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Tipp vom Gartenfachberater im Monat Dezember

Unser Landesgartenfachberater Siegfried Neumann gibt Tipps für Siedlerfreunde im Monat Dezember:

Obstgarten:

Beim wöchentlichen Rundgang am Samstagmorgen durch Haus, Hof und Garten dürfen wir den Obstlageraum auf keinen Fall vergessen. Die eingelagerten Äpfel und Birnen sind wöchentlich gründlich zu kontrollieren. Von Monilia-Fruchtfäule befallene Früchte müssen sofort entfernt und entsorgt werden. Die Lufttemperatur im Lagerraum sollte möglichst zwischen 2°C und 4°C liegen. Beginnen Früchte haltbarer Tafelsorten zu welken, wurden sie sicher zu zeitig gepflückt. Beginnen jedoch alle Früchte im Raum zu welken, ist meist die Luftfeuchte zu gering, sie sollte etwa 90 Prozent bis 95 Prozent betragen. Durch aufstellen von mit kalten Wasser gefüllten offenen Gefäßen bzw. besprühen des Fußbodens im Raum mit Wasser kann man die Luftfeuchte regulieren. Der Schnitt der Obstgehölze sollte nun abgeschlossen werden, dazu nutzen wir die milden Tage im Dezember. Große wohlschmeckende Früchte entwickeln sich nur an kräftigen jungen Zweigen.

Baumschnitt

Baumschnitt © SN

Deshalb werden zuerst alle überalterten und zu dicht stehende Äste und Zweige entfernt. Wer jährlich alle Jungen- und Fruchttriebe wegschneidet, erntet vorwiegen nur dünnes "Holz" (Zweigstücke), wie leider oft zu sehen.

GroßeFrüchte entwickeln sich nur an kräftigen jungen Zweigen.

GroßeFrüchte entwickeln sich nur an kräftigen jungen Zweigen. © SN

Das geht zu Lasten der Ausbildung von Blütenknospen für das nächste Gartenjahr. Anstelle guter Ernten, sorgt der aufwendige falsche Schnitt nur für kräftige lange Sprosse. Stehen im Obstgarten ein oder zwei Bäume deren Kronen zum Umveredeln vorgesehen sind, können wir sie schon jetzt abwerfen. Hierbei sind deren Arten bzw. sortentypischen Kronenwinkel zu beachten. Sie betragen bei Apfelbäumen 100° bis 120° sowie bei Birnbäumen 80° bis 90°. Bevor wir im März/April nach den Reisern greifen, sind die Aststümpfe nochmals um etwa 10 cm zu kürzen.

Gemüse

Offener Boden abgeernteter Beete von beispielsweise Grün- und Rosenkohl, Knollensellerie oder Porree wird möglichst bald umgegraben. Auf Flächen, die für stark zehrenden Gemüsearten im kommenden Jahr vorgesehen sind, wird bei der Bodenbearbeitung gleichzeitig der nötige organische Grunddünger mit eingearbeitet. Es sollte entweder 10 bis 12 l/m² gut verrotteten Kompost oder 4 bis 5 kg/m² Stalldung sein. Von den rechtzeitig im Garten flach mit Plastikfolie überbauten Petersilien- und Rapünzchenbeeten können wir weiterhin ernten. Trotz winterlichen Wetters können wir jederzeit auch Grünkohl

Grünkohl

Grünkohl © SN

(Foto 3) ernten. Wurden im Späherbst die Pflanzenreihen von Schwarzwurzel und Winterporree mit reichlich Mulch bedeckt, hält dieser den Frost zurück. So können wir bei normalen Winterwetter weiterhin nach Bedarf frisches Gemüse aus dem eignen Garten ernten. Wurzelgemüse, wie Knollensellerie, Möhre und Rote Beete haben wir im vergangenen Monat rechtzeitig geerntet und in einen feuchtkühlen Raum eingelagert. Leicht mit feuchten (2°-3°C) Sand bedeckt, halten sie sich Wochen ohne zu welken. Doch wir müssen von Zeit zu Zeit kontrollieren, ob sich keine faulen oder schimmelnden Früchte im Lager befinden. Die müssen wir sofort entfernen, damit sie die guten Früchte nicht "anstecken".

Zierpflanzen

Rückblickend auf das Gartenjahr 2016 klagt so mancher über schlechtes Auflaufen einiger Aussaaten von Stauden. Doch waren das alle "Frostkeimer" wie z.B Christrose,

Christrose

Christrose © SN

Eisenhut, Enzian und Staudenwicke. Diese Samen bedürfen jedoch eines Frostschocks von wenigstens -10 bis -12°C zum Keimen. Damit sie gut auflaufen, sind diese bereits im Spätherbst auszusäen. Bei offenem Boden lässt sich dieses Versäumnis sicher mit etwas Glück noch ungeschehen machen. Überalterte Ziergehölze können wir jetzt großzügig auslichten. Alle zu dicht stehenden bzw. störenden Zweige werden entfernt. Bevor Kahlfröste in unseren Gärten einziehen, benötigen frostempfindliche Stauden einen Schutz z.B. aus trockenem Laub. Werden dazu noch einige Fichtenzweige mit aufgelegt, halten diese bei Winterstürmen das Laub am Standort fest. Bei starken Schneefällen wird rechtzeitig "die weiße Last"

Schneebruch verhindern!

Schneebruch verhindern! © SN

von den Zweigen der Ziergehölze geschüttelt um Schneebruch zu verhindern. Wer jetzt, zum Barbara Tag (04.12.), vom Goldglöckchen (Forsythia x intermedia, Foto 7)

Forsythia

Forsythia © SN

einige reich mit Blütenknospen besetzten Zweige wegschneidet und sie anschließend für einigen Stunden in ein auf etwa 30°C temperiertes Wasserbad legt, kann sich bei guter Pflege zu Weihnachten an einem schönen Blumenstrauß erfreuen. Dazu werden die Zweige nach dem Bad in einer etwas höheren Blumenvase an einen hellen und ca. 22°C warmen Standort gestellt. Das Wasser sollte etwa aller zwei bis drei Tage gewechselt werden. Der Winterjasmin zeigt seinen sternförmigen gelben kleinen Blühten häufig schon im Dezember und nach kältebedingten Pausen weiter bis Februar und März (Jasminum nudiflorum).

Winterjasmin

Winterjasmin © SN

Diese beliebte Kletterpflanze treibt bis zu 4 m langen Triebe, welche nach Schluss dessen Flors zurückgeschnitten werden.

Terrasse, Wintergarten, Zimmerpflanzen

Die zur Überwinterung einquartierten Kübelpflanzen, wie Agave, Kartoffelbaum (Solanum rantonnetii),

Kartoffelbaum

Kartoffelbaum © SN

Oleander und Schmucklilie, kommen am luftigen, kühlen (4-6°C), frostfreiem, hellen Standort gut über die kalte Jahreszeit. Gegossen wird sparsam, gedüngt erst bevor diese Pflanzen wieder ihren gewohnten Standort im Freien beziehen. Temperatur und Licht sind im Wintergarten so zu gestalten, dass sich hier alle Zierpflanzen ständig wohl fühlen - die wärmeliebenden nahe der Heizung, die lichthungrigen dicht am Fenster. Andere wiederum in den Schatten oder in etwas dunkle Ecken. Schwierig wird es, allen Pflanzen die für sie optimale Luftfeuchte oder luftige Plätze zu bieten. Das sollte der erfahrene Hobbygärtner mit seinem grünen Daumen und richtigen Blick erledigen. Die Pflanzen im Wintergarten werden ganz nach ihrem individuellen Bedarf optimal gedüngt, gegossen und belüftet. Übrigens, von den Alpenveilchen gibt es auch "Minis".

Alpenveilchen

Alpenveilchen © SN

Sie blühen am richtigen Standort über viele Wochen. Wer sich von Azalien einen langen Flor erwartet, muss sie hell, jedoch keinesfalls vollsonnig platzieren und die Temperatur zwischen minimal 6°C und maximal 14°C halten. Wohin mit üppig wachsenden Birkenfeigen (Ficus benjamina) im Winter?

Birkenfeige

Birkenfeige © SN

Sie wollen hell, luftig und warm stehen, z.B. an einem Fenster des Wohnzimmers.

Frage des Monats

Welcher Tannenbaum gilt als schönster zu den bevorstehenden weihnachtlichen Fest- und Feiertagen am Jahresende? O Tannenbaum - einen welchen soll ich kaufen? Keinesfalls erst am vorletzten oder letzten Tag hektisch zum Händler sausen. Vorher überlegt man sich am besten welche Baumart, -form, -größe -dichte, -höhe, -farbe ? nadeln usw. es sein soll. Die gemeine Fichte (Picea abies) z.B. beginnt in warmen Räumen schon nach wenigen Tagen seine Nadeln abzuwerfen. Die Kiefer (Pinus sylvestris) besitzt einen interessanten Wuchs, bleibt im Wohnzimmer lange frisch, duftet schön nach Wald, lässt sich aber leider schwierig schmücken.

Nordmanntanne

Nordmanntanne © SN

Die beliebtesten Weihnachtsbäume sind sicher die Nordmannstannen.



Siegfried Neumann

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