Logo des Verband Wohneigentum e.V.

Verband Wohneigentum e.V.

Verband Wohneigentum: Tipp vom Gartenfachberater

Springen sie direkt:

Verband Wohneigentum e.V.

... für alle, die bauen, modernisieren und wohnen

Zusätzliche Informationen

Japanische Pfingstrose

Örtliche Gemeinschaften
Neue Satzung, Beitragsordnung, Finanzordnung

Sonderrabatt bei Gas

der Stadtwerke Leipzig - NEU für unsere Siedler der KG Leipzig und Umgebung

Siedler helfen Siedlern!

Spendenaufruf für die kranke zweijährige Lina des Siedlerpaares aus Siebenlehn!

Heizöl bei TOTAL
für Mitglieder des Verbandes

Örtliche Gemeinschaften

Einladung zu einer Infoveranstaltung

Zum Seitenanfang

Zurück zu:

Seiteninhalt

Tipp vom Gartenfachberater

Unser Landesgartenfachberater Siegfried Neumann
gibt Tipps für Siedlerfreunde im März:

Obst:
So mancher Siedlerfreund entdeckte im vorigen Frühjahr an der Oberseite jungen Laubes des Pfirsichbaums blasig aufgetriebene, gelblich wie rötlich verdickte, vergrößerte Deformierungen. Im Mai gesellte sich noch ein heller, samtartiger Belag dazu. Die geschädigten Blätter verwelkten, lösten sich von den Sprossen und fielen zu Boden. Ende Mai starten die Bäume, um wieder assimilieren und transpirieren zu können, einen neuen Austrieb. Diagnose: Kräuselkrankheit des Pfirsichs! Ein solcher Befall kann zu Spitzendürre und Früchtefall führen. Erfahrungen lehren, ein feuchter Witterungsverlauf im Nachwinter und Frühjahr fördert ein Auftreten dieser Krankheit. Um eine gute Pfirsichernte zu sichern empfiehlt sich, vom Schwellen der Knospen, je nach Witterungsverlauf bis Ende April, mehrmals den Baum vorbeugend mit einem Fungizid zu behandeln. Dies jedoch nur mit einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel (PSM), wie z.B. Duaxo Pilz-frei. Jetzt gepflanzte Obstgehölze wachsen gut an. Nach der Pflanzung setzt sich der lockere Boden samt Baum noch etwas. Hierbei rutscht oft die Veredlungsstelle mit ins Erdreich. Dies animiert die aufgepfropfte Sorte eigene Wurzeln zu bilden, das heißt, der Baum befreit sich von seiner Unterlage. Im Ergebnis verliert selbige ihren Einfluss auf Wuchskraft, Frostwiderstandsfähigkeit und Fruchtbarkeit der jeweiligen Sorte. Deshalb soll die Veredlung stets einige cm oberhalb des Bodens stehen. Der nötige Pflanzschnitt und das Einschlagen eines Pfahls zum Halt des Baums erfolgen sofort. Auch Erdbeeren können wir jetzt pflanzen. Hierzu greifen wir nur nach getopftem oder pikiertem Pflanzgut. Selbiges wächst zügig an und bringt uns eine gute erste Ernte. Empfehlenswerte Sorten sind u.a, ´Ostara´ (mehrmals tragend), ´Honeoye´ (Reifezeit sehr früh), ´Asia´ (mittelspät) oder ´Malwina´(sehr spät).

Gemüse:
Bei Gesprächen über den Gartenzaun sind sich Siedlerfreunde einig, sobald der Boden beim Bearbeiten krümelt, wird zu Handgrubber oder Harke gegriffen. Die Frühjahrsbestellung beginnt! Für rasches Keimen und Auflaufen erster Aussaaten von Ackerbohnen, Erbsen, Möhren, Pastinaken, Petersilie, Radieschen, Rettich, Schwarzwurzel und Speisezwiebeln sorgt der sich erwärmende, winterfeuchte Boden. Solches sorgt für eine frühe, gesunde und reiche Ernte. Wird bei Aussaaten von Gemüsearten mit etwas längerer Keimzeit, wie Möhre und Speisezwiebel, im Abstand von 10-15 cm jeweils ein Korn Radiessamen mit in die Saatrillen gelegt, markieren deren rasch auflaufenden Keimblätter bald die Saatreihen auf den Beeten. Im Ergebnis können wir den Boden zwischen den Pflanzenreihen etwas früher flach lockern. Solches mindert die unproduktive Verdunstung der Bodenfeuchte und nimmt keimenden Unkräutern jede Entwicklungschance. Knoblauch, Schalotten und Steckzwiebeln sind so früh wie möglich in den Boden zu bringen. Auf das 1,20 m breite Beet kommen fünf Reihen. Innerhalb derselben genügt ein Pflanzabstand von 10-15 cm. Erste Aussaaten zur Jungpflanzenanzucht von Kohlgemüse, Kopfsalat und Porree erfolgen im Frühbeet. Wer rechtzeitig Schneckenkorn streut beugt Fraßschäden durch Schnecken an auflaufenden Kulturen vor. Eigener Anbau von Kartoffeln genießt den Ruf, besser zu schmecken als im Handel erworbene Speisekartoffeln. Dies bestätigen sächsische Siedlerfamilien, weil selbige mehlig kochende Kartoffelsorten zum Mittagstisch mögen. Wer besonders zeitig die ersten Frühkartoffeln ernten möchte, legt deren vorgekeimtes Pflanzgut rechtzeitig in von der Sonne erwärmten Boden. Die optimale Pflanzweite der Knollen beträgt 70x30 cm, die Pflanztiefe 6-8 cm. Wird über die in den Boden gebrachten Knollen perforierte (gelochte) Plastfolie oder Vlies aufgelegt, sind diese vor möglichen Spätfrösten geschützt. Außerdem halten diese Planen über Nacht auch die am Tag erreichte Bodenwärme etwas zurück. Dieser Schutz verbleibt über den Kartoffelpflanzen bis kein Spätfrost mehr erwartet wird (etwa 20.05.). Die ersten Knollen der Frühkartoffeln können wir so nach 60-70 Kulturtagen ernten. Wird die Frühjahrsbestellung rechtzeitig abgeschlossen, bleibt uns Zeit, Erfahrungen über den Gartenzaun auszutauschen. Dabei sind wir uns einig, organisch gedüngt wird reichlich, anorganisch nach Bedarf. Zum vorbeugenden Pflanzenschutz verwenden wir bewährte Hausmittel. Nur wenn unbedingt nötig, wird nach zugelassenen PSM gegriffen. Was Öko und Bio anbetrifft, liegen wir durch Eigenversorgung mit Obst und Gemüse vor Ort ganz weit vorn.

Zierpflanzen:
Günstiges Wetter nutzen wir zum Pflanzen sommergrüner Ziergehölze wie Apfelbeere, Deutzie, Erbsenstrauch, Flieder, Goldglöckchen, Kletterhortensie, Pfeifenstrauch, Rose oder Seidelbast. Wird jetzt verblühte Schneeheide etwas zurückgeschnitten, treibt selbige kräftiger aus und blüht im nächsten Winter wieder üppig. Im Frühbeet werden Eisenkraut, Gartenbalsamine, Gauklerblume, Levkoje, Löwenmaul und Zinnie zur Anzucht von Jungpflanzen ausgesät. Im Freiland kommt Saatgut von Mohn, Ringelblume und Wicke in den Boden. Über Stauden und Zwiebelgewächsen aufgebrachter Winterschutz wird rechtzeitig entfernt. Der Boden zwischen den Pflanzen wird, um Unkraut jede Entwicklungschance zu nehmen, oft flach gelockert. Hierbei arbeiten wir zur organischen Grunddüngung etwa 15 l/m² mit ein. Haben winterliche Witterungsunbilden im Staudengarten Lücken gerissen, sind sie durch Neupflanzungen, z.B. bereits blühende Leberblümchen, auszufüllen. Das nötige Pflanzgut lässt sich durch Teilen starker Exemplare gewinnen. Ein Austausch überzähliger Teilstücke mit Freunden oder Nachbarn gegen im eignen Garten noch fehlende Staudenarten bereichert deren Vielfalt.

Terrasse, Wintergarten, Zimmerpflanzen:
Mit Primel, Stiefmütterchen und Tausendschön gefüllte Balkonkästen beleben mit ihrem frühen Flor Haus, Hof und Garten. Sonne und Thermometer steigen, die Tage werden länger. Deshalb wird nun im Wintergarten rechtzeitig gelüftet, um für optimale Temperaturen zu sorgen. Das Wachstum der Kübelpflanzen im Winterquartier beginnt langsam, doch sicher. Dies beweisen uns Gewürzrinde, Fuchsie, Oleander, Palmlilie, Passionsblume und Zitrusgewächse. Sie passen ihre Entwicklung den Temperaturen sowie der kontinuierlich zunehmenden Tageslänge an. Anders bei den Zimmerpflanzen. Von mehr oder weniger Licht und schwankenden Temperaturen umgeben, beginnen diese vor Zimmerfenstern, an genügend hellen oder auch etwas dunkleren Standorten, zu wachsen und zu blühen. Dabei steigen deren Durst und Hunger. Doch Zimmerpflanzen dürfen wir weder todgießen noch mästen. Sie sind deshalb bedarfsgerecht zu Gießen und zu Düngen. So vertragen z.B. Alpenveilchen keine stauende Nässe im Wurzelballen. Die Zimmerlinde fühlt sich auch im Wintergarten wohl. Sie blüht dort zwischen Januar und März üppig und sicher. Im Kübel kultiviert, optimal mit Dünger und Wasser versorgt, entwickelt sich diese bekannte wie beliebte Zimmerpflanze im großräumigen Wintergarten förmlich zum „Riesen“. Wenn der Platz nicht reicht, gilt es durch für den Standort angemessenen Dünger- und Wassergaben deren Wachstum zu bremsen.

Frage des Monats:
Wann blüht unsere Drehfrucht wieder? Im Sommer des vergangen Jahres erhielten wir eine blühende Drehfrucht geschenkt. Diese Topfpflanze blühte bis Mitte September üppig. Wir möchten nun gern wissen, ob selbige in diesem Jahr uns wieder mit einem lang anhaltenden Flor erfreut. Selbstverständlich! Doch nur bei richtiger Pflege. Streptocarpus-Hybriden (botanischer Name) fühlen sich an einem hellen Platz am Ostfenster wohl. Intensive Sonneneinstrahlung, besonders im Sommer, wird am Standort nicht akzeptiert. Im Verlauf der Wachstumsperiode soll der Wurzelballen gleichmäßig feucht, jedoch niemals nass sein. Während ihrer Wachstumszeit erhält die Pflanze alle 14 Tage eine Flüssigdüngung. Umgetopft wird im Frühjahr. Im Verlauf der warmen Jahreszeit gelten Temperaturen von 18-20°C, im Winter von 12-15°C als optimal. Die Blütezeit reicht von Mai bis Anfang Oktober.

Siegfried Neumann

zurück     oben     drucken

Zum Seitenanfang


Fusszeile

© Verband Wohneigentum Sachsen e.V.

Zum Seitenanfang