Startseite

Strasse
© UG

Mitglieder im Verband Wohneigentum Nordrhein-Westfalen e.V. genießen eine Reihe von Leistungen.

Weitere Details sowie alle Leistungen im Überblick finden Sie hier.


-------------------------

Durch weltweiten Handel und steigende Temperaturen breiten sich immer mehr neue Tierarten auch in Deutschland aus. Besonders auffällig ist aktuell die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), die sich in vielen Regionen zunehmend etabliert. Wir verraten, was ihr im Garten schonend dagegen tun könnt.

Tigermücke auf der Hand - mit sichtbaren Steifen
Tigermücke auf der Hand: Für die Eiablage reichen bereits kleinste Wasserstellen, zum Beispiel Wassertonnen, Untersetzer, Vogeltränken, Gießkannen, Dachrinnen mit Wasserresten, Hofabläufe oder Poolabdeckungen.   © Verband Wohneigentum/Görlitz

"Schade, unseren Garten konnten wir in diesem Sommer mit den kleinen Kindern eigentlich kaum nutzen." Solche Aussagen, wie von einer Familie aus Freiburg, höre ich in letzter Zeit immer häufiger. Zwar wurde in den vergangenen Jahren viel über die Ausbreitung der Tigermücke berichtet, doch nun werden die Auswirkungen für viele Menschen erstmals im Alltag deutlich spürbar.

Tigermücke: Warum breitet sie sich in Deutschland aus?

Die Tigermücke ist eine sehr kleine, aber auffällig schwarz-weiß gestreifte Stechmücke, die ursprünglich aus Südostasien stammt. Durch den internationalen Warenverkehr - etwa über Transporte von Pflanzen, Containern oder Autoreifen - wurde sie weltweit verschleppt. Inzwischen gibt es auch in Deutschland stabile Tigermücken-Populationen, vor allem in klimatisch begünstigten Regionen.

Die Tigermücke gilt als potenzielle Überträgerin verschiedener Krankheiten wie:

  • Dengue-Fieber

  • Zika-Virus

  • Chikungunya-Fieber

Wichtig: Das Infektionsrisiko in Deutschland ist derzeit noch sehr gering, da entsprechende Virusketten hier bisher kaum etabliert sind. Trotzdem wird die Tigermücke von Behörden und Wissenschaftlern sehr genau beobachtet.

Warum ist die Asiatische Tigermücke im Garten so problematisch?

Ein großes Problem ist ihre dauerhafte und aggressive Präsenz. Während heimische Stechmücken meist dämmerungsaktiv sind (morgens, abends und in schattigen Bereichen), ist die Tigermücke deutlich unangenehmer:

  • sie ist ganztägig aktiv

  • sie sticht sehr häufig

  • sie ist extrem hartnäckig

  • sie tritt oft in großer Zahl auf

Viele Betroffene berichten, dass Aufenthalte im Garten oder auf der Terrasse dadurch massiv eingeschränkt werden.

Tigermücken sind äußerst anpassungsfähig. Ihre Eier können austrocknen, ohne abzusterben. Dadurch überstehen sie auch längere Trockenphasen problemlos. Selbst kurze Frostperioden können viele Eier überdauern, was eine dauerhafte Ansiedlung in milden Regionen zusätzlich begünstigt.

Besonders kritisch: Für die Eiablage reichen bereits kleinste Wasserstellen, zum Beispiel: Wassertonnen, Untersetzer, Vogeltränken, Gießkannen, Dachrinnen mit Wasserresten, Hofabläufe, Poolabdeckungen.

Die Weibchen legen ihre Eier knapp oberhalb des Wasserspiegels ab. Steigt der Wasserstand später an, schlüpfen die Larven. Im Wasser entwickeln sich diese - abhängig von Temperatur und Bedingungen - innerhalb von 7 bis 20 Tagen. Danach beginnt der Kreislauf erneut: Die Weibchen suchen eine Blutmahlzeit, um weitere Eier zu bilden. Ein einziges Weibchen kann in seinem Leben über 300 Eier ablegen.

Tigermücke bekämpfen: 5 Tipps für Gartenfans

Die gute Nachricht: Die Tigermücke ist ein schlechter Flieger und hat meist nur einen Aktionsradius von etwa 100 bis 200 Metern. Das bedeutet: Die Brutstätten befinden sich fast immer in der direkten Nachbarschaft. In Regionen mit Tigermücken-Vorkommen sollten deshalb möglichst alle Anwohner aktiv werden.

1. Brutstätten konsequent vermeiden
Vermeiden Sie stehendes Wasser. Auch Dachrinnen sollten regelmäßig gereinigt werden, da sich dort oft unbemerkt Wasser sammelt.

2. Wassertonnen unbedingt abdecken
Wassertonnen sind eine der häufigsten Brutstätten. Nutzen Sie ein mückensicheres Gitter oder noch besser: einen fest schließenden Deckel. Besonders empfehlenswert (und kindersicher) sind geschlossene Tonnen mit Auslasshahn.

3. Vogeltränken: Wasser regelmäßig wechseln
Wasserstellen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger sind ökologisch sinnvoll und sollten nicht verschwinden. Wichtig ist jedoch, das Wasser mindestens einmal pro Woche komplett zu erneuern.

4. Untersetzer und Vasen reinigen
Kontrollieren Sie regelmäßig: Blumentopf-Untersetzer, Vasen und Pflanzgefäße mit Wasseransammlungen. Leeren und reinigen Sie diese gründlich. Die Eier, die oft am Innenrand kleben, können mit heißem Wasser abgetötet oder abgebürstet werden.

5. Reicht das nicht aus?

Bekämpfung Tigermücke mit Bazillus thuringiensis
BTI-Produkten (Bacillus thuringiensis israelensis) sind als Tabletten in Gartenmärkten erhältlich und werden teilweise auch von betroffenen Kommunen bereitgestellt. Diese Mittel töten gezielt Mückenlarven ab und sind in Form von Tabletten in Gartenmärkten erhältlich. In manchen Regionen werden sie auch von Kommunen ausgegeben.   © Verband Wohneigentum/Görlitz
Wo diese Maßnahmen nicht ausreichen, können Larven in Wassertonnen und Zisternen mit BTI-Produkten (Bacillus thuringiensis israelensis) abgetötet werden. Die Tabletten des Bakteriums sind in Gartenmärkten erhältlich und werden teilweise auch von betroffenen Kommunen bereitgestellt.

Sind Gartenteiche Brutstätten für Tigermücken?

Naturnahe Teiche sind meist keine typischen Brutstätten, da dort ausreichend Fressfeinde wie Libellenlarven oder Wasserinsekten vorkommen. Anders sieht es bei kleinen Zierbecken oder Miniteichen aus: Diese sollten regelmäßig kontrolliert werden, besonders wenn das Wasser ruhig steht und kaum natürliche Feinde vorhanden sind.

Tigermücke melden: Wann ist das sinnvoll?

Wenn die Tigermücke bei Ihnen zum ersten Mal auftaucht, ist eine Meldung sinnvoll. Regionale und überregionale Meldestellen finden sich online. Dort gibt es meist auch:

  • Bestimmungshilfen

  • Fotos zur Erkennung

  • Bekämpfungstipps

  • Hinweise für betroffene Gemeinden

Gerade bei starkem Auftreten gilt: Nur wenn viele mitmachen, lässt sich eine Mückenplage effektiv eindämmen. Aktivieren Sie daher Nachbarn, Vereine und sprechen Sie auch Ihre Gemeinde an.

Sven Görlitz

Verband Wohneigentum - Umfrage
© iStock / Wildpixel

Förderprogramme sollen Menschen mit Wohneigentum das Leben leichter machen. In der Realität sieht das oft anders aus: Komplexe Anforderungen bringen Antragsteller oft ins Schwitzen. Deshalb fragen wir nach: Sagen Sie uns Ihre Meinung zum aktuellen Fördersystem. Hilft oder hemmt es?

Jetzt mitmachen:
Hier geht´s zur Umfrage


Förderprogramme erleichtern grundsätzlich den Erwerb von Wohneigentum, unterstützen Investitionen in die Barriere-Reduzierung oder stoßen klimafreundliche Sanierungen an. In der Praxis hakt es aber häufig.

"Der Antrag war so kompliziert, dass wir es lieber gleich gelassen haben."
"Das Programm wurde kurzfristig gestoppt."
"Wir waren nicht ganz sicher, welche Stelle überhaupt zuständig ist."

Das sind Rückmeldungen, die wir aus unseren Beratungen kennen.

Alles in allem: Ein gut gemeintes System, das in der Praxis oft an seiner Komplexität scheitert. Und das hat negative Konsequenzen für Eigentümer oder an Eigentum Interessierte. Das wollen wir ändern, und dazu brauchen wir Sie.

Breite Online-Befragung zum Thema Förderung

Im Rahmen unseres Jahresthemas 2026 "Förderung" starten wir eine Online-Mitgliederbefragung unter dem Titel "Unterstützung oder Frust? Staatliche Förderung für Eigentümer". Dabei legen wir den Fokus auf einen Punkt, den anderen Studien zum Thema Förderung wenig berücksichtigt haben: die Praktikabilität.

  • Wieviel Zeit kostet es, einen Antrag zu stellen?

  • Wieviel Vertrauen geht verloren, wenn ein Programm kurzfristig gestoppt wird, das in die eigene Kalkulation schon eingerechnet war?

  • Wie handhaben Menschen die Anträge, die online weniger geübt sind?

  • Sind die Vorzeitigkeitsregeln bekannt? Woran liegt es, dass manche Programme kaum abgerufen werden? Wie wird die Übersichtlichkeit der Förderlandschaft bewertet?

Bisherige Studien zum Thema Förderung messen vor allem, welche Programme bekannt sind und wie viele Eigentümer grundsätzlich sanieren wollen. Was wir wissen möchten, geht darüber hinaus: Wir möchten verstehen, wie Ihre persönlichen Erfahrungen mit den Förderprogrammen sind, wo sind Sie auf Hürden gestoßen und wo haben Sie Hilfestellung bekommen?

Umfragen unterstützen evidenzbasierte Politikgestaltung

Für eine evidenzbasierte Politikgestaltung ist ein klares Verständnis dafür erforderlich, wie zur Verfügung stehende Instrumente genutzt und wahrgenommen werden. Ihre Sichtweise ist daher entscheidend, um politische Positionen zu formulieren, die den tatsächlichen Bedürfnissen und Erwartungen entsprechen. Die Ergebnisse der Befragung veröffentlichen wir im Herbst 2026 und nehmen Sie mit in unsere Arbeit in Berlin.

Zur Online-Umfrage: Was wir wissen möchten

Die Umfrage ist in mehrere Themenblöcke gegliedert. In diesen Blöcken fragen wir Sie unter anderem nach Ihren Erfahrungen mit konkreten Förderprogrammen - ob Sie einen Antrag gestellt haben, wo es geklappt hat und wo nicht. Wir fragen aber auch nach Dingen, die selten offen angesprochen werden. Einige Beispiele:

  • Wie viel Zeit haben Sie für einen Förderantrag aufgewendet - und lohnte sich das im Verhältnis zur erhaltenen Summe?

  • Haben Sie wegen einer Vorzeitigkeitsregel, die kaum jemand kennt, eine Förderung verloren?

  • Hat ein Programmabbruch Ihnen konkret geschadet - finanziell, planerisch, oder im Verhältnis zu Ihrem Handwerker?

  • Vertrauen Sie staatlichen Förderprogrammen noch - oder sehen Sie das System skeptisch?

  • Was müsste sich konkret ändern, damit Förderung für Sie wirklich funktioniert?

  • Haben Fördervoraussetzungen Ihre Investitionskosten erhöht?

  • Denken Sie, dass die Förderungen der richtige Hebel sind, um Eigentümerinnen und Eigentümer zu motivieren, in ihr Eigentum zu investieren?


Die Umfrage richtet sich an alle, die in den vergangenen Jahren eine Immobilieninvestition erwogen haben - egal, ob sie letztlich umgesetzt wurde oder nicht.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Die Umfrage dauert ca. 15 Minuten.

  • Alle Angaben werden anonym ausgewertet. Personenbezogene Daten werden nicht gespeichert.

  • Die Ergebnisse werden im Herbst 2026 veröffentlicht und allen Mitgliedern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

  • Ihre Antworten liefern uns belastbare Daten für unsere politische Arbeit.

  • Teilen Sie die Umfrage gerne mit anderen.

Peter Wegner, Präsident Verband Wohneigentum:

"Kaum ein Thema treibt Wohneigentümer so um wie die Verlässlichkeit staatlicher Förderprogramme. Der plötzliche KfW-Förderstopp 2022, die monatelange Debatte um das Gebäudeenergiegesetz, die im Koalitionsvertrag angekündigten und noch nicht umgesetzten Neuregelungen, der Fördertopf des Zuschusses für barrierereduzierenden Umbau, der immer wieder so schnell leer ist - Eigentümer oder Bauwillige, die investieren möchten, wissen oft nicht, was sie fest einplanen können. Was das kostet. Nicht nur in Euro, sondern in verschobenen Sanierungen, aufgegebenen Plänen, verlorenem Vertrauen.

Genau dazu wollen wir mit unserer Umfrage mit belastbaren Daten erheben. Machen Sie mit - je größer die Datenbasis, die wir bekommen, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis."

Jetzt mitmachen - nutzen Sie den nachfolgenden Link:
Hier geht´s zur Umfrage

Oder QR-Code mit dem Smartphone scannen.
Die Umfrage ist aktiv bis zum 31. Juli 2026

QR-Code zur Umfrage
© Verband Wohneigentum - Umfrage