1987 bei Karnevalsumzügen der Schubkarren KG mit buntgeschmückten Wagen und Superkostümen.

Der Vereinsvorstand verjüngte sich natürlich auch wieder und mit dem heutigen Vorstand Uli Unland, Detlef Bieniasch, Norbert und Iris Zasada, Gabi Unland und Ingo Hartwig können wir stolz zurückblicken auf

50 Jahre Gartenbauvereinsleben

und wollen im Sinne der Gründer weitermachen, um in 10 Jahren das 60jährige zu feiern.

Und ich hoffe für uns alle, wir bleiben weiter so eine tolle Gemeinschaft.

Horst Braun 1999

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