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Einen Spielturmbausatz aufbauen

Einen Spielturm aufbauen!

Der Gedanke, einen Spielturm in unserem Garten zu bauen, kam mir eigentlich schon kurz nach der Geburt des „Kleinen“. Im Frühjahr wurde er drei Jahre, Zeit, zur Tat zu schreiten.Es sollte ein Bausatz sein,der den finanziellen Rahmen nicht sprengt. Desweiteren war für mich noch wichtig, wie verankere ich den Turm im Boden? Auf der Internetseite des Herstellers fand ich herzlich wenig darüber. Als Zubehör, dass man extra kaufen muss, werden für den Turm Erdanker zum Eindrehen in den Boden angeboten, das erschien mir aber nicht sicher genug! Deshalb habe ich mich für H-Anker aus dem Baumarkt entschieden, das steigerte allerdings die Kosten, weil die Anker wesentlich teurer sind als die Eindrehanker. Eine weitere Überlegung war, wie schütze ich das Holz vor der Witterung. Das Holz wird vom Hersteller kesseldruckimprägniert geliefert. Aus meiner Erfahrung mit Rankgittern etc. reicht das für einige Jahre, aber der Turm soll mindestens 10 Jahre den Kindern Freude bereiten. Deshalb entschied ich mich, den Turm farbig zu streichen. Eine 0,75 l Büchse Farbe kostet zwar bis zu 15€, die Lebensdauer wird durch den zusätzlichen Farbauftrag aber verlängert. Meine erste Arbeit nach der Anlieferung,

Anlieferung

war das Holz, vor allem die Stirnseiten der Bretter, mit Schleifpapier zu verschleifen.

Sägekanten verschleifen

Die Kinder sollten sich ja später beim Spielen keine Holzsplitter einziehen! Die Bretter und Balken wurden auf Böcken ausgelegt und zuerst mit einer Holzschutzgrundierung behandelt.

Hölzer mit Holzschutzgrund streichen

Nach dem Trocknen der Grundierung ging es an die farbige Gestaltung. Nachdem alles grundiert und farbig gestrichen war, übrigens die zeitaufwändigste Arbeit bei meinem „Spielturmprojekt“, geht es endlich ans Zusammenbauen. Ich wollte, bevor ich die Fundamente für die Bodenanker anlege, den Turm als Schablone fertig haben. Die Balken (9 x 9 cm) haben wir auf Kanthölzer ausgelegt und begannen nach der sehr übersichtlichen Aufbauanleitung des Herstellers, die Einzelteile zusammenzubauen. Zuerst mit Schraubzwingen justieren, nochmal nachmessen, dann die Schrauben zum Einsatz bringen.

Aufbau

So, jetzt habe ich das Grundgerüst des Turmes fertig. Einen Platz im Garten hatten wir uns auch schon ausgesucht (am besten etwas schattig). An Ort und Stelle den Turm aufgestellt und die Pfosten markiert. Mit einem Erdbohrer (im Baumarkt ausgeliehen) werden die Löcher für die Fundamente (ca. 80 cm tief) ausgehoben.

Fundament mit einem Erdbohrer ausheben

Auch habe ich gleich etwas Erde für den späteren Sandkasten(zwischen den Pfosten des Turmes) ausgehoben. Aus Kanthölzern wurde eine Schablone der Pfosten des Turmes gefertigt. Die brauche ich für das exakte justieren der H-Anker in den Bohrlöchern. Als Aufnahme für die Anker und den Beton nehme ich 160 mm HT-Rohr aus dem Baumarkt.

HT Rohre mit Schablone für die H-Anker

Estrichbeton (Baumarkt) anmischen und einen Teil in die Bohrlöcher geben, jetzt die HT-Rohre rein und alles mit der Wasserwaage ausrichten. Die H-Anker rein und mit einem dünnen Kantholz fixieren, damit die Anker nicht ins Rohr rutschen. Die Schablone mit den Abmaßen des Turmes auflegen und weiter mit Estrichbeton bis zum Rand auffüllen. Nicht vergessen, den Beton immer ordentlich verdichten (mit einem Kantholz etc.), um damit die Lufteinschlüsse im Beton so gering wie möglich zu halten.Jetzt braucht der Beton ein paar Tage zum Abbinden (immer feucht halten). Ist der Beton fest, stellt man den Turm in die Anker (das geht nur zu zweit). Spannender Moment, hier zeigt sich, ob man mit der Schablone exakt gearbeitet hat. Glück gehabt, es passt! Jetzt die Pfosten mit den H-Ankern verschrauben. Dabei sollten die Pfosten nicht direkt auf den Ankern stehen, also mit Abstandshaltern etwas Luft lassen. Den Turm mit der Wasserwaage ausrichten und mit Schraubzwingen justieren.Die Löcher für die Zylinderschrauben bohren, Schrauben rein und festziehen. Als nächstes will ich die Fundamente für die Schaukelstützen bohren. Deshalb verschrauben wir den Schaukelbalken mit den Schaukelstützen um zu sehen, wo die Löcher gebohrt werden müssen.Von den Schaukelstützen fertige ich wieder eine Schablone aus Brettern die mir helfen soll, die Bohrlöcher exakt festzulegen. Die Schwierigkeit besteht darin, das die H-Anker im gleichen Winkel wie die Schaukelstützen verlaufen sollen. Löcher markieren, bohren (wieder ca. 80 cm tief). Diesmal habe ich auf die HT-Rohre verzichtet. Beton anmischen, in die Bohrlöcher füllen, verdichten, die Anker einsetzen und mit der Schablone den exakten Winkel festlegen. Wieder einige Tage warten bis der Beton fest ist (feucht halten). Jetzt wird es wieder spannend, passt die Schaukelstütze in die Anker. Naja, fast, mit etwas Druck und den Schraubzwingen passt das schon. Wieder mit Keilen einen kleinen Abstand zu den Ankern einhalten. Löcher bohren und verschrauben. Danach die Schaukelstütze, in die bereits der Schaukelbalken montiert wurde, auf den Turm auflegen. Nicht vergessen, vor dem Zusammenschrauben die Schellen für die Schaukelhalterung auf den Querbalken der Schaukel stecken. Alles in Waage bringen, wieder mit Schraubzwingen arbeiten.Danach wird ein zweiter, kürzerer Balken für eine Strickleiter (Zubehör) auf der anderen Seite des Turmes montiert. So, jetzt stehen Turm und Schaukel, weiter mit dem Dach des Spielturmes. Bretter und Kanthölzer laut Aufbauanleitung verschrauben. Das Dach auf den Turm aufsetzen, in Waage bringen und mit den dafür vorgesehenen Holzschrauben verschrauben. Beim Verschrauben der Bretter empfiehlt es sich, grundsätzlich die Löcher vorzubohren und zur Exaktheit sich die Löcher mit einem Gliedermaßstab zu markieren.

Dach aufbauen

Als nächstes wird die Leiter bzw. die Kletterwand für den Aufstieg auf das Podest des Spielturmes montiert. Hierzu habe ich mir noch zwei Eindrehanker im Baumarkt gekauft. Die Kanthölzer der Leiter an den Turm angelegt, Eindrehposition markiert und die Anker in die Erde eingeschraubt. Das hatte ich mir aber viel leichter vorgestellt, bei jedem kleinen Steinchen im Boden ging es nicht weiter. Mit viel Mühe und Kraftfaufwand habe ich es dann doch geschafft, die Anker zu platzieren. Die Kanthölzer für die Treppe werden mit Wiener Schrauben befestigt. Die Kanthölzer wieder nicht direkt auf die Erde stellen, Luft lassen. Bretter für die Leiter aufschrauben, danach die Kletterseine (Zubehör) aufschrauben. Als nächstes wird es Zeit, die Rutsche anzubauen. Dafür lege ich die Rutsche an den Turm an, markiere die Stelle, wo die Rutsche aufliegt. Hinter der markierten Stelle in Richtung Turm wird eine Einschlaghülse (7x7 cm) in den Boden geschlagen und mit einem Kantholz verschraubt. An diesem Kantholz wird die Rutsche verschraubt, um sie gegen Ausheben zu sichern.So, jetzt die Rutsche oben auf dem Podest auflegen und unten am Kantholz anschrauben. Das sieht doch schon mal wie ein Spielturm aus. Finaler Akt, Bau des Sandkastens. Die Außenbretter des Sandkastens verschraube ich mit den unteren Zylinderschrauben der H-Anker. Mit einer wasserdurchlässigen Matte (gibt's auch im Baumarkt, z.B. zum Abdecken gegen Unkraut) wird der Boden ausgelegt und mit einem Tacker an den Seitenbrettern festgetackert. Danach habe ich noch Kanthölzer und Bretter zum Sitzen an den Seitenbrettern befestigt (alles grundiert und farbig gestrichen). Sand einfüllen und noch einen Deckel aus Brettern und Kanthölzern gebaut. Zubehör, wie ein Lenkrad und ein Fernrohr montieren. Jetzt noch zur Sicherheit der „Kleinen“ alle Schrauben mit speziellen Kappen (Unterteil der Kappen muss gleich beim Montieren angebracht werden) versehen.

FERTIG !!!

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