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Immobilien oft unterversichert

Gebäudeversicherungen wichtiger Schutz vor dem finanziellen Ruin

Häufig sind Immobilien nicht ausreichend versichert. Das bestätigt ein stichprobenartiger Check von Versicherungen des Verbands Wohneigentum. Also Vorsicht: Wohngebäudeversicherungen sind wichtig! Hochwasser, Sturm, Feuer oder Leitungswasser können das Haus beschädigen oder komplett zerstören. Ohne ausreichende Versicherungen stehen die Eigentümer schnell vor dem finanziellen Ruin.

Bild mit Sandsäcken gegen Hochwasser

© M. Großmann / PIXELIO

Das Unglück kommt meist überraschend, daher sollten Hausbesitzer sich wappnen: Wenn Minusgrade Wasserrohre zum bersten bringen, Stürme Dächer abheben oder Hochwasser die Wohnung unter Wasser setzt, ist es immens wichtig, dass das Eigenheim ausreichend versichert ist.

Ergebnisse unseres Checks in Hessen
Die Aktion „Überprüfung der Gebäudeversicherung“ für unsere Mitglieder in Hessen ergab, dass nicht wenige Immobilien unzureichend geschützt sind, erklärt Heinz-Jürgen Quooß, Geschäftsführer des Verbands Wohneigentum in Hessen. Häufig waren Gebäude unterversichert und Schäden durch Leitungswasser und Sturm waren ebenfalls nicht abgesichert. Versicherungsbausteine gegen Schäden durch Elementargefahren wie Hochwasser oder Schneedruck fehlten oft. Sie müssen unter Aufpreis extra mitversichert werden.

Welche schwerwiegenden Konsequenzen Versicherungslücken haben können, zeigen diese realen Beispielsfälle aus unserer Beratungspraxis:
Mitglied A hatte eine Undichtigkeit in der Wasserzuleitung. Das Wasser trat langsam aus und es bildeten sich Feuchtigkeitsflecken an der Wand, die nicht sofort bemerkt wurden, da ein Schrank davor stand. Um den Schaden zu beseitigen, musste Mitglied A rund 4.000 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Der Grund: Es war keine Wohngebäudeversicherung vorhanden.

Bei Mitglied Bstürzte während eines Unwetters der Baum des Nachbarn auf sein Haus. Der Schaden betrug gut 15.000 Euro. Außerdem hat Regenwasser das Haus überschwemmt. Die Kosten, um den Wasserschaden zu beheben, beliefen sich auf 20.000 Euro. Da keine Elementarversicherung abgeschlossen war, kam Mitglied B nicht umhin, die 20.000 Euro selbst zu bezahlen. Zum Glück war zumindest für die Sturmschäden Versicherungsschutz vorhanden.

Bei Mitglied C ist der Blitz eingeschlagen . Der Dachstuhl brannte komplett ab und hinterließ einen immensen Schaden mit Kosten von gut 50.000 Euro. Da Mitglied C seinen Dachausbau der Versicherung nicht mitgeteilt hatte, war sein Gebäude nicht ausreichend versichert. 15.000 Euro des Schadens musste er selbst tragen.

Teure Versicherungslücken

„Unterversicherung bedeutet, dass im Schadensfall nur eine anteilige Schadenregulierung erfolgt“, resümiert Heinz-Jürgen Quooß. Wenn zum Beispiel Hauserweiterungen oder Modernisierungen den Wert des Gebäudes erhöhen, sei eine Anpassung der Gebäudeversicherung unbedingt erforderlich. Bei Hauskäufen oder bei Hausüberschreibungen gehen die bestehenden Gebäudeversicherungen automatisch auf den neuen Eigentümer über, sofern nicht gekündigt wird.

Tipp: Eigentümer sollten gründlich kontrollieren, ob ihre Immobilie ausreichend versichert ist. Denn: Wenn es zu einem Schaden kommt, können Versicherungslücken sie an den Rand des wirtschaftlichen Ruins bringen.

Wichtige Versicherungen für Hausbesitzer
Unverzichtbar ist eine Wohngebäudeversicherung. Sie zahlt Schäden, die durch Brände, Leitungswasser und Sturm entstehen. Die Stiftung Warentest empfiehlt, die Wohngebäudeversicherung als ?gleitende Neuwertversicherung? abzuschließen. Damit bezahlen Versicherer sogar den Wiederaufbau eines total zerstörten Gebäudes zu aktuellen Baupreisen.

Außerdem wichtig: die Grundstückshaftpflichtversicherung. Denn als Grundstücksbesitzer haftet man für Gefahren, die vom Grundstück und von angrenzenden Gehwegen und Zufahrten ausgehen. Die Mitgliedschaft im Verband Wohneigentum beinhaltet die Haftpflichtversicherung der eigenen Immobilie.

Auch ist es ratsam, zusätzlich Schäden durch Elementargefahren wie Hochwasser abzusichern. In Gebieten mit hohen Risiken haben Hausbesitzer jedoch zunehmend Schwierigkeiten, diese zu versichern.

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