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Tipp vom Gartenfachberater im Monat Februar

Unser Landesgartenfachberater Siegfried Neumann gibt Tipps für Siedlerfreunde im Monat Februar:

Obstgarten:

Höchste Zeit in diesen Monat die Schwarzen Johannisbeerenbüsche vor den Johannisbeergallmilben zu schützen. Im Spätherbst begannen sich die ersten Milben in den Blüten- und Blattknospen an den nackten Zweigen zum Überwintern einzufinden. Sie sind ca. 0,2mm lang, weißlich, fast wurmähnlich. Die überwinternden Milben vermehren sich ständig. Im zeitigen Frühjahr können so in einer Galle (rund gewordene Knospe) 25000 bis 30000 oder noch mehr Milben leben. Auf einem Strauch können das dann bis zu 5 Millionen sein. Je nach Region und Lage verlassen sie ihr Winterquartier von Anfang bis Mitte März und beginnen ihre Wanderung. Im Juni legen sie dann ihre Eier an den neuen Knospen ab. Zu Bekämpfung kontrollieren wir nach dem Laubfall im Spätherbst kontinuierlich die Knospen der Johannisbeeren und brechen befallene aus. Sollten ganze Sprosse von Zweigen betroffen sein, schneiden wir diese ab. Die anfallenden Knospen bzw. Sprosse müssen entsorgt werden (z.B. über den Hausmüll). Einfacher scheint es die Gallmilben mit zugelassen PSM (Pflanzenschutzmittel) zu entfernen. Die Anwendung erfolgt am besten nach dem ersten Knospenschwellen. Jedoch wirken die meist Schwefelhaltigen Präparate nur befallsmindernd. Aufgrund der schwierigen Bekämpfung der Gallmilben wählen wir für künftig Neupflanzungen nur gallmilbenresistenten Sorten, wie z.B. "Omega", "Titania" oder "Tenah".

Johannisbeeren Gallmilbenresistente Sorte"Tenah"

Johannisbeeren Gallmilbenresistente Sorte"Tenah" © SN

Hat im Vorjahr die Kräuselkrankheit des Pfirsichs

Kräuselkrankheit des Pfirsichs

Kräuselkrankheit des Pfirsichs © SN

"zugeschlagen", gilt es beim Anschwellen der Knospen ab Anfang des Monats mit PSM (z.B. Duaxo Pilzfrei) rechtzeitig vorzubeugen. Je nach Witterung erfolgt die zweite und dritte Spritzung im Abstand von 8 bis 10 Tagen bei feuchter Witterung Tagestemperaturen von 8°C und mehr. Bei Trockenheit und geringeren Temperaturen kann mit den Folgespritzungen gewartet werden. Die letzte Spritzung sollte direkt nach dem Aufbrechen der Blüten erfolgen. Übrigens, Pfirsichbäume werden erst nach der Pfirsichblüte geschnitten um dabei mögliche Winterschäden in deren Baumkronen zu entfernen. Außerdem haben jetzt auch noch Gelegenheit versäumten Baumschnitt nachzuholen. Hierbei gilt es besonders überalterte Äste mit zu entfernen. Vor Monatsende empfiehlt sich die Grunddüngung auszustreuen und flach in den Boden einzuarbeiten.

Gemüse:

Das im Spätherbst ausgeworfene Frühbeet wird sobald wie möglich zur Jungpflanzenanzucht vorbereitet. Hierzu sind vom Grund aufwärts 30 cm trocknes Falllaub, 30 bis 35 cm frischer Stalldung (möglichst Pferdemist), und 25 cm Anzuchterde einzuwerfen und die Frühbeetfenster aufzulegen. Nach einiger Zeit haben sich die eingeworfenen Substrate etwas gesenkt und erwärmt und die ersten Aussaaten können im Frühbeet erfolgen. Wenn nötig sind zum Schutz der Boden- und Luftwärme im Frühbeet vor kalten Nächten und Tagen rechtzeitig Strohmatten über die Frühbeetfenster aufzulegen. Die aufgelaufenen Sämlinge werden pikiert oder eingetopft, und rechtzeitig als Jungpflanzen im Kleingewächshaus ausgepflanzt. Überrascht uns vor Monatsende eine Schönwetterperiode, wird zu Handgrubber und Harke gegriffen um die ersten Gemüsebeete im Jahr 2017 vorbereitet. Dabei wird der Boden gelockert und Grunddünger mit eingearbeitet. Die Beete und Wege teilen wir bei der Gelegenheit gleich mit ein. Normalerweise haben die eine Breite von 120 cm und je nach Kultur 3 bis 5 Saatreihen. In Gärten mit warmen Lagen können wir Ende des Monats oft schon Frühgemüsearten wie Ackerbohne, Möhre, Rapünzchen,

Rapünzchen

Rapünzchen © SN

Pastinake, Radies, Rettich und Zwiebel aussäen. D.h. wenn zum Beispiel die Gartenfreunde in Meißen oder Pilnitz die ersten Radieschen ernten kann in Landwüst (sächsisches Vogtland) oder Ebersbach (Lausitz) vor einigen Tagen vielleicht mit der Aussaat begonnen werden. Wer im vorigen Spätherbst versäumte die Knoblauchzehen

Knoblauchzehen

Knoblauchzehen © SN

zu stecken, kann es sofort nach dem Verschwinden des Bodenfrosts nachholen. Der Abstand der Reihen für Knoblauch beträgt 25 cm, in der Reihe wird alle 12 bis 15 cm eine Zehe gesteckt. Knoblauch bedarf einer sonnigen warmen Lage auf nahrhaften durchlässigen, lockeren und humusreichen Lehmboden mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,4. Die erste Volldüngergabe arbeiten wir beim flachen Lockern der Beetfläche mit ein. Eine zweite Gabe erfolgt Anfang bis Mitte Mai. Sein Beet wird oft gelockert und unkrautfrei gehalten. Wenn ab Ende Juli das Laub zu vergilben beginnt, ist es Zeit die Zwiebeln aus dem Boden zu heben und an einen trockenen luftigen Ort zu putzen. Danach werden sie bis zum Verbrauch trocken aufbewahrt. Bei der Fruchtfolge beachten wir, dass Knoblauch einer Anbaupause von vier bis fünf Jahren bedarf. Das betrifft nicht nur den Knoblauch selbst, sondern auch alle anderen Allium (Lauch) - Arten. Wer daran denkt, hat auch mit Schaderregern kaum Probleme.

Zierpflanzen:

Wer im vergangenen Spätherbst versäumte die Aussaaten von "Frostkeimern" rechtzeitig in den Boden zu bringen, kann es jetzt nachholen. Diese Samen benötigen Frostschocks von -10 bis -12°C. Die Aussaat der "Nachzügler" erfolgt in einen frostbeständigen Balkonkasten mit funktionierenden Drainage. Bedeckt mit engmaschigen Drahtgeflecht vermögen weder Katzen noch Vögel die Aussaat zu schädigen. Frostkeimer sind u.a. Christrose,

Christrose

Christrose © SN

Enzian, Kaiserkrone, Tränendes Herz, Wetterdistel und Winterling. Die im Frühjahr auflaufenden Sämlinge werden pikiert oder eingetopft. Nach Monatsmitte beginnen Fachmärkte Rhizome des Blumenrohrs (Canna-Indica-Hybriden) anzubieten. Diese sind frostempfindlich und daher in einem geeigneten Raum vorzukultivieren. Hierzu werden vor Monatsende die Rhizome in genügend große, mit handelsüblicher Blumenerde gefüllte Kulturgefäße gepflanzt. Bei 12-16°C Lufttemperatur mäßig feucht gehalten, bedürfen die Pflanzen sobald deren Sprosse aus der Erde "schauen" eines hellen Platzes. Mit fortschreitender Entwicklung steigt der Bedarf an Bodenfeuchte und Luftfeuchtigkeit. Wichtig die heranwachsenden Canna-Indica-Hybriden vor dem Auspflanzen im Garten rechtzeitig durch ständiges Lüften ihres Standtorts abzuhärten. Schauen unterm Falllaub vom letzten Herbst vorsichtig Frühlingsboten wie Schneeglöckchen,

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen © SN

,Krokus

Krokus

Krokus © SN

Leberblümchen, Märzenbecher oder Winterling aus dem Boden, sollten wir das Laub vorsichtig entfernen. Sofern noch nicht geschehen wird der Schnitt sommer- und wintergrüner Hecken nachgeholt. Der Schnitt erfolgt so, dass beide Seiten nach oben hin leicht konisch zulaufen. So sollte bei einer Höhe von 1,20 cm die Breite dicht über dem Boden von 50 cm und am oberen Ende 40 cm betragen.

Terrasse, Wintergarten, Zimmerpflanzen:

Die in ihren Winterquartieren stehenden Kübel- und Terrassenpflanzen wie zum Beispiel Citrus

Citrus

Citrus © SN

bedürfen eine ständige Pflege. Z.B. möchte deren Erde weder zu trocken noch zu feucht, die Raumtemperatur nicht zu kalt oder zu warm, das Licht nicht zu hell oder zu dunkel sein. Auch nicht versäumen wöchentlich einmal gründlich die Pflanzen auf Schädlingsbefall zu untersuchen und ggf. zu bekämpfen. Sollten wir das vergessen, können uns z.B. Blatt-, Schild-, Schmier- oder Wollläuse viel Ärger bereiten.

Phalaenopsis-Hybriden

Phalaenopsis-Hybriden © SN

Die Sonne gewinnt langsam, doch sicher an Kraft, mitunter auch sehr reichlich. Durch zunehmende Tageslängen und stetig steigende Temperaturen werden auch unsere Zierpflanzen im Wintergarten immer durstiger. Jedoch müssen wir mit Gießwasser und Dunggüssen fachgerecht umgehen. Nicht alle Orchideenarten akzeptieren hohe Wärmeschwankungen im Wintergarten.

Phalaenopsis-Hybriden

Phalaenopsis-Hybriden © SN

Die Malaienblume, (Phalaenopsis-Hybriden) welche oft auch im Winter blüht, möchte nachts nur bis auf 15 C° absinken. Sie wächst und blüht am besten an einen hellen, jedoch nicht vollsonnigen Platz am Fenster bei Zimmertemperatur am besten.

Frage des Monats:

Wir möchten unseren Eltern zum 25. Hochzeitstag gern eine blühende Kamelie schenken. Was müssen wir beachten?
Die Kamelie

Kamelie

Kamelie © SN

Kamelie

Kamelie © SN

gehört zu den ältesten Kulturpflanzen Ostasiens. Deren Kultur brachten kurz nach 1800 englische Gärtner nach Europa. Dieser immergrüne Strauch mit seinem glänzenden dunkelgrünen Laub wird in unseren Geschäften von etwa 30 bis 50 cm Höhe verkauft. Die Blütezeit währt je nach Sorte vom Winter bis zum zeitigen Frühjahr. Das Grundrezept für aller Kamelien lautet "Gleichmäßigkeit in allen Dingen wie z.B. Wechsel des Standorts oder der Temperatur, Jeder plötzliche Übergang von feuchter in trockene Luft oder Unregelmäßigkeiten beim Gießen. Bis zum Öffnen der der Knospen ist die Kamelie bei 10-12°C halten. Gegossen werden sollte sie immer mit temperierten und enthärteten Wasser. Gedüngt wird während dem Austrieb bis zum Blühen alle 2 Wochen mit Azaleendünger (1-1,5 g/l Wasser).

Siegfried Neumann

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