Lanstrop alt und neu virtuell erkunden

Wir laden Sie ein, besuchen Sie unser Dorf!

Bevor wir mit unserem Spaziergang durch Lanstrop starten, wollen wir einen kleinen Blick in die Geschichte von Lanstrop wagen. Der Ort Lanstrop wird erstmals im 13. Jahrhundert mit den alten Namen Lammerstorpe, Lanstorp oder Lambsdorf erwähnt. Die Schreibweise "Lambsdorf" spiegelt dabei auch den Namen des Uradelsgeschlechts Lambsdorff wider, das im 14. Jahrhundert im späteren Lanstroper Haus Wenge seinen Sitz hatte. Auch unser ehemaliger Wirtschaftsminister, der mit vollem Namen Otto Friedrich Wilhelm Freiherr von der Wenge Graf von Lambsdorff hieß, hat hier seine Wurzeln.

Karte
Die Urflurkarte von 1826/27   © Horst Delkus

Haus Wenge früher
Haus Wenge   © A. Vahlhaus

Das Geschlecht taucht erstmals mit dem Ritter Henricus de Wenge am 29. Juli 1239 urkundlich auf. Heimatforscher übersetzen die ursprünglichen Namen von Lanstrop dabei mit "Das Dorf in der feuchten Niederung" . Im Jahr 1928 wurde Lanstrop in die Großstadt Dortmund eingemeindet.

Beginnen wollen wir den Spaziergang mit einem Blick auf den hochaufragenden Wasserturm,dem "Lanstroper Ei" - das strenggenommen schon auf dem Gebiet unserer Nachbarn aus Grevel steht - ....

Turm
© Joy Regina

...und der in den Jahren 1904/05 von der Firma Klönne errichtet wurde. Er ist ein einzigartiges Industriedenkmal seiner Art und der Fixpunkt für den gesamten Dortmunder Nordosten.

Klönne
August Klönne   © Anneliese Vahlhaus

Wasserturm
Das Lanstroper Ei   © Joy Regina

Bis zum Jahr 1980 versorgte der sogenannte "Barkhausen-Behälter" die Orte Lanstrop, Derne, Mengede, Brambauer und Teile von Lünen mit Wasser. Das "Lanstroper Ei" hat einen Durchmesser von 14 Metern und ist insgesamt 60 Meter hoch. Aktuell setzt sich ein Förderverein dafür ein, dass die dringend notwendige Sanierung des Wasserturms weiter geführt wird. Im letzten Abschnitt muss jetzt noch das Ei instandgesetzt werden.

Förderverein
Der Förderverein stellt bei einer Informationsveranstaltung am Wasserturm die geplante Sanierung vor   © Matthias Hüppe

Wasserturm
Das Sanierungskonzept   © Matthias Hüppe

Der Wasserturm mit seiner prägnanten Form und seiner "hervorgehobenen" Stellung in der Landschaft, hat von jeher Fotografen fasziniert.

Fotografen
Fotografen Ende der 50ziger Jahre auf dem Wasserturm   © U.Ludmann

Hier ein paar Bilder, die der Lanstroper Werner Schmidt freundlicherweise beigesteuert hat.

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

In unmittelbarer Nähe des Wasserturms befindet der sich der Luftschacht "Rote Fuhr", ein Wetterschacht der Schachtanlage der Zeche Preußen II von der Harpener Bergbau AG, der in den Jahren 1925-1927 abgeteuft wurde. Nach der Stilllegung des Bergwerks wurde die Wetteranlage von der Zeche Gneisenau zunächst weiterbetrieben.

Wetterschacht
Von den Personen auf diesem Bild ist nur der Nachtwächter Maiworm aus Lanstrop (rechts unten mit Besen) bekannt.   © Prangemeier

Luftschaft
Errichtung des Luftschachtes 1926/1927. Die Personen auf dem Bild sind nicht bekannt.   © Prangemeier

Luftschacht
© Prangemeier

Geblieben ist nur der Malakow-Turm, der aktuell als alternativer Lernort für Kinder, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, genutzt wird. Er ist mit seinem Grundstück ideal, weil Kinder dort spielend lernen und lernend spielen können.

Luftschacht
Der Malakow-Turm   © Joy Regina

Schon die Römer haben vermutlich schon vor ca. 2000 Jahren die strategisch wichtige Anhöhe als Vorposten für das 12.000 Mann fassende Lager "Aliso" bei Oberaden genutzt. Darauf deutet auch der, für dieses Gebiet noch bis in unsere Zeit gebräuchliche, Flurname "Raumerch" (Römerberg) hin.

Beilstücke aus der Jungsteinzeit, die auf den Feldern rund um den See gefunden wurden, weisen darauf hin, dass dieser Bereich schon 3000 Jahre v.Chr. besiedelt wurde.

Ausblick
© Joy Regina

Ausblick
Blick auf den Lanstroper See   © Joy Regina

Von hier aus hat man einen großartigen Panoramablick über das am Nordhang des "Derner Rückens" gelegene Dorf Lanstrop, über die Lippeniederung und Lünen, bis hin zu den Cappenberger Höhen mit ihrem historischen Schloss, über das Kohlekraftwerk Bergkamen, den Hellweg und den Flughafen, sowie den Florianturm und die Silhouette der Stadt Dortmund.

Lanstrop
Blick über den katholischen Friedhof Richtung Lanstrop   © Werner Schmidt

Die katholische Michaelgemeinde organisierte 2013 zusammen mit dem langjährigen Landschaftspfleger und Vogelkundler Karl-Heinz Kühnapfel einen sogenannten Schnadegang auf die alte Deponiespitze, um bei einem zünftigen Picknick die Aussicht zu genießen.

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© Matthias Hüppe

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Die Pferde in Lanstrop gelten als extrem neugierig   © Matthias Hüppe

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Picknick auf der Spitze der Greveler Alpen   © Matthias Hüppe

Dortmund
Blick Richtung Dortmund mit Florianturm   © Werner Schmidt

Cappenberg
Schloss Cappenberg   © Werner Schmidt

Gneisenau
Blick über den Deponiescheitel Richtung Gneisenaugelände mit Förderturm.   © Werner Schmidt

Ein Blick, der insbesondere in der Silvesternacht viele Menschen auf die Lanstroper Höhe lockt.

Ausblick
© Matthias Hüppe

Blickt man vom Wasserturm nach Nordwesten, so sieht man den Hünenberg (mundartlich "Hin'nbiarch"), ein Waldgebiet und Biotop, dessen Name die Erinnerung an die Besiedlung unseres Ortes in der germanischen Zeit wach hält. Hüne von Huno war der Name eines Führers einer germanischen Hundertschaft.

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Der "Hinnenberg" (im Hintergrund auf der Höhe erkennt man das Dach von Schloß Cappenberg)   © Joy Regina

In den Sagen lebt diese Geschichte weiter und aus Huno wurde ein großer, starker Riese. In grauer Vorzeit rasteten diese Riesen in unserer Gegend, weil in den Holzschuhen der Sand drückte. Die Riesen schütteten die Schuhe aus, und aus dem Sand entstand der "Hinnenberg".

An den Hünenberg grenzt ein "Gebirge", das es vor einigen Jahrzehnten so noch gar nicht gab - Die Deponie Dortmund Nord-Ost. Der begrünte, erschlossene und zugängliche Haldenkörper ist die ehemalige Deponie Grevel, die auch "Greveler Alm" genannt wird. Von den 1960er bis in die frühen 1990er Jahre wurde hier Bauschutt und Hausmüll angehäuft. 1994 übernahm diese Funktion dann die neue Müllhalde nördlich der Tettenbachstraße.

Deponie
Blick auf den Deponiebereich Dortmund Nord-Ost   © Joy Regina

Schacht
Dieser Blick vom Wasserturm Anfang der 60ziger Jahre auf den Luftschacht und die Zeche Gneisenau in Derne ist noch nicht durch die Deponie verstellt.   © U.Ludmann

Bei Grabungen im Umfeld wurden allerdings auch noch ganz andere Abfallstücke gefunden. Diese stammen vermutlich aus der Eisenzeit um 500 - 250 Jahren v.Chr.

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© Sabine Petermann

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© Sabine Petermann

Neben Wander- und Reitwegen befindet sich auf dem zugänglichen Haldenbereich seit kurzer Zeit ein Solarpark. Die Photovoltaikanlage hat eine Größe von ca. 2,8 Hektar. Dies entspricht etwa der Größe von vier Fußballfeldern.

Solarpark
Der eingezäunte Bereich des Solarparks.   © Matthias Hüppe

Am Fuß des Berges erblicken wir dann das Naturschutzgebiet Lanstroper See, als Beispiel, wie sehr der Bergbau eine Landschaft umgestalten und prägen kann. Der See, mit einer Größe von 8 Hektar und einer Tiefe von knapp 5 Metern, entstand Anfang der 1960er Jahre, durch eine Bergsenkung, die den Grundwassespiegel erreichte und somit dafür sorgte, dass dieses Gebiet dauerhaft überflutet wurde.

Hier zwei Ansichten vom Wasserturm, die Ender der 50ziger/Anfang der 60ziger Jahre entstanden sind. Vom See ist noch nichts zu erkennen.

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© U.Ludmann

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Blick über den katholischen Friedhof auf Lanstrop. Die Großsiedlung "Neue Heimat" ist da noch Zukunft.   © U.Ludmann

1963/1964 sind die Felder zum Teil schon nicht mehr nutzbar.

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Blick vom Wasserturm auf den See (1964)   © Pesch

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Die Größe des Sees ist 1964 noch eher gering.   © Pesch

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Schwan auf dem Lanstroper See   © Joy Regina

Auch Neu-Lanstropern, die als Flüchtlinge Schutz in Lanstrop gefunden haben, wird vom Café Angekommen das Naturschutzgebiet ihrer neuen Heimat nähergebracht.
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Die Aufnahme entstand 2016   © Matthias Hüppe

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© Joy Regina

Wie sehr die Bergsenkungen Einfluss auf Lanstrop genommen haben, zeigt dieses ehemalige Haus am Lanstroper See. Es handelt sich um das "berühmte" Haus mit der geraden Tür.
Haus
© Matthias Hüppe

Das Naturschutzgebiet ist heute ein wichtiger Lebensraum für viele Vogel- und Amphibienarten und über einen Wanderweg mit Informationstafeln erschlossen. Zur Artenvielfalt in diesem Bereich tragen auch die neu angelegten Streuobstwiesen bei. Eine mehrjährige Zählung und Registrierung der Vögelpopulation am See ergab, dass sich ca. 170 verschiedene Arten hier wohl fühlen.

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Wanderweg am See   © Joy Regina

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Streuobstwiesen am Lanstroper See   © Joy Regina

Solche Bilder sind in den letzten Jahren seltener geworden, da in unseren Breitengraden nur noch selten ein echter Winter mit Dauerfrost herrscht.

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See im Winter   © Matthias Hüppe

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Winterfreuden auf dem zugefrorenen See   © Schaper, RN

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© Ruhr Nachrichten

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© Matthias Hüppe

Bevor wir über die Lanstroper Straße jetzt den eigentlichen Ort erreichen, sehen wir auf der rechten Seite, in mitten der Felder, den Friedhof der katholischen St. Michael Gemeinde...

Friedhof
© Werner Schmidt

Friedhof
© Werner Schmidt

Als Mahnung an künftige Generationen stehen die Gräber von Lanstroper Bombenopfern des 2. Weltkrieges unter besonderem Schutz.

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Inschrift: Durch Feindeinwirkung gestorben 1944   © Matthias Hüppe

Friedhof
Katholischer Friedhof im Winter   © Matthias Hüppe

...und auf der linken Seite das Tor zu den Gärten des Gartenvereins "Auf der Lauke". Der Verein wurde 1963 gegründet und verfügt über 90 Gärten, ein Vereinsheim mit Gastronomie, einen Imker und einen Spielplatz.

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Auf diesem Kornfeld wurde die Gartenanlage errichtet.   © Pesch

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© Archiv Dr. Gaertner

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Eingang zur Gartenanlage von der Lanstroper Straße   © Matthias Hüppe

In früheren Jahren hatte der Verein sogar eine eigene Fanfarengruppe,

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© Ruhr Nachrichten

Lauke
© Werner Schmidt

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Gartenanlage auf der Lauke   © Joy Regina

Lauke
© Prangemeier

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Vereinsheim mit Gastronomie und Spielplatz   © Matthias Hüppe

Fast unbemerkt überqueren wir dabei noch den Flachsbach, dessen Trasse unterhalb der Roten Fuhr beginnt. Er unterquert die Lanstroper Straße, verläuft am Rand der Gartenanlage parallel zum Friedrichshagen und mündet in den Adener Bach östlich der Horstmarer Straße.

Eine Quelle im ursprünglichen Sinne ist nicht mehr erkennbar. Demzufolge ist ein ständiger Wasserfluss eher die Ausnahme. Gerade in den Sommermonaten ist das Gewässer durchaus auch über längere Zeiträume trocken.

Flachsbach
Der Flachsbach nach seiner Unterquerung der Lanstroper Straße.   © RN

Eingang
© Werner Schmidt

Am Ortseingang, gegenüber der Tankstelle, befindet sich das ehemalige Schwesternhaus. Viele Lanstroper verbinden diesen Ort mit gemeinsamen Bastel- und Werkkursen bei den Schwestern.

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© Matthias Hüppe

Schwestern
Pastor Wiesner mit den Schwestern des Ordens der heiligen Maria Magdalena Postel.   © Werner Schmidt

Der Kirchenvorstand der katholischen St. Michael hatte sich entschieden, das ehemalige Schwesternhaus, das nach dem Weggang der Schwestern aus Lanstrop seine Funktion verloren hatte, an die St. Vincenz Jugendhilfe zu veräußern. Nachdem die Planungen zur Nutzung nicht realisiert werden konnten, wurde das Haus renoviert und ist jetzt in privater Nutzung.

Schwesternhaus
Das ehemalige Schwesternhaus wird heute privat genutzt.   © RN

Direkt an die Gartenanlage "Auf der Lauke" grenzt der Wenge-Park mit der einzigartigen Wasserburg Haus Wenge. Die ursprüngliche Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert von Goswin und Johann von der Wenge erbaut. Dieser Rittersitz ist der Ursprungsort des Uradelsgeschlechts der Herren und späteren Freiherren von der Wenge. Von der Gesamtanlage ist nur noch das Haupthaus erhalten.

Eine frühe schriftliche Erwähnung ist die Belehnung an Johann von Lanstrop durch den Herrn von Volmarstein etwa ab 1351. Wie Untersuchungen ergeben haben, steht der gotische Bau im feuchten Grund auf einer großen Menge jeweils etwa 1,25 m starken Eichenstämmen. Sie sollen zur Zeit Karls des Großen gewachsen sein

Wenge
© Prangemeier

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© Anneliese Vahlhaus

Die beiden folgenden Bilder sind Anfang der 60ziger Jahre entstanden und weisen noch Teile der Außenanlage auf.

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© U.Ludmann

Wenge
© U.Ludmann

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Übersichtplan der ehemaligen Anlage. Die Schafstallstraße im Plan wurde später die Alekestraße.   © A. Vahlhaus

Der Schafstall des Gutes Wenge an der Schafstallstraße (heute Alekestraße) wurde 1800 erbaut und lag auf der rechten Seite in Höhe der heutigen Eigenheime. Daneben befand sich der Schafstallteich. Namesgeber für die Alekestraße war Aleke van der Hove. Er und sein Bruder Hilleke verkauften 1373 Goswin und Johann von der Wenge den Hof "tho Lamestrope.
Schafstall
© A. Vahlhaus

Wenge
Auf diesem alten Bild erkennt man neben dem eigentlichen Haupthaus noch weitere Gebäude.   © Werner Schmidt

Haus Wenge ist das einzige im Raum Dortmund erhaltene Adelshaus des 16. Jahrhunderts mit gotischen Formen und das älteste Backsteingebäude der Stadt. Das zweigeschossige Herrenhaus mit dem Staffelgiebel in Backstein und den Steinkreuzfenstern entstand im 16. Jahrhundert und zeigt noch die typisch gotischen Formen mit dem Giebel als Himmelstreppe.

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Treppenaufgang   © A. Vahlhaus

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© A. Vahlhaus

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© A. Vahlhaus

Kappelle
© Horst Delkus

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© A. Vahlhaus

Diese äußeren Formen blieben auch beibehalten, als das Haus nach der Zerstörung durch spanische Truppen im Spanisch-Niederländischen Krieg im Jahre 1598 wieder aufgebaut wurde. Die Raumaufteilung im Erdgeschoss erfolgte nach französischem Vorbild.

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© Joy Regina

Wenge
Wie gehts zukünftig weiter mit Haus Wenge? Ob wohl ein Blick in die Glaskugel hilft?   © Joy Regina

Das wir heute das Haupthaus noch bewundern dürfen, hat Haus Wenge seiner Dachkonstruktion zu verdanken. Das 25 Meter lange und 14,5 Meter breite, freitragende Sparrendach wurde ohne Stützen und Pfetten konstruiert und ausschließlich durch Holznägeln zusammengehalten. Damit ist das Haus in dieser Form einzigartig in ganz Nordrhein-Westfalen.

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© Werner Gollnick

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© Werner Gollnick

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© Werner Gollnick

Aktuell (Stand Februar 2022) laufen die Planungen zur Nutzung des Hauses als Bürgerhaus. Dazu haben Lanstroper Bürger den Verein Haus Wenge Lanstrop e. V. gegründet. Mit Hilfe der Bezirksvertretung ist das Haus seit 2021 in den Abendstunden stimmungsvoll beleuchtet.

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Haus Wenge am Abend   © Matthias Hüppe

Während des "Tag des offenen Denkmals 2018" konnte man schon einmal erahnen, wie das alte Kaminzimmer zum Ambiente-Trauzimmer werden könnte.

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© Matthias Hüppe

Wer sich noch intensiver mit der Geschichte des Hauses befassen will, dem sei das Buch Haus Wenge in Lanstrop - Erzählte Geschichte ans Herz gelegt. Die Autorin Manuela Wenz hat es zusammen mit dem Stadtbezirksmarketing herausgebracht. Die vielen Interviews mit Zeitzeugen beleuchten dabei insbesondere die Jahre 1930 - 1960.

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© Stadtbezirksmarketing e. V.

Der Wengepark bildet ein wenig die Grenze zwischen dem alten Dorf und der Großsiedlung Lanstrop, die in den 60er Jahren errichtet wurde. Hier fanden über viele Jahre u.a.legendäre Open-Air-Konzerte oder auch Ritterspiele (2003) statt. Der Park wurde 1966 feierlich eingeweiht und der Bevölkerung übergeben.

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© Ruhr Nachrichten

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© Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe
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© Matthias Hüppe

Verschneites Haus Wenge
© Matthias Hüppe

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Aufnahme Februar 2022   © Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

Boulebahn
Renovierung der Boulebahn im Wenge-Park   © Matthias Hüppe

Im alten Dorf findet man noch Flächen zwischen Bauernhöfen, früheren Gärten, Obsthöfen und kleinen "Kämpen", die häufig jedoch heute mit Privathäusern bebaut wurden.

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Hof Wienke am Schulte-Lanstrop Kamp   © K.-H. Wienke

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© Joy Regina

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© Matthias Hüppe

An der Einfahrt zum Hof Wienke befand sich über viele Jahre ein riesiger Stein, den vermutlich die Eiszeit nach Lanstrop gebracht hat. Erst bei der Instandsetzung der Kurler Straße wurde der Stein an der Kurler Straße 278 abgelegt. Die Sage sagt dazu, dass der Stein einst als Spielball der Töchter des Riesen, der im Hienberg lebte, genutzt wurde.

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© A. Vahlhaus

Oberhalb des Wienke-Hofes entstand an der Kurler Straße ein Neubaugebiet, dass in Anlehnung an die historischen Besitzverhältnisse "Schulte-Lanstrop-Kamp" genannt wurde. Der ursprüngliche Hof der Familie Wienke befand sich an der Lanstroper Straße und fiel einem Brand zum Opfer. Übrig blieb nur das Backhaus, dass heute als privates Wohnhaus dient.

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© Matthias Hüppe

Bild von der Erschließung des Neubaugebietes.

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© Matthias Hüppe

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Neubaugebiet Schulte-Lanstrop-Kamp   © Joy Regina

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© Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

Der alte Schafstall in der Michaelstraße. Wahrscheinlich das älteste Haus in Lanstrop. Die alten Fachwerkhäuser wurden für die Beschäftigten des Rittergutes Wenge errichtet. Das älteste Gebäude wurde um 1600 errichtet.

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© A. Vahlhaus

Auch hinter der Michaelstraße hat sich ein Bergsenkungssee gebildet, der heute als Feuchtbiotop dient. Auf einem Kalenderblatt der Sparkasse von 1973 wird dieser See von 3 mutigen kleinen Seemännern in einer alten Zinkbadewanne befahren.

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Von links Klaus Grundmann, Norbert Schmale und Michael Schmale   © Klaus Grundmann

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© Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

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Das Blumenhaus Schäckermann in der "Kattenkuhle"   © Matthias Hüppe

Das Ende der Michaelstraße bildet das Eckhaus der Familie des Schneidermeisters Heinrich Ostermann. Es wurde als Wohnhaus und Schneiderei und später als Schreibwarengeschäft und Lottoannahme genutzt.

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© Matthias Hüppe

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© Meinolf Schwering

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Heinrich Ostermann mit Gattin und 8 Kindern   © Meinolf Schwering

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Heinrich Ostermann mit Sohn und Angestellten   © Meinolf Schwering

Noch immer erlebt man in Lanstrop auch Landwirtschaft, deren Ursprung zurückreicht bis in die Zeit der großen Rodeperiode zwischen 400 und 800 n. Chr. Schriftliche Daten gibt es aber erst seit dem 13. Jahrhundert.

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Hof Lüning, Merkurstraße   © Werner Schmidt

Hof
Der ehemalige Hof Lüning in der Merkurstraße wurde mittlerweile abgebrochen   © Joy Regina

Lüning
Hof Lüning 1964   © Pesch

Vom ehemaligen Hof Lüning führt die Bremsstraße oder im Volksmund der "Kusemannsknapp" hinunter Richtung Kirche. Die nächsten Bilder zeigen, wie sich dieser Straßenabschnitt und die Häuser im Laufe der Zeit verändert haben.

Bremstraße 54
Bremsstraße 54   © Werner Schmidt

Das Fachwerkhaus im Hintergrund des folgenden Bildes, an der Kreuzung Bremsstraße und Lanstroperstraße, gehörte zum Hof Menningmann, der bereits 1412 urkundlich erwähnt wurde. Das Haupthaus wurde ca. 1923 abgerissen und auf den Grundmauern ein neues Wohnhaus errichtet. Das Fachwerkhaus war die ursprüngliche Scheune des Hofes, die zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Diese Gebäude wurde später abgetragen, da eine Renovierung nicht mehr möglich war.

Bremstraße 54
© Werner Schmidt

Bremstraße 54
© Werner Schmidt

Bremstraße 54
Die Bremstraße im Jahr 2017   © Joy Regina

Wortberg
Hof Wortberg 1964. Das Wohnhaus wurde von Heinrich Rautert im Jahre 1899 nach eigenem Bauplan errichtet.   © Pesch

Wortberg
Hof Wortberg Merkurstraße/Lanstroper Straße   © Werner Schmidt

Blick vom Hof Wortberg zum Ortsausgang Richtung Grevel an der Lanstrop Straße Anfang der 60ziger Jahre.

Wortberg 2
© U.Ludmann

Hof
Hof Schäckermann Lanstroper Straße. Erbaut 1883. Das ehemalige Stallgebäude enthält heute Wohnungen.   © Joy Regina

Schäckermann
Hof Schäckermann, Wirtschaftsgebäude   © Heick

Hof Schäckermann und dahinter der Hof Grundmann in der heutigen Zeit.
© Matthias Hüppe

Grundmann
Hof Grundmann, Lanstroper Straße   © Pesch

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Von der anderen Seite: Hof Grundmann und dahinter der Hof Schäckermann   © Matthias Hüppe

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Der Hof Berle   © Matthias Hüppe

Die folgenden Bilder sind auch Anfang der 60ziger Jahre entstanden. Sie zeigen den Bergmannsknapp mit dem Hof Bergmann. Am linken Bildrand entstanden 1972 die Häuser am "Wynekenweg". Der Name "Wyneken" - später "Wienke" - ist in Lanstrop seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Bergmannsknapp
© U.Ludmann

Wynekenweg
Der Wynekenweg. Im Hintergrund der Hof Bergmann   © Linz

Genau gegenüber des Wynekenwegs befand sich der "Tante-Emma-Laden" der Familie Hollmann, ab 1943 Schmidt.
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© Anneliese Vahlhaus

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© U.Ludmann

Bergmannsknapp
© U.Ludmann

Der Hof Bergmann zur heutigen Zeit.

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Hof Bergmann am Bergmannknapp   © Werner Schmidt

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Hof Hiddemann. Anfang der 60ziger Jahre.   © U.Ludmann

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Hof Hiddemann, Merkurstraße   © Matthias Hüppe

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Hof Hiddemann mit Backhaus 1964   © Pesch

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Hof Hiddemann, Aufnahme 03_2022   © Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

Hof Folle an der Wasserfuhr / Kippstraße. Hier können Stadtkinder erleben, dass Kühe gar nicht lila sind.

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© Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

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© A. Vahlhaus

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Der Hof Grundmann an der Steinhofstraße   © Matthias Hüppe

Wer mag, kann heute in der Adventszeit seinen Weihnachtsbaum auf dem Hof Grundmann schlagen. Frischer geht es nicht!

Grundmann
© Matthias Hüppe

Hier ein paar Beispiele für Gewerbebetriebe im "alten Dorf".

Schmiede
Die Schmiede Pöller an der Lanstroper Straße. Pöller siedelte sich um 1720 als einziger Brinksitzer im Dorfe an. Das Grundstück erhielt er vom Rittergut Wenge.   © Pesch

Schäcki
Die Schmiede Pöller mit dem Schornstein. Gegenüber der Hof Schäckermann und die Häuser der Michaelstraße (Kattenkuhle).   © A. Vahlhaus

Scmiede
Aktuelles Bild der alten Schmiede   © J. Schinkelwitz

Die Bäckerei König/Hartig an der Kreuzung Wasserfuhr/Bremsstraße versorgte die Lanstroper über mehrere Generationen mit Brötchen und legendärem Kuchen.

Hartig
© Prangemeier

Bäckerei Hartig
Das Gebäude der Bäckerei in der heutigen Zeit. Vorne rechts war der Verkaufsraum, die Backstuben befanden sich im hinteren Anbau.   © Joy Regina

Hier ein Beispiel für eine der Schreinereien in Lanstrop - Die Schreinerei Weber an der Kurler Straße. Weitere Schreinereibetriebe befanden sich an der Wasserfuhr.

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© Pesch

Die Schmiede Goeke an der Steinhoftraße.

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© Werner Schmidt

Die Schmiede zog in den Bereich, in dem sich heute ein Betrieb für Fenster und Haustüren aus Aluminium-Profilen befindet. Die ehemalige alte Schmiede dient heute als Wohnhaus mit einer Fahrschule und einem Friseur.

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Aktuelle Ansicht der früheren Schmiede.   © Matthias Hüppe

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Die Gebäude wurden in der Geschichte als Schmiede, als Haushaltswarengeschäft, sowie als Nissan-Vertretung genutzt.   © Matthias Hüppe

Am Kreuzungsbereich Wasserfuhr/Bremsstraße befand sich eine weitere Lanstroper Besonderheit. Das Dortmunder Denkmal des Monats April 2012. Im Gegensatz zum Münsterland findet man auf dem Dortmunder Stadtgebiet nur sehr selten historische Wegekreuze. Der früh zum evangelischen Glauben konvertierten Stadtbevölkerung war diese Art der Frömmigkeit eher fremd.

Es heißt, das Lanstroper Kreuz sei um 1870 von den Besitzern des Hauses Wenge gestiftet worden. Das Grundstück, fast an der höchsten Stelle des Ortes gelegen, war ein Geschenk des Hofes Schäckermann.

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Wegekreuz mit "Eingangstor" 1964   © Pesch

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Kreuzwegstation 2005 während des Weltjugendtags in Deutschland mit Jugendlichen aus Italien und Polen.   © Matthias Hüppe

Ursprünglich handelte es sich offenbar um ein Holzkreuz, das einer Inschrift auf der Rückseite des Sockels zufolge 1917 durch einen Sturm vernichtet worden war. Seit 1919 wurde die Christusfigur aus dem 19. Jahrhundert durch ein stabiles Steinkreuz getragen. Im Februar 2022 wurde das Kreuz erneut durch einen Sturm umgeworfen und zerbrach. Es ist zu hoffen, dass auch zukünftig wieder ein Kreuz an dieser markanten Stelle errichtet wird,

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Das umgeworfene Kreuz nach dem Sturm vom 18.02.2022   © Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

Auf dem verbliebenen Sockel befindet sich die Innschrift:" STAT CRUX DUM VOLVITUR ORBIS". Hierbei handelt es sich um den Wahlspruch des Kartäuser-Ordens, der besagt: Das Kreuz steht fest, während die Welt sich dreht.

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© Michael DerMigo

Das Bild aus den 60ziger Jahren zeigt den Kreuzungsbereich Wasserfuhr/Bremsstraße mit dem Wegekreuz rechts und der Bäckerei König/Hartig auf der linken Seite.

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© U.Ludmann

Aus der Familie König/Hartig stammt auch der Schauspieler Günter König (1926 - 1998), der 1981 als Jens Braske der erste Kapitän des Traumschiffs im ZDF wurde.

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Günter König in seiner Rolle als Traumschiffkapitän   © ZDF

Auch der Löschzug 26 der Freiwilligen Feuerwehr Lanstrop hat im alten Dorf, in der Merkurstraße, seine Heimat gefunden. Der Löschzug ist in demselben Feuerwehrhaus untergebracht, das im Jahr 1962 von der Feuerwache 6 in einem ehemaligen Gemeindehaus bezogen wurde.

Der Löschzug bildet eine First-Responder Einheit, sowie eine Jugendfeuerwehr. Die Neugründung erfolgte am 30.05.1987.

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© Joy Regina

Feuerwehr
Das Symbol der Jugendfeuerwehr.   © Werner Schmidt

Das ehemalige Gemeindehaus stammt aus dem Jahr 1911 und verfügte früher über einen Raum für die Feuerspritze, sowie eine Arrestzelle mit vergitterten Fenstern.

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Das alte Gemeindehaus   © A. Vahlhaus

Feuerwehr
Lanstroper Feuerwehr, 1925   © A. Vahlhaus

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"Helft Brände verhüten und bekämpfen" - Werbemaßnahme der Feuerwehr Anfang der 60ziger Jahre in der Siedlung.   © Rita Rojo

Feuerwehr
© Prangemeier

Völlig verschwunden ist hingegen die alte Ringofen-Ziegelei, die sich hinter dem Hof Koch in der Roten Fuhr befand.

Hof Koch
Hof Koch, Rote Fuhr   © Joy Regina

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Pferde haben auf vielen Lanstroper Weiden die Kühe, die früher dort grasten, abgelöst.   © Matthias Hüppe

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Tour mit einem Oldtimer-Traktor durch die Rote Fuhr. Auf der linken Seite befand sich die Ziegelei.   © Matthias Hüppe

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Die Ringofenziegelei Griethe (vormals Lahr)   © Pesch

Ziegelei
An der Basis der Zigeleigrube wurde blaugrauer, zerklüfteter Emscher-Mergel abgebaut (dunklere Schicht). Darüber lag die Grundmoräne bis zur Abtreppung. Diese Schicht war mit Lößlehm überdeckt.   © Pesch

Blick auf das Ziegeleigelände vom Wasserturm. Auch diese Bild ist Anfang der 60ziger Jahre entstanden.

Ziegelei
© U.Ludmann

Wer kennt sie nicht, die "Vorstadtkrokodile" oder Romane wie "Stellenweise Glatteis" und "Flächenbrand"? Der vielfach ausgezeichnete Autor von Kinderbüchern und Literatur aus der Arbeitswelt, Max von der Grün (1926-2005), lebte viele Jahre ebenfalls im alten Lanstroper Dorf.
Krokodile
© Verlage

Und wer seine Bücher genau liest, wird immer wieder auch die Parallelen zu seinem Wohnort feststellen können. Ob ihn dieser Blick aus seinem Arbeitszimmer zum folgenden Einstieg in sein Buch "Die Lawine" inspiriert hat? "Die Lawine kommt sie ins Rollen, ist sie nicht mehr zu stoppen. Als der Fotograf Edmund Wolff frühmorgens von seiner Terrasse aus, auf den nahe gelegenen Kirchturm blickt, traut er seinen Augen nicht: Im offenen Fenster hängt ein Mann, sein Schwager Heinrich Böhmer."

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© Matthias Hüppe

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© Presse

Das Zentrum des alten Dorfes bildet die katholische Kirche St. Michael. Hier der Blick auf die Kirche Anfang der 60ziger Jahre. Vor der Kirche biegt die Alekestraße von der Lanstroper Straße ab.

Kirche
© U.Ludmann

Die Michaelkirche ist eine dreischiffige neuromanische Stufenhalle mit einem zur Ostseite gerichteten Seitenturm und einer zur Westseite anschließenden Kapelle mit halbrunder Apsis.

Kirche
Die katholische Kirche. Links das alte Pfarrhaus   © Werner Schmidt

Kirche
Blick vom Feuchtbiotop Kornmühlenweg Richtung Kirche.   © Werner Schmidt

Kirchplatz
Kirchplatz mit Rundsitzbank 1964   © Pesch

Kirche
© Joy Regina

Kirche
Innenansicht   © Presse

Das überragende Langhaus wird von abgestuften Seitenschiffen flankiert, die vor der Chorapsis enden. Den Abschluss der Kirche bildet eine nach Norden gerichtete halbrunde Chorapsis, an der sich der Sakristeianbau anschließt. Die aus gebrannten Ziegeln errichteten Langhausmauern sind durch Strebepfeiler und Rundbogenfenster gegliedert.

Am 6. Oktober 1912 erfolgte die Grundsteinlegung. Nach nur einjähriger Bauzeit war die Kirche vollendet und am 28. September 1913 erfolgte die Einweihung.

Kirche
© Werner Schmidt

Vorher nutze die Gemeinde einen Betsaal in der Gaststätte Brockhaus.
Kirche
Betsaal der Gemeinde im Jahr 1898.   © Werner Schmidt

Komplettiert wird der Kirchenbereich durch das Pfarrhaus, den katholischen Kindergarten und das Pfarrheim in der Steinhofstraße.

Kirche
Blick über den Kindergarten zur Kirche   © Matthias Hüppe

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Kindergartenfest 1992   © Matthias Hüppe

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Auftritt der Eltern 1995 als Schneewittchen und die 6 "Zwerge"   © Ruhr Nachrichten

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Das Pfarrheim in der Steinhofstraße.   © Werner Schmidt

Besonders stolz ist die Gemeinde auf ein original Gemälde eines der bekanntesten religiösen Maler unserer Zeit - Sieger Köder, das der Künstler für die Lanstroper Gemeinde anfertigte. Dieses Gemälde des "Deutschen Marc Chagall" ist ein einzigartiges Exponat im Erzbistum Paderborn und in der Region.

Es stellt Maria von Magdala am Grab Jesu am Ostermorgen dar. Umgefallene Fördertürme im Hintergrund symbolisieren das Zechensterben im Ruhrgebiet.

S. Köder
Ostermorgen am Grab Jesu   © Matthias Hüppe

Kirche
Pfarrer Rupert Wiesner im Gespräch mit dem Künstler.   © Werner Schmidt

Anziehungspunkt für Kinder und Familien in der Weihnachtszeit - Eine sogenannte Höhlenkrippe, die von der Künstlerin Ulrike Weidemann erschaffen wurde.

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© Werner Schmidt

Für weitergehende Informationen zur Geschichte der Gemeinde und der Kirche empfehlen wir die anliegende Festschrift "100 Jahre Pfarrkirche St. Michael 1913 - 2013".

Kirche
Pfarrer Wiesner vor der Stele, die zum Kirchenjubiläum errichtet wurde.   © Werner Schmidt

Ein Höhepunkt des Festjahres 2013 war eine zehntägige Rundreise von Gemeindemitgliedern durch Israel.

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Die Gemeindemitglieder an der großen Menora vor der Knesset.   © Matthias Hüppe

KAB
© Prangemeier

Mit der Pensionierung von Pfarrer Rupert Wiesner endete die Zeit, in der in Lanstrop ein fester Pfarrer seinen Wohnsitz hatte.

Pfarrer
© Prangemeier

Eine besondere Erwähnung gilt an dieser Stelle Pfarrer Konstantin Kolanczyk, der seine Gemeinde durch die schweren Kriegsjahre führen musste. Seine starke Haltung gegen das Nazi-Regime und die Verlesung der Predigten des Münsteraner Kardinals von Galen führten zu vielen Verhaftungen und persönlichen Repressalien.

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Pastor Konstantin Kolanczyk   © Schwering

Kirche
© Werner Schmidt

Direkt neben der Kirche steht das Denkmal von Professor Kalesch aus Dortmund für die Toten des 1. Weltkrieges mit seiner außergewöhnlich erschütternden Darstellung menschlicher Trauer und Ohnmacht.

Denkmal
© Joy Regina

Es wurde auf Vorschlag des Krieger- und Landwehrvereins am 24.06.1923 eingeweiht. Ein Krieger ergibt sich mit gehobener Hand und zerbrochenem Schwert.

Verein
Die Veteranen des Krieger- und Landwehrvereins Lanstrop 1896. Von den Personen sind noch Bernhard Weber und Herr Budde bekannt.   © Prangemeier

3 Tage im Herbst verwandelt sich der Kirchplatz der Gemeinde zum Treffpunkt von Groß und Klein. Die vielen Angebote des Martinsmarktes und das musikalische Rahmenprogramm sind in dieser Form einmalig im Stadtbezirk und locken in jedem Jahr auch viele Menschen aus den umliegenden Orten nach Lanstrop.

Die verwendeten Holzhütten wurden 2003 unter der Regie von Zimmermeister Paul Koch auf dem Hof Wienke gebaut.

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© Matthias Hüppe

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© Ruhr Nachrichten

Martinsmarkt
© RN

Martinsmarkt
© RN

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Die beliebte "Kindergartenschwester" Ancilla Regina bringt Nachschub für die Wurstbrote. Schwester Ancilla war über 40 Jahre in Lanstrop tätig.   © Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

Nach dem Martinsmarkt folgt im Jahr auch schon bald die Adventszeit. Seit vielen Jahren führt der begehbare Adventkalender die Menschen an jedem Abend vor ein anderes geschmücktes Fenster im Ort zusammen.
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© Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

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Ein Höhepunkt ist natürlich der Besuch des heiligen Nikolaus am 06. Dezember(2006 am alten Forsthaus)   © Matthias Hüppe

Schräg gegenüber dem Kirchplatz befindet sich das erste Schulgebäude. Nach einer Überbrückungszeit im Saal der Gastwirtschaft Schnier (später Brockhaus),
begann dort nach den Herbstferien 1862 für die katholischen Kinder der Unterricht unter dem Lehrer Franz Adams.

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© Horst Delkus

Die Gaststätte Brockhaus (gegenüber die "Alte Post") an der Kreuzung Lanstroper Straße/Bremsstraße (Anfang der 60ziger Jahre).

Brockhaus
© U.Ludmann

Lehrer Adams war bis 1907 Lehrer in Lanstrop. Das Bild zeigt ihn mit seiner Frau, seiner Tochter, sowie seinem Schwiegersohn. Seiner Schulchronik verdanken einen tiefen Einblick an das dörfliche Leben in diesen Jahren.

Adams
© Prangemeier

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© Vanessa Löbbert

Die erste feste Schule an der Michaelstraße. Der bekannten Dortmunder Bildhauerin Liesel Bellmann dienten die Räumlichkeiten viele Jahre als Wohnraum und Atelier.

Schule
Das erste Schulgebäude 1964   © Pesch

Schule
© Joy Regina

Bellmann
Liesel Bellmann   © A. Vahlhaus

Bellmann
Von Liesel Bellmann geschaffenes Hofkreuz auf dem Hof Schulze-Berge in Süd-Kamen   © A. Vahlhaus

Aufgrund gestiegener Schülerzahlen wurde 1902 eine zweite Schule an der Lanstroper Straße erbaut. Diese Schule wurde wegen erheblicher Bergschäden 1969 abgerissen.

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Die Von-der-Wenge-Schule 1964   © Pesch

Schule
© A. Vahlhaus

Die evangelischen Kinder mussten bis 1901 zum Unterricht nach Methler. Später wurden Sie ebenfalls in der Gastwirtschaft Schnier und in einem Schulgebäude in der Kippstraße unterrichtet. Dieses Gebäude wurde im März 1945 durch eine Bombe zerstört. Anfang 1938 erfolgte die Zusammenlegung der Schulen zu einer Gemeinschaftsschule, die nach den Brukterern benannt wurde - einem germanischen Volksstamm, der in der hiesigen Gegend ansässig war.

Jenseits der Schafstallstraße beginnt das "neue" Lanstrop. Mit der Grundsteinlegung für die Großsiedlung "Neue Heimat" am 09.03.1960 veränderte sich Lanstrop massiv. In nur 3 Jahren wurde die Siedlung mit ca. 1400 Wohnungen aus dem Boden gestampft.

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© Matthias Hüppe

Wenge
Die neue Siedlung (vorne der Wenge-Park mit Haus Wenge)   © Horst Delkus

Übersicht
© Pesch

Siedlung
© A. Vahlhaus

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© Matthias Hüppe

Ladenzeile
Die Errichtung der Ladenzeile in der Färberstraße   © Pesch

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© Pesch

Siedlung
© Pesch

Schafstallstraße
Reiheneigenheime bilden die Grenze der Siedlung an der Schafstallstraße.   © Pesch

An der Peripherie der Siedlung errichtete die Deutsche Bauernsiedlung GmbH landwirtschaftliche Nebenerwerbsstellen für heimatvertriebene Bauern und Landwirte. Zu diesen gehörte eine landwirtschaftliche Nutzfläche.

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Blick vom Friedrichshagen auf die Nebenerwerbsstellen.   © Pesch

Die noch junge Siedlung wurde in Wahlkampfzeiten auch vom späteren Bundeskanzler Willy Brandt besucht, der in einem offenen Wagen durch die Siedlung gefahren wurde.
Willy
© H.W. Rixe

Karte
Ansichtskarte   © Facebookgruppe Lanstrop

Die mit einem Schlag angestiegene Bevölkerungszahl brachte auch große Veränderungen für den beliebten Arzt Doktor Wolfgang Gaertner mit sich, der nun plötzlich sehr viel mehr Patienten zu versorgen hatte. Versuche, einen weiteren Mediziner nach Lanstrop zu holen, scheiterten zunächst. Der SPIEGEL schrieb 1966 von Lanstrop als einem Schützengraben der Medizin, führte doch der Anstieg von 2000 auf 7500 Bewohner nicht selten zu 17-18 Stundentage für den einzigen Arzt im Ort.

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Wohnhaus mit Praxisräumen von Dr. Gaertner. Heute Praxis Dr. Gödde.   © Matthias Hüppe

Obwohl Dr. Gaertner schon lange Zeit nicht mehr im Ort lebte, waren viele Lanstroper*innen betroffen, als sie 2020 die Nachricht vom Tod des "Arztes mit dem Hütchen" erhielten. Sie trauerten nicht nur um den Arzt, sondern auch um den engagierten Menschen, der 1973 Mitbegründer der Pfarr-Caritas in Lanstrop war. Einen Ausgleich zum stressigen Alltag fand Wolfgang Gaertner in der Malerei. Die Familie überließ der Lanstroper Gemeinde einige Bilder, die in dieser Zeit entstanden. Sie sollen im katholischen Pfarrheim und nach Möglichkeit auch im Haus Wenge eine neue Heimat finden.

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© Ludger Pöller

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Die katholische Kirche   © Matthias Hüppe

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Das Lanstroper Ei   © Matthias Hüppe

Lange Zeit war es Tradition, dass auf einer Verkehrsinsel an der Schafstallstraße der Lanstroper Maibaum errichtet wurde. Das von den St. Georgs Pfadfindern organisierte Fest erfreute sich großer Beliebtheit. Höhepunkt war dabei stets natürlich die Errichtung des Baumes durch die Freiwillige Feuerwehr.

Maibaum
Errichtung des Maibaumes durch die Freiwillige Feuerwehr Lanstrop   © Matthias Hüppe

Maibaum
© Matthias Hüppe

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© Matthias Hüppe

Biegt man von der Steinhofstraße in die Färberstraße, erreicht man zunächst das evangelische Gemeindezentrum der Friedensgemeinde. Die Bauarbeiten für die Sechseckkirche begannen im Frühjahr 1971 und bereits am 1. Advent fand die feierliche Einweihung statt. In die bis dahin genutzte Pavillonkirche zog der Kindergarten ein. Das Kirchengebäude wurde mittlerweile abgerissen und hat einem mehrzügigen Kindergarten Platz gemacht, der auch Mehrzweckräume für die Gemeinde beinhaltet.

ev. Kirche
© Joy Regina

Kirche
Ökumenischer Gottesdienst   © Werner Schmidt

Kirchplatz
Ökumenischer Jugendgottesdienst Ende der 60ziger/Anfang der 70ziger Jahre.   © Prangemeier

Kindergarten
Kindergarten mit Gemeinderäumen   © E,Kirche

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© Matthias Hüppe

Mit dem Bau der Siedlung zogen auch neuapostolische Familien nach Lanstrop. Diese Gemeinde konnte am 29.10.1968 die Einweihung ihrer Kirche an der Lanstroper Straße / Kornmühlenweg feiern. Im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen wurde das Gebäude verkauft und in ein privates Wohnhaus umgewandelt.

Kirche
© Werner Schmidt

Im Anschluss an das evangelische Kirchenzentrum befindet sich der zweite, kleinere Park von Lanstrop. Woher der Name "Pilzpark" stammt, erschließt sich dem Besucher mit einem Blick.

Park
© Joy Regina

Pilzpark
Rodelspaß im Pilzpark   © K.-H. Wienke

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© Matthias Hüppe

Leicht versteckt, am Rande des Parks, ist dann die Tagungsstätte der AWO Lanstrop zu finden.

AWO
© Joy Regina

Im Laufe der Jahre hat die Lanstroper Siedlung viel erlebt. Nach der "Abwicklung" der Neuen Heimat und den später folgenden wechselnden Investoren, die in Heuschreckenmanier versuchten, das schnelle Geld zu verdienen, entstand eine Negativspirale mit einem riesigen Renovierungsstau.

Erst in den letzten Jahren konnte dieser Trend gestoppt werden. Das neue Einkaufszentrum, die frischen Farben an den Fassaden und der neue Spielplatz an der Färberstraße sind deutliche Anzeichen für diesen Trend im Quartier.

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Mieterbeirat, Siedlergemeinschaft und Politik sorgten sich 2005 um die Nahversorgung von Lanstrop.   © Matthias Hüppe

Siedlung
© Joy Regina

Siedlung
Die ehemaligen Gebäude von COOP, Sparkasse, Apotheke, Einzelhandelsgeschäften und Dienstleistern wurden vor einigen Jahren durch eine moderne Ladenzeile ersetzt   © Joy Regina

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© Joy Regina

Im Verlauf der angrenzenden Büttnerstraße hat dann der Sport sein zu Hause. Ein paar fußballbegeisterte junge Männer gründeten den BV 1920 Teutonia Lanstrop mit dem Vereinslokal Meinke (heute "Zur schönen Aussicht" an der Kurler Straße).

Im Zuge des Bevölkerungsanstiegs durch den Bau der Siedlung, stellte die Stadt Dortmund dem Verein 1966 die neue Sportstätte mit Aschenfläche zur Verfügung. Im Jahr 2020 - passend zum runden Geburtstag - wurde der Platz mit einem Kunstrasen, einer Tribüne und einer Leichtathletikanlage für den Dortmunder Nordosten eingeweiht.

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© Teutonia Lanstrop

Mannschaft
1. Mannschaft   © Erfurth

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© Werner Schmidt

Einweihung
Einweihung der neuen Anlage durch Oberbürgermeister Sierau.   © Ruhr Nachrichten

Platz
© Matthias Hüppe

Neben dem Fußball genießt insbesondere die Lanstroper Leichtathletik einen guten Ruf über die Dortmunder Stadtgrenzen hinweg. Der ehemalige Dortmunder Oberbürgermeister Samtlebe weihte 1999 dazu eine weitere Trainingsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe der Schule ein. Diese Fläche wird durch die Renovierung und Erweiterung des Hauptsportplatzes nicht mehr benötigt und soll einer Wohnbebauung weichen.

Schule
© Joy Regina

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Lehrer Klauke inmitten seiner Schüler*innen   © Matthias Hüppe

Bürgermeister
Oberbürgermeister Samtlebe mit Gerhard Niemeyer (Teutonia Lanstrop)   © Matthias Hüppe

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30 Jungen und Mädchen konnten 1987 für die Leichtathletikabteilung von Teutonia Lanstrop begeistert werden. Gerhard Niemeyer im Kreis seiner jungen Athleten.   © Prangemeier

Durch die Auflösung der Tennis-Abteilung von Teutonia Lanstrop wurde eine Fläche frei, auf der aktuell eine neue, moderne Sporthalle errichtet wird. Die alte Turnhalle wird dann ebenfalls der geplanten Wohnbebauung weichen.

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Die neue Turnhalle wird an der Gürtlerstraße neben der Schule errichtet   © Matthias Hüppe

Das heutige Schulgebäude der Brukterer-Grundschule in der Lanstroper Siedlung wurde 1966 eingerichtet. Die ebenfalls in der Nähe errichtete Hauptschule wurde aufgrund fehlender Schülerzahlen mittlerweile abgerissen.

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Der erste Bauabschnitt der Brukturer-Grundschule Anfang der 60ziger Jahre.   © Pesch

Schule
Das Maskottchen der Grundschule - Der kleine Germane Bruki   © Brukterer Grundschule

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© Matthias Hüppe

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Der Schulgarten, der in Kooperation mit dem Lanstroper BVB-Fanclub erstellt wurde.   © Matthias Hüppe

Direkt neben der Schule haben der sogenannte JuKi-Treff und die städtische Fabido Kindereinrichtung ihr Zuhause.

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JuKi-Treff   © Matthias Hüppe

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Fabido Kindertagesstätte   © Matthias Hüppe

Für Speis´und Trank ist natürlich auch in Lanstrop gesorgt. Die Gaststätten "Zur schönen Aussicht" und "Alte Post" im alten Dorf laden seit vielen Generationen unter wechselnden Pächtern dazu ein.

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Haus Brockhaus und die "Alte Post" nur getrennt durch die Lanstroper Straße (1964)   © Pesch

In der "Alten Post" wurde 1897 (Gaststätte Deifuß) eine Posthilfsstelle eingerichtet. Hier befand sich auch das erste Lanstroper Telefon. Die Poststelle wurde endgültig 1962 in das Gebäude Steinhofstraße 1 verlegt und bekam 1977 ein eigenes Gebäude in der Färberstraße.

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Die "Alte Post", Lanstoper Straße   © Joy Regina

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Die "Alte Post" mit dem historischem Saal, in dem sich früher auch die Poststelle mit dem ersten Lanstroper Telefon befand,   © Matthias Hüppe

Die Gaststätten "Alte Post" und "Brockhaus" dienten über Jahrzehnte vielen Lanstroper Vereinen als Heimstätten, so auch dem ältesten kulturschaffenden Lanstroper Verein, dem Männergesangverein Frohsinn von 1881. Höhepunkt im Jahreskalender des Vereins ist stets das Weihnachtskonzert mit Gästen in der katholischen Kirche.

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© Matthias Hüppe

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© MGV

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Das Wirtsehepaar Schulte-Derne in der "Alten Post"   © Horst Delkus

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Der Rassegeflügelzuchtverein Lanstrop anlässlich seines 50jährigen Bestehens im Jahr 1956 u.a. mit Heinrich Ostermann, Gustav Tappe und Wilhelm Koch.   © Prangemeier

Im Jahre 1938 endete mit dem letzten großen Schützenfest und dem Schützenkönig Alfred Brockhaus auch die Zeit des Lanstroper Schützenvereins. Gegründet wurde der Verein 1837.

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Vor ein paar Jahren bekam die Siedlergemeinschaft eine besondere Nachricht und ein Geschenk aus Geldern. In einer alten Truhe, war die Kette der Lanstroper Schützenkönigin, Frau Hollmann, von 1895 gefunden worden.

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© Matthias Hüppe


Für Kinder ist insbesondere das Wildgehege auf dem alten Teutonia-Sportplatz gegenüber dem Lokal "Zur schönen Aussicht" ein Anziehungspunkt.

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"Zur schönen Aussicht" an der Kurler Straße   © Joy Regina

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Das Wildgehege auf dem ehemaligen Sportplatz.   © Joy Regina

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© Werner Schmidt

Das "Haus Wulle" in der Färberstraße, das, bei Wanderern und Radfahrern beliebte, Hofcafé "Haus Mowwe" direkt am Kurler Busch,sowie die Gaststätte in der Gartenanlage "Auf der Lauke" runden das Angebot ab.

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Haus Wulle, Färberstraße   © Werner Schmidt

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Hofcafé Mowwe am Kurler Busch   © Joy Regina

Von Nordwest her begrenzt die BAB 2 mit ihrer Anschlussstelle "Dortmund-Lanstrop" unseren Ort zur Stadt Lünen, dem Tor zum Münsterland. Außerhalb der Lanstroper Ortsgrenzen findet man eine weite Acker- und Weidelandschaft, welche von kleinen Streusiedlungen und Wäldern, wie dem Kurler Busch unterbrochen wird.

Wer die Kurlerstraße entlang fährt, wird vielleicht etwas irritiert den Nachbau eines Piratenschiffs entdecken. Hans Kett hat es zusammen mit seinem Nachbarn Stefan Pede erbaut. Insbesondere in der Adventszeit ist das beleuchtete Schiff ein absoluter Hingucker.

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© Radio 91.2

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© Ruhr Nachrichten

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© Joy Regina

Das Naturschutzgebiet Kurler Busch umfasst eine Fläche ca.198 Hektar und ist damit das größte Naturschutzgebiet Dortmunds. Er ist ein strukturreicher Eichenmischwald, der fast vollständig aus Laubbäumen besteht. Seine ökologische Bedeutung ergibt sich durch die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die ihn umgeben und der geringen forstlichen Nutzung, sowie dem relativ feuchten Standort.

Innerhalb des Waldes befinden sich zwei kleine Teiche, mehrere Kleingewässer und ein größeres, durch Bergsenkungen entstandenes Gewässer. Diese bieten Lebensraum für ein großes Amphibienvorkommen sowie eine Graureiherkolonie

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© Werner Schmidt

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© Werner Schmidt

Angrenzend an den Wald, am Rahmsloher Weg findet man das alte Forsthaus.

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Das alte Forsthaus am Rahmsloher Weg   © Joy Regina

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© Joy Regina

Viele Jahre wurde im großen Garten des Forsthauses das traditionelle Osterfeuer der KAB entzündet.

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© Matthias Hüppe

Gegenüber des alten Forsthauses führt der historische Salzweg in den Kurler Busch. Er führte früher von Unna-Königsborn durch Dortmund bis nach Lünen.

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© Presse

Im Rahmloher Weg, in unmittelbarer Nähe des Forsthauses, befanden sich das alte Haus der Familie Wienhold, sowie die Gartenwirtschaft Schäckermann, die man auch gerne "Silverranch" nannte.

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Ansichtskarte der Kaffeewirtschaft Schäckermann.   © Prangemeier

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© A. Vahlhaus

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© A. Vahlhaus

Genau 10 Jahre nach der Eingemeindung nach Dortmund baute die Stadt mitten im freien Feld die sogenannte "Burhag-Siedlung". Diese Siedlung mit 17 Baracken, eigener Kapelle und Verwaltungsgebäuden wurde für Familien, die aufgrund von Gerichtsbeschlüssen ihre Wohnungen verloren hatten, als Karree angelegt. Im Volksmund wurde die Burhag-Siedlung schnell als Sing-Sing bekannt, in Anlehnung an das berüchtigte amerikanische Gefängnis. Mitte der 70er Jahre wurden die Baracken abgebrochen und die Siedlung aufgelöst.

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© Anneliese Vahlhaus

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© Archiv Dr. Gaertner

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© Archiv Dr. Gaertner

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Kapelle in der Burhagsiedlung   © Anneliese Vahlhaus

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Abriss der Siedlung   © Anneliese Vahlhaus

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Luftaufnahme der Burhagsiedlung   © Matthias Hüppe

In den Wäldchen an der Lanstroper Straße/Kornmühlenweg wurden 1934 Holzbaracken für den späteren Reichsarbeitsdienst errichtet. Die Einheit in Lanstrop war beim Bau der Autobahn, zur Regulierung der Seseke und zur Trockenlegung versumpfter Gebiete eingesetzt. 1937 wurde das Lager abgebrochen und in die Eifel verlegt.

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© Brockmann

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© Brockmann

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© Brockmann

Umrahmt wird diese Landschaft heute von bäuerlichen Betrieben mit Hofläden, bis hin zu der uralten Hofanlage des verschwundenen Schlosses Bönninghausen an der Westgrenze des Dorfes.

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© Joy Regina

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Hof Lüning   © Matthias Hüppe

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Hofladen Lüning, Am Burhag   © Joy Regina

Von der Anlage des adeligen Hauses Bönninghausen in Lanstrop steht nur noch ein Fachwerkhaus der ehemaligen Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1722. Das Herrenhaus ist vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden.

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Ehemaliges Wirtschaftsgebäude von Gut Bönninghausen.   © Pesch

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© Heick

Hier lässt es sich unbeschwert wandern und radeln und den südlichen Abhang des "Derner Rückens" erkunden. Gerade im Bereich der Fahrradtouristik hat sich in den letzten Jahren im Stadtbezirk Scharnhorst und im angrenzenden Kreis Unna sehr viel getan.

Das den Lanstropern ihre Natur sehr am Herzen liegt, musste auch die ehemalige Gesundheitsministerin Barabara Steffens erfahren. Ihren Plänen zum Bau einer Forensik im Landschaftsschutzgebiet Erlensundern erteilten die Bürger*innen 2013 eine heftige Abfuhr.

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Lanstrop sagt NEIN!   © Ruhr Nachrichten

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Pferdekoppel   © Werner Schmidt

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© Werner Schmidt

Mitten in den Feldern findet sich das Wegekreuz der Katholischen Arbeitnehmerbewegegung KAB. Der Bereich in den Feldern wird von der Gemeinde auch gerne für Open-Air-Gottesdienste genutzt.

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© Werner Schmidt

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Bild von 1998   © Matthias Hüppe

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© Werner Schmidt

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© Werner Schmidt

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© Werner Schmidt

Die Fahrradwege an den renaturierten Gewässern wie dem Kuhbachweg, der Seseke oder dem Körnebach sind von Lanstrop aus in kürzester Zeit zu erreichen und laden insbesondere zu kleineren Touren ein. Für längere Touren bietet sich der Römer-Lipperadweg, der über Lünen und Bergkamen führt, an. Er verbindet auf 400 Kilometern Detmold und Xanten.Die jährliche Radtour unserer Siedlergemeinschaft ist somit auch immer ein Highlight im Jahreskalender.

Radtour
© Matthias Hüppe

Radtour
© Matthias Hüppe

Radtour
© Matthias Hüppe

Gönnen Sie sich einen schönen erholsamen Tag in einer noch intakten und liebenswerten Dorflandschaft vor den Toren der Stadt Dortmund. Herzlich willkommen!

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Durch die Schäferei Hibbeln keine Seltenheit im Dorfbild von Lanstrop - Eine Schafherde   © Heinz Naders

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Schafherde auf der Schafstallstraße   © Joy Regina

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Rapsblüte   © Matthias Hüppe

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Sonnenaufgang über dem Erlensundern   © Matthias Hüppe

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Somewhere over the rainbow...   © Matthias Hüppe

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Lanstrop im Nebel   © Matthias Hüppe

Wer sich für die Geschichte von Lanstrop interessiert, dem sei das Buch "Lanstrop - Das Dorf am Grenzpfahl der Großstadt Dortmund" von Anneliese Vahlhaus ans Herz gelegt. Hin und wieder wird es noch in Antiquariaten im Internet angeboten. Sehr sehenswert ist auch der Film "Lanstrop - Ein Dorf im Wandel" von Uwe Koslowski aus dem Jahr 2019. Die DVD bzw. BluRay-Disc sind eventuell noch über Amazon zu beziehen.

Buch
© A. Vahlhaus

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© Ruhr Nachrichten

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Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer überreicht Anneliese Vahlhaus die Scharnhorstmedaille.   © Heinz Naders

Cover
© Uwe Koslowski

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Premiere des Lanstropfilms in der "Alten Post"   © Lokalkompass

Trailer Lanstropfilm auf YouTube

Zum Schluss wollen wir uns noch noch, dank der Hilfe von Drohnenpilot Jan Dortmund, in die Lüfte begeben und Lanstrops Umgebung noch ein wenig aus den Lüften erkunden.

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Die Drohne im Einsatz am Lanstroper Ei   © Jan Dortmund

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Das Lanstroper Ei im Winter   © Jan Dortmund

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© Jan Dortmund

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© Jan Dortmund

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© Jan Dortmund

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Blick auf das Naturschutzgebiet Lanstroper See   © Jan Dortmund

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Schwanenpaar vor dem Wasserturm   © Jan Dortmund

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Ungewöhnliche Perspektive - Das Lanstroper Ei direkt von oben   © Jan Dortmund

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© Jan Dortmund

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Abenddämmerung am See   © Jan Dortmund

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Der "kleine" See vor der Deponieeinfahrt an der A2   © Jan Dortmund

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Der See im Winter   © Jan Dortmund

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Blick vom Friedrichshagen   © Jan Dortmund

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Die Dreihausenstraße mit Schafherde   © Jan Dortmund

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Das Maislabyrinth vom Hof Mertin in Grevel   © Jan Dortmund

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Luftschacht und Recyclinghof   © Jan Dortmund

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Der katholische Friedhof Lanstrop   © Jan Dortmund

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Friedhof mit Seeblick   © Jan Dortmund

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Haus Wenge im Wenge-Park   © Jan Dortmund

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Blick auf Alt-Lanstrop   © Jan Dortmund

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Blick auf die "neue" Siedlung   © Jan Dortmund

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Lanstrop am Abend   © Jan Dortmund

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Haus Mowwe am Kurler Busch   © Jan Dortmund

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© Jan Dortmund