Lanstrop alt und neu virtuell erkunden

Wir laden Sie ein, besuchen Sie unser Dorf!

Bevor wir mit unserem Spaziergang durch Lanstrop starten, wollen wir einen kleinen Blick in die Geschichte von Lanstrop wagen. Der Ort Lanstrop wird erstmals im 13. Jahrhundert mit den alten Namen Lammerstorpe, Lanstorp oder Lambsdorf erwähnt. Die Schreibweise "Lambsdorf" spiegelt dabei auch den Namen des Uradelsgeschlechts Lambsdorff wider, das im 14. Jahrhundert im späteren Lanstroper Haus Wenge seinen Sitz hatte. Auch unser ehemaliger Wirtschaftsminister, der mit vollem Namen Otto Friedrich Wilhelm Freiherr von der Wenge Graf von Lambsdorff heißt, hat hier seine Wurzeln.

Haus Wenge früher
Haus Wenge   © A. Vahlhaus

Das Geschlecht taucht erstmals mit dem Ritter Henricus de Wenge am 29. Juli 1239 urkundlich auf. Heimatforscher übersetzen die ursprünglichen Namen von Lanstrop dabei mit "Das Dorf in der feuchten Niederung" . Im Jahr 1928 wurde Lanstrop in die Großstadt Dortmund eingemeindet.

Beginnen wollen wir den Spaziergang mit einem Blick auf den hochaufragenden Wasserturm,dem "Lanstroper Ei" - das strenggenommen schon auf dem Gebiet unserer Nachbarn aus Grevel steht - ....

Turm
© Joy Regina

...und der in den Jahren 1904/05 von der Firma Klönne errichtet wurde. Er ist ein einzigartiges Industriedenkmal seiner Art und der Fixpunkt für den gesamten Dortmunder Nordosten.

Klönne
August Klönne   © Anneliese Vahlhaus


Wasserturm
Das Lanstroper Ei   © Joy Regina

Bis zum Jahr 1980 versorgte der sogenannte "Barkhausen-Behälter" die Orte Lanstrop, Derne, Mengede, Brambauer und Teile von Lünen mit Wasser. Das "Lanstroper Ei" hat einen Durchmesser von 14 Metern und ist insgesamt 60 Meter hoch. Aktuell setzt sich ein Förderverein dafür ein, dass die dringend notwendige Instandsetzung des Wasserturms weiter geführt wird.

Förderverein
Der Förderverein stellt bei einer Informationsveranstaltung am Wasserturm die geplante Sanierung vor   © Matthias Hüppe

Wasserturm
Das Sanierungskonzept   © Matthias Hüppe


Der Wasserturm mit seiner prägnanten Form und seiner "hervorgehobenen" Stellung in der Landschaft, hat von jeher Fotografen fasziniert.

Fotografen
Fotografen Ende der 50ziger Jahre auf dem Wasserturm   © U.Ludmann

Hier ein paar Bilder, die der Lanstroper Werner Schmidt freundlicherweise beigesteuert hat.


Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt

Wasserturm
© Werner Schmidt


In unmittelbarer Nähe des Wasserturms befindet der sich der Luftschacht "Rote Fuhr", ein Wetterschacht der Schachtanlage für die Zeche Preußen II von der Harpener Bergbau AG, der in den Jahren 1925-1927 abgeteuft wurde. Nach der Stilllegung des Bergwerks wurde die Wetteranlage von der Zeche Gneisenau weiterbetrieben.

Wetterschacht
Von den Personen auf diesem Bild ist nur der Nachtwächter Maiworm aus Lanstrop (rechts unten mit Besen) bekannt.   © Prangemeier

Luftschaft
Errichtung des Luftschachtes 1926/1927. Die Personen auf dem Bild sind nicht bekannt.   © Prangemeier

Luftschacht
© Prangemeier

Geblieben ist nur der Malakow-Turm, der zu einem Schulungs- und Bildungszentrum mit dem thematischen Schwerpunkt "Ökologischer Garten- und Landschaftsbau"umgebaut wurde.

Luftschacht
Der Malakow-Turm   © Joy Regina

Schon die Römer haben vor ca. 2000 Jahren die strategisch wichtige Anhöhe als Vorposten für das 12.000 Mann fassende Lager "Aliso" bei Oberaden genutzt. Darauf weist auch der für dieses Gebiet noch bis in unsere Zeit gebräuchliche Flurname "Raumerch" (Römerberg) hin.

Ausblick
© Joy Regina

Ausblick
Blick auf den Lanstroper See   © Joy Regina

Von hier aus hat man einen großartigen Panoramablick über das am Nordhang des "Derner Rückens" gelegene Dorf Lanstrop, über die Lippeniederung und Lünen, bis hin zu den Cappenberger Höhen mit ihrem historischen Schloss, über das Kohlekraftwerk und Bergkamen, den Hellweg und Flughafen, den Florianturm und die Silhouette der Stadt Dortmund.

Lanstrop
Blick über den katholischen Friedhof Richtung Lanstrop   © Werner Schmidt

Dortmund
Blick Richtung Dortmund mit Florianturm   © Werner Schmidt

Cappenberg
Schloss Cappenberg   © Werner Schmidt

Gneisenau
Blick über den Deponiescheitel Richtung Gneisenaugelände mit Förderturm.   © Werner Schmidt


Ein Blick, der insbesondere in der Silversternacht viele Menschen auf die Lanstroper Höhe lockt.

Ausblick
© Matthias Hüppe

Blickt man vom Wasserturm nach Nordwesten, so sieht man den Hünenberg (mundartlich "Hin'nbiarch"), ein Waldgebiet und Biotop, dessen Name die Erinnerung an die Besiedlung unseres Ortes in der germanischen Zeit wach hält. Hüne von Huno war der Name eines Führers einer germanischen Hundertschaft.

Ausblick
Der "Hinnenberg" (im Hintergrund auf der Höhe erkennt man das Dach von Schloß Cappenberg)   © Joy Regina

In den Sagen lebt diese Geschichte weiter und aus Huno wurde ein großer, starker Riese mit seiner Familie. In grauer Vorzeit rasteten diese Riesen in unserer Gegend, weil in den Holzschuhen der Sand drückte. Die Riesen schütteten die Schuhe aus, und aus dem Sand entstand der "Hinnenberg".

An den Hünenberg grenzt ein "Gebirge", das es vor einigen Jahrzehnten so noch gar nicht gab - Die Deponie Dortmund Nord-Ost.Der begrünte, erschlossene und zugängliche Haldenkörper ist die ehemalige Deponie Grevel, die auch "Greveler Alm" genannt wird. Von den 1960er bis in die frühen 1990er Jahre wurde hier Bauschutt und Hausmüll angehäuft. 1994 übernahm diese Funktion dann die neue Müllhalde nördlich der Tettenbachstraße.

Deponie
Blick auf den Deponiebereich Dortmund Nord-Ost   © Joy Regina

Schacht
Dieser Blick vom Wasserturm Anfang der 60ziger Jahre auf den Luftschacht und die Zeche Gneisenau in Derne ist noch nicht durch die Deponie verstellt.   © U.Ludmann

Neben Wander- und Reitwegen befindet sich auf dem zugänglichen Haldenbereich seit kurzer Zeit ein Solarpark. Die Photovoltaikanlage hat eine Größe von ca. 2,8 Hektar. Dies entspricht etwa der Größe von vier Fußballfeldern.

Solarpark
Der eingezäunte Bereich des Solarparks.   © Matthias Hüppe

Am Fuß des Berges erblicken wir dann das Naturschutzgebiet Lanstroper See, als Beispiel, wie sehr der Bergbau eine Landschaft umgestalten und prägen kann. Der See, mit einer Größe von 8 Hektar und einer Tiefe von knapp 5 Metern, entstand Anfang der 1960er Jahre, durch eine Bergsenkung, die den Grundwassespiegel erreichte und somit dafür sorgte, dass dieses Gebiet dauerhaft überflutet wurde.

Hier zwei Ansichten vom Wasserturm, die Ender der 50ziger/Anfang der 60ziger Jahre entstanden sind. Vom See ist noch nichts zu erkennen.

See
© U.Ludmann

See2
Blick über den katholischen Friedhof auf Lanstrop. Die Großsiedlung "Neue Heimat" ist da noch Zukunft.   © U.Ludmann

1963/1964 sind die Felder zum Teil schon nicht mehr nutzbar.

See
Blick vom Wasserturm auf den See (1964)   © Pesch

See
Die Größe des Sees ist 1964 noch eher gering.   © Pesch

See
Schwan auf dem Lanstroper See   © Joy Regina

See
© Joy Regina


Das Naturschutzgebiet ist heute ein wichtiger Lebensraum für viele Vogel- und Amphibienarten und über einen Wanderweg mit Informationstafeln erschlossen. Zur Artenvielfalt in diesem Bereich tragen auch die neu angelegten Streuobstwiesen bei.

see
Wanderweg am See   © Joy Regina

see
Streuobstwiesen am Lanstroper See   © Joy Regina

Solche Bilder sind in den letzten Jahren seltener geworden, da in unseren Breitengraden nur noch selten ein echter Winter mit Dauerfrost herrscht.

see
See im Winter   © Matthias Hüppe

see
Winterfreuden auf dem zugefrorenen See   © Schaper, RN


Bevor wir über die Lanstroper Straße jetzt den eigentlichen Ort erreichen, sehen wir auf der rechten Seite, in mitten der Felder, den Friedhof der katholischen St. Michael Gemeinde...

Friedhof
© Werner Schmidt

Friedhof
© Werner Schmidt

Friedhof
Katholischer Friedhof im Winter   © Matthias Hüppe


...und auf der linken Seite das Tor zu den Gärten des Gartenvereins "Auf der Lauke". Der Verein wurde 1963 gegründet und verfügt über 90 Gärten, ein Vereinsheim mit Gastronomie, einen Imker und einen Spielplatz.

Lauke
Auf diesem Kornfeld wurde die Gartenanlage errichtet.   © Pesch

Lauke
© Werner Schmidt

AdL
Gartenanlage auf der Lauke   © Joy Regina

Lauke
© Prangemeier

AdL
Vereinsheim des Gartenvereins.   © K.-H. Wienke

Fast unbemerkt überqueren wir dabei noch den Flachsbach, dessen Trasse unterhalb der Roten Fuhr beginnt. Er unterquert die Lanstroper Straße, verläuft am Rand der Gartenanlage parallel zum Friedrichshagen und mündet in den Adener Bach östlich der Horstmarer Straße.

Eine Quelle im ursprünglichen Sinne ist nicht mehr erkennbar. Demzufolge ist ein ständiger Wasserfluss eher die Ausnahme. Gerade in den Sommermonaten ist das Gewässer durchaus auch über längere Zeiträume trocken.

Flachsbach
Der Flachsbach nach seiner Unterquerung der Lanstroper Straße.   © RN

Eingang
© Werner Schmidt

Am Ortseingang,gegenüber der Tankstelle, befindet sich das ehemalige Schwesternhaus. Viele Lanstroper verbinden diesen Ort mit gemeinsamen Bastel- und Werkkursen bei den Schwestern.

Schwestern
Pastor Wiesner mit den Schwestern des Ordens der heiligen Maria Magdalena Postel.   © Werner Schmidt

Der Kirchenvorstand der katholischen St. Michael hat sich entschieden, das ehemalige Schwesternhaus, das nach dem Weggang der Schwestern aus Lanstrop seine Funktion verloren hatte, an die St. Vincenz Jugendhilfe-Zentrum zu veräußern.

An dieser Stelle ist ein Neubau geplant, der Raum bieten soll für die intensivpädagogische Betreuung von Kindern.

Schwesternhaus
Das Schwesternhaus. Hier entsteht ein Neubau der St. Vincenc-Jugendhilfe   © RN

Direkt an die Gartenanlage "Auf der Lauke" grenzt der Wenge-Park mit der einzigartigen Wasserburg Haus Wenge. Die ursprüngliche Wasserburg wurde im 13. Jahrhundert von Goswin und Johann von der Wenge erbaut. Dieser Rittersitz ist der Ursprungsort des Uradelsgeschlechts der Herren und späteren Freiherren von der Wenge. Von der Gesamtanlage ist nur noch das Haupthaus erhalten.

Wenge
© Prangemeier

Die beiden folgenden Bilder sind Anfang der 60ziger Jahre entstanden und weisen noch Teile der Außenanlage auf.

wenge
© U.Ludmann

Wenge
© U.Ludmann

wenge
Übersichtplan der ehemaligen Anlage. Die Schafstallstraße im Plan wurde später die Alekestraße.   © A. Vahlhaus

Der Schafstall des Gutes Wenge an der Schafstallstraße (heute Alekestraße) wurde 1800 erbaut und lag auf der rechten Seite in Höhe der heutigen Eigenheime. Daneben befand sich der Schafstallteich.

Schafstall
© A. Vahlhaus

Wenge
Auf diesem alten Bild erkennt man neben dem eigentlichen Haupthaus noch weitere Gebäude.   © Werner Schmidt


Haus Wenge ist das einzige im Raum Dortmund erhaltene Adelshaus des 16. Jahrhunderts mit gotischen Formen. Das zweigeschossige Herrenhaus mit dem Staffelgiebel in Backstein und den Steinkreuzfenstern entstand im 16. Jahrhundert und zeigt noch gotische Formen.

wenge
Treppenaufgang   © A. Vahlhaus

wenge
© A. Vahlhaus

wenge
© A. Vahlhaus

Kappelle
© Horst Delkus

wenge
© A. Vahlhaus


Diese äußeren Formen blieben auch beibehalten, als das Haus nach der Zerstörung durch spanische Truppen im Jahre 1598 wieder aufgebaut wurde.

Wenge
© Joy Regina


Wenge
Wie gehts zukünftig weiter mit Haus Wenge? Ob wohl ein Blick in die Glaskugel hilft?   © Joy Regina

Der Wengepark bildet ein wenig die Grenze zwischen dem alten Dorf und der Großsiedlung Lanstrop, die in den 60er Jahren errichtet wurde. Im alten Dorf findet man noch Flächen zwischen Bauernhöfen, frühere Gärten, Obsthöfe und kleine "Kämpe", die jedoch meistenteils heute mit Privathäusern bebaut wurden.

Boulebahn
Renovierung der Boulebahn im Wenge-Park   © Matthias Hüppe

Hof
Hof Wienke am Schulte-Lanstrop Kamp   © K.-H. Wienke

An der Einfahrt zum Hof Wienke befand sich über viele Jahre ein riesiger Stein, den vermutlich die Eiszeit nach Lanstrop gebracht hat. Erst bei der Instandsetzung der Kurler Straße wurde der Stein an der Kurler Straße 278 abgelegt. Die Sage sagt dazu, dass der Stein einst als Spielball der Töchter des Riesen, der im Hienberg lebte, genutzt wurde.

Stein
© A. Vahlhaus

Oberhalb des Wienke-Hofes entsteht an der Kurler Straße ein Neubaugebiet, dass in Anlehnung an die historischen Besitzverhältnisse "Schulte-Lanstrop-Kamp" genannt wurde.

Kamp
Neubaugebiet Schulte-Lanstrop-Kamp   © Joy Regina

Der alte Schafstall in der Michaelstraße. Wahrscheinlich das älteste Haus in Lanstrop. Die alten Fachwerkhäuser wurden für die Beschäftigten des Rittergutes Wenge errichtet. Das älteste Gebäude wurde um 1600 errichtet.

kattenkule
© A. Vahlhaus

Kattenkuhle
Einer der ältesten Teile Lanstrops. Die Michaelstraße - im Volksmund Kattenkuhle genannt.   © Joy Regina

Noch immer erlebt man in Lanstrop auch Landwirtschaft, deren Ursprung zurückreicht bis in die Zeit der großen Rodeperiode zwischen 400 und 800 n. Chr. Schriftliche Daten gibt es aber erst seit dem 13. Jahrhundert.

lüning
Hof Lüning, Merkurstraße   © Werner Schmidt

Hof
Hof Lüning Merkurstraße   © Joy Regina

Lüning
Hof Lüning 1964   © Pesch

Vom Hof Lüning führt die Bremsstraße oder im Volksmund der "Kusemannsknapp" hinunter Richtung Kirche. Die nächsten Bilder zeigen, wie sich dieser Straßenabschnitt und die Häuser im Laufe der Zeit verändert haben.

Bremstraße 54
Bremsstraße 54   © Werner Schmidt


Das Fachwerkhaus im Hintergrund des folgenden Bildes, an der Kreuzung Bremsstraße und Lanstroperstraße, gehörte zum Hof Menningmann, der bereits 1412 urkundlich erwähnt wurde. Das Haupthaus wurde ca. 1923 abgerissen und auf den Grundmauern ein neues Wohnhaus errichtet. Das Fachwerkhaus war die ursprüngliche Scheune des Hofes, die zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Diese Gebäude wurde später abgetragen, da eine Renovierung nicht mehr möglich war.


Bremstraße 54
© Werner Schmidt

Bremstraße 54
© Werner Schmidt

Bremstraße 54
Die Bremstraße im Jahr 2017   © Joy Regina

Wortberg
Hof Wortberg 1964. Das Wohnhaus wurde von Heinrich Rautert im Jahre 1899 nach eigenem Bauplan errichtet.   © Pesch

Wortberg
Hof Wortberg Merkurstraße/Lanstroper Straße   © Werner Schmidt

Blick vom Hof Wortberg zum Ortsausgang Richtung Grevel an der Lanstrop Straße Anfang der 60ziger Jahre.

Wortberg 2
© U.Ludmann

Hof
Hof Schäckermann Lanstroper Straße. Erbaut 1883. Das ehemalige Stallgebäude enthält heute Wohnungen.   © Joy Regina

Schäckermann
Hof Schäckermann, Wirtschaftsgebäude   © Heick

Hof Schäckermann und dahinter der Hof Grundmann in der heutigen Zeit.
© Matthias Hüppe

Grundmann
Hof Grundmann, Lanstroper Straße   © Pesch

Die folgenden Bilder sind auch Anfang der 60ziger Jahre entstanden. Sie zeigen den Bergmannsknapp mit dem Hof Bergmann. Am linken Bildrand entstanden 1972 die Häuser am "Wynekenweg". Der Name "Wyneken" - später "Wienke" - ist in Lanstrop seit dem 14. Jahrhundert bekannt.

Bergmannsknapp
© U.Ludmann

Wynekenweg
Der Wynekenweg. Im Hintergrund der Hof Bergmann   © Linz

Bergmannskanpp
© U.Ludmann

Bergmannsknapp
© U.Ludmann

Der Hof Bergmann zur heutigen Zeit.

hof
Hof Bergmann am Bergmannknapp   © Werner Schmidt

Hiddemann
Hof Hiddemann. Anfang der 60ziger Jahre.   © U.Ludmann

Hof
Hof Hiddemann, Merkurstraße   © Matthias Hüppe

Hiddemann
Hof Hiddemann mit Backhaus 1964   © Pesch

Hof
Hof Grundmann, Steinhofstraße   © Joy Regina

Grundmann
© A. Vahlhaus

Hier ein paar Beispiele für Gewerbebetriebe im "alten Dorf".

Schmiede
Die Schmiede Pöller an der Lanstroper Straße. Pöller siedelte sich um 1720 als einziger Brinksitzer im Dorfe an. Das Grundstück erhielt er vom Rittergut Wenge.   © Pesch

Schäcki
Die Schmiede Pöller mit dem Schornstein. Gegenüber der Hof Schäckermann und die Häuser der Michaelstraße (Kattenkuhle).   © A. Vahlhaus

Scmiede
Aktuelles Bild der alten Schmiede   © J. Schinkelwitz

Die Bäckerei König/Hartig an der Kreuzung Wasserfuhr/Bremsstraße versorgte die Lanstroper über mehrere Generationen mit Brötchen und legendärem Kuchen.

Hartig
© Prangemeier

Bäckerei Hartig
Das Gebäude der Bäckerei in der heutigen Zeit. Vorne rechts war der Verkaufsraum, die Backstuben befanden sich im hinteren Anbau.   © Joy Regina

Hier ein Beispiel für eine der Schreinereien in Lanstrop - Die Schreinerei Weber an der Kurler Straße.
Schreinerei
© Pesch

Die Schmiede Goeke an der Steinhoftraße.

Goeke
© Werner Schmidt

Am Kreuzungsbereich Wasserfuhr/Bremsstraße befindet sich eine weitere Lanstroper Besonderheit. Das Dortmunder Denkmal des Monats April 2012. Im Gegensatz zum Münsterland findet man auf dem Dortmunder Stadtgebiet nur sehr selten historische Wegekreuze. Der früh zum evangelischen Glauben konvertierten Stadtbevölkerung war diese Art der Frömmigkeit eher fremd.

Es heißt, das Lanstroper Kreuz sei um 1870 von den Besitzern des Hauses Wenge gestiftet worden. Das Grundstück, fast an der höchsten Stelle des Ortes gelegen, war ein Geschenk des Hofes Schäckermann.

Kreuz
Wegekreuz mit "Eingangstor" 1964   © Pesch

Kreuz
Kreuzwegstation 2005 während des Weltjugendtags in Deutschland mit Jugendlichen aus Italien und Polen.   © Matthias Hüppe

Ursprünglich handelte es sich offenbar um ein Holzkreuz, das einer Inschrift auf der Rückseite des Sockels zufolge 1917 durch einen Sturm vernichtet worden war. Seit 1919 wird nun die Christusfigur aus dem 19. Jahrhundert durch ein stabiles Steinkreuz getragen.

Auf dem Sockel befindet sich die Innschrift:" STAT CRUX DUM VOLVITUR ORBIS". Hierbei handelt es sich um den Wahlspruch des Kartäuser-Ordens, der besagt: Das Kreuz steht fest, während die Welt sich dreht.

Kreuz
© Michael DerMigo

Das Bild aus den 60ziger Jahren zeigt den Kreuzungsbereich Wasserfuhr/Bremsstraße mit dem Wegekreuz rechts und der Bäckerei König/Hartig auf der linken Seite.

Kreuzung
© U.Ludmann


Auch der Löschzug 26 der Freiwilligen Feuerwehr Lanstrop hat im alten Dorf, in der Merkurstraße, seine Heimat gefunden. Der Löschzug ist in demselben Feuerwehrhaus untergebracht, das im Jahr 1962 von der Feuerwache 6 in einem ehemaligen Gemeindehaus bezogen wurde.

Der Löschzug bildet eine First-Responder Einheit, sowie eine Jugendfeuerwehr. Die Neugründung erfolgte am 30.05.1987.

Feuerwehr
© Joy Regina

Feuerwehr
Das Symbol der Jugendfeuerwehr.   © Werner Schmidt

Das ehemalige Gemeindehaus stammt aus dem Jahr 1911 und verfügte früher über einen Raum für die Feuerspritze, sowie eine Arrestzelle mit vergitterten Fenstern.

Feuerwehr
Das alte Gemeindehaus   © A. Vahlhaus

Feuerwehr
Lanstroper Feuerwehr, 1925   © A. Vahlhaus

Feuerwehr
"Helft Brände verhüten undd bekämpfen" - Werbemaßnahme der Feuerwehr Anfang der 60ziger Jahre in der Siedlung.   © Rita Rojo

Feuerwehr
© Prangemeier

Völlig verschwunden ist hingegen die alte Ziegelei, die sich hinter dem Hof Koch in der Roten Fuhr befand.

Hof Koch
Hof Koch, Rote Fuhr   © Joy Regina

Ziegelei
Die Ringofenziegelei Griethe (vormals Lahr)   © Pesch

Ziegelei
An der Basis der Zigeleigrube wurde blaugrauer, zerklüfteter Emscher-Mergel abgebaut (dunklere Schicht). Darüber lag die Grundmoräne bis zur Abtreppung. Diese Schicht war mit Lößlehm überdeckt.   © Pesch

Blick auf das Ziegeleigelände vom Wasserturm. Auch diese Bild ist Anfang der 60ziger Jahre entstanden.

Ziegelei
© U.Ludmann

Wer kennt sie nicht, die "Vorstadtkrokodile" oder Romane wie "Stellenweise Glatteis" und "Flächenbrand"? Der vielfach ausgezeichnete Autor von Kinderbüchern und Literatur aus der Arbeitswelt, Max von der Grün, lebte viele Jahre ebenfalls im alten Lanstroper Dorf.

Krokodile
© Verlage


Und wer seine Bücher genau liest, wird immer wieder auch die Parallelen zu seinem Wohnort feststellen können.


MvdG
© Presse


Das Zentrum des alten Dorfes bildet die katholische Kirche St. Michael. Hier der Blick auf die Kirche Anfang der 60ziger Jahre. Vor der Kirche biegt die Alekestraße von der Lanstroper Straße ab.

Kirche
© U.Ludmann

Die Michaelkirche ist eine dreischiffige neuromanische Stufenhalle mit einem zur Ostseite gerichteten Seitenturm und einer zur Westseite anschließenden Kapelle mit halbrunder Apsis.

Kirche
Die katholische Kirche. Links das alte Pfarrhaus   © Werner Schmidt

Kirche
Blick vom Feuchtbiotop Kornmühlenweg Richtung Kirche.   © Werner Schmidt

Kirchplatz
Kirchplatz mit Rundsitzbank 1964   © Pesch

Kirche
© Joy Regina

Kirche
Innenansicht   © Presse

Das überragende Langhaus wird von abgestuften Seitenschiffen flankiert, die vor der Chorapsis enden. Den Abschluss der Kirche bildet eine nach Norden gerichtete halbrunde Chorapsis, an der sich der Sakristeianbau anschließt. Die aus gebrannten Ziegeln errichteten Langhausmauern sind durch Strebepfeiler und Rundbogenfenster gegliedert.

Am 6. Oktober 1912 erfolgte die Grundsteinlegung. Nach einjähriger Bauzeit war die Kirche vollendet und am 28. September 1913 erfolgte die Einweihung.

Kirche
© Werner Schmidt

Vorher nutze die Gemeinde einen Betsaal in der Gaststätte Brockhaus.
Kirche
Betsaal der Gemeinde im Jahr 1898.   © Werner Schmidt

Komplettiert wird der Kirchenbereich durch das Pfarrhaus, den katholischen Kindergarten und das Pfarrheim in der Steinhofstraße.

Kirche
Blick über den Kindergarten zur Kirche   © Matthias Hüppe

pfarrheim
Das Pfarrheim in der Steinhofstraße.   © Werner Schmidt

Besonders stolz ist die Gemeinde auf ein original Gemälde eines der bekanntesten religiösen Maler unserer Zeit - Sieger Köder, das der Künstler für die Lanstroper Gemeinde anfertigte. Dieses Gemälde ist ein einzigartiges Exponat im Erzbistum Paderborn und in der Region.

Es stellt Maria von Magdala am Grab Jesu am Ostermorgen dar. Umgefallene Fördertürme symbolisieren das Zechensterben im Ruhrgebiet.

S. Köder
Ostermorgen am Grab Jesu   © Matthias Hüppe

Kirche
Pfarrer Rupert Wiesner im Gespräch mit dem Künstler.   © Werner Schmidt

Anziehungspunkt für Kinder und Familien in der Weihnachtszeit - Eine sogenannte Höhlenkrippe, die von der Künstlerin Ulrike Weidemann erschaffen wurde.

krippe
© Werner Schmidt

Für weitergehende Informationen zur Geschichte der Gemeinde und der Kirche empfehlen wir die anliegende Festschrift "100 Jahre Pfarrkirche St. Michael 1913 - 2013".

Kirche
Pfarrer Wiesner vor der Stele, die zum Kirchenjubiläum errichtet wurde.   © Werner Schmidt

KAB
© Prangemeier

Mit der Pensionierung von Pfarrer Rupert Wiesner endete die Zeit, in der in Lanstrop ein fester Pfarrer seinen Wohnsitz hatte.

Pfarrer
© Prangemeier

Kirche
© Werner Schmidt

Direkt neben der Kirche steht das Denkmal von Professor Kalesch aus Dortmund für die Toten des 1. Weltkrieges mit seiner außergewöhnlich erschütternden Darstellung menschlicher Trauer und Ohnmacht.

Denkmal
© Joy Regina

Es wurde auf Vorschlag des Krieger- und Landwehrvereins am 24.06.1923 eingeweiht. Ein Krieger ergibt sich mit gehobener Hand und zerbrochenem Schwert.

Verein
Die Veteranen des Krieger- und Landwehrvereins Lanstrop 1896. Von den Personen sind noch Bernhard Weber und Herr Budde bekannt.   © Prangemeier

3 Tage im Herbst verwandelt sich der Kirchplatz der Gemeinde zum Treffpunkt von Groß und Klein. Die vielen Angebote des Martinsmarktes und das musikalische Rahmenprogramm sind in dieser Form einmalig im Stadtbezirk und locken in jedem Jahr auch viele Menschen aus den umliegenden Orten nach Lanstrop.

Martinsmarkt
© RN

Martinsmarkt
© RN


Schräg gegenüber dem Kirchplatz befindet sich das erste Schulgebäude. Nach einer Überbrückungszeit im Saal der Gastwirtschaft Schnier (später Brockhaus),
begann dort nach den Herbstferien 1862 für die katholischen Kinder der Unterricht unter dem Lehrer Franz Adams.

Brockhaus
© A.Vahlhaus

Die Gaststätte Brockhaus (gegenüber die "Alte Post") an der Kreuzung Lanstroper Straße/Bremsstraße (Anfang der 60ziger Jahre).

Brockhaus
© U.Ludmann

Lehrer Adams war bis 1907 Lehrer in Lanstrop. Das Bild zeigt ihn mit seiner Frau, seiner Tochter, sowie seinem Schwiegersohn.

Adams
© Prangemeier

Die erste feste Schule an der Michaelstraße. Der bekannten Dortmunder Bildhauerin Liesel Bellmann dienten die Räumlichkeiten viele Jahre als Wohnraum und Atelier.

Schule
Das erste Schulgebäude 1964   © Pesch

Schule
© Joy Regina

Bellmann
Liesel Bellmann   © A. Vahlhaus


Bellmann
Von Liesel Bellmann geschaffenes Hofkreuz auf dem Hof Schulze-Berge in Süd-Kamen   © A. Vahlhaus

Aufgrund gestiegener Schülerzahlen wurde 1902 eine zweite Schule an der Lanstroper Straße erbaut. Diese Schule wurde wegen erheblicher Bergschäden 1969 abgerissen.

Wenge
Die Von-der-Wenge-Schule 1964   © Pesch

Schule
© A. Vahlhaus

Die evangelischen Kinder mussten bis 1901 zum Unterricht nach Methler. Später wurden Sie ebenfalls in der Gastwirtschaft Schnier und in einem Schulgebäude in der Kippstraße unterrichtet. Dieses Gebäude wurde im März 1945 durch eine Bombe zerstört. Anfang 1938 erfolgte die Zusammenlegung der Schulen zu einer Gemeinschaftsschule, die nach den Brukterern benannt wurde - einem germanischen Volksstamm, der in der hiesigen Gegend ansässig war.

Jenseits der Schafstallstraße beginnt das "neue" Lanstrop. Mit der Grundsteinlegung für die Großsiedlung "Neue Heimat" am 09.03.1960 veränderte sich Lanstrop massiv. In nur 3 Jahren wurde die Siedlung mit ca. 1400 Wohnungen aus dem Boden gestampft.

Wenge
Die neue Siedlung (vorne der Wenge-Park mit Haus Wenge)   © Horst Delkus

Übersicht
© Pesch

Siedlung
© A. Vahlhaus

Ladenzeile
Die Errichtung der Ladenzeile in der Färberstraße   © Pesch

Siedlung1
© Pesch

Siedlung
© Pesch

Schafstallstraße
Reiheneigenheime bilden die Grenze der Siedlung an der Schafstallstraße.   © Pesch

An der Peripherie der Siedlung errichtete die Deutsche Bauernsiedlung GmbH landwirtschaftliche Nebenerwerbsstellen für heimatvertriebene Bauern und Landwirte. Zu diesen gehörte eine landwirtschaftliche Nutzfläche.

Nutz
Blick vom Friedrichshagen auf die Nebenerwerbsstellen.   © Pesch

Karte
Ansichtskarte   © Facebookgruppe Lanstrop

Seit einigen Jahren ist es Tradition, dass auf einer Verkehrsinsel an der Schafstallstraße der Lanstroper Maibaum errichtet wird. Das von den St. Georgs Pfadfindern organisierte Fest erfreut sich großer Beliebtheit. Höhepunkt ist natürlich in jedem Jahr die Errichtung des Baumes durch die Freiwillige Feuerwehr.

Maibaum
Errichtung des Maibaumes durch die Freiwillige Feuerwehr Lanstrop   © Matthias Hüppe

Maibaum
© Matthias Hüppe


Biegt man von der Steinhofstraße in die Färberstraße, erreicht man zunächst das evangelische Gemeindezentrum der Friedensgemeinde. Die Bauarbeiten für die Sechseckkirche begannen im Frühjahr 1971 und bereits am 1. Advent fand die feierliche Einweihung statt. In die bis dahin genutzte Pavillonkirche zog der Kindergarten ein.
Das Gebäude wird in naher Zukunft abgerissen und wird einem neuen Kindergarten mit Mehrzweckräumen Platz machen.

ev. Kirche
© Joy Regina

Kirche
Ökumenischer Gottesdienst   © Werner Schmidt

Kirchplatz
Ökumenischer Jugendgottesdienst Ende der 60ziger/Anfang der 70ziger Jahre.   © Prangemeier


Mit dem Bau der Siedlung zogen auch neuapostolische Familien nach Lanstrop. Diese Gemeinde konnte am 29.10.1968 die Einweihung ihrer Kirche an der Lanstroper Straße / Kornmühlenweg feiern. Im Zuge von Umstrukturierungsmaßnahmen wurde das Gebäude verkauft.

Kirche
© Werner Schmidt

Im Anschluss an das evangelische Kirchenzentrum befindet sich der zweite, kleinere Park von Lanstrop. Woher der Name "Pilzpark" stammt, erschließt sich dem Besucher mit einem Blick.

Park
© Joy Regina

Pilzpark
Rodelspaß im Pilzpark   © K.-H. Wienke


Leicht versteckt, am Rande des Parks, ist dann die Tagungsstätte der AWO Lanstrop zu finden.

AWO
© Joy Regina

Im Laufe der Jahre hat die Lanstroper Siedlung viel erlebt. Nach der "Abwicklung" der Neuen Heimat und den später folgenden wechselnden Investoren, die in Heuschreckenmanier versuchten, das schnelle Geld zu verdienen, entstand eine Negativspirale mit einem riesigen Renovierungsstau.

Erst in den letzten Jahren konnte dieser Trend gestoppt werden. Das neue Einkaufszentrum, die frischen Farben an den Fassaden und der neue Spielplatz an der Färberstraße sind deutliche Anzeichen für diesen Trend im Quartier.


Siedlung
© Joy Regina


Siedlung
Die ehemaligen Gebäude von COOP, Sparkasse, Apotheke, Einzelhandelsgeschäften und Dienstleistern wurden vor einigen Jahren durch eine moderne Ladenzeile ersetzt   © Joy Regina

spielplatz
© Joy Regina

Im Verlauf der angrenzenden Büttnerstraße hat dann der Sport sein zu Hause. Ein paar fußballbegeisterte junge Männer gründeten den BV 1920 Teutonia Lanstrop mit dem Vereinslokal Meinke (heute "Zur schönen Aussicht" an der Kurler Straße).

Im Zuge des Bevölkerungsanstiegs durch den Bau der Siedlung, stellte die Stadt Dortmund dem Verein 1966 die neue Sportstätte zur Verfügung. Ab März 2020 soll der alte Aschenplatz durch eine neue moderne Anlage ersetzt werden.

Mannschaft
1. Mannschaft   © Erfurth

sport
© Werner Schmidt

Neben dem Fußball genießt insbesondere die Lanstroper Leichtathletik einen guten Ruf über die Dortmunder Stadtgrenzen hinweg. Der ehemalige Dortmunder Oberbürgermeister Samtlebe weihte dazu eine weitere Trainingsmöglichkeit in unmittelbarer Nähe der Schule ein.

Schule
© Joy Regina

Bürgermeister
Oberbürgermeister Samtlebe mit Gerhard Niemeyer (Teutonia Lanstrop)   © Matthias Hüppe

Leicht
30 Jungen und Mädchen konnten 1987 für die Leichtathletikabteilung von Teutonia Lanstrop begeistert werden. Gerhard Niemeyer im Kreis seiner jungen Athleten.   © Prangemeier

Das heutige Schulgebäude der Brukterer-Grundschule in der Lanstroper Siedlung wurde 1966 eingerichtet. Die ebenfalls in der Nähe errichtete Hauptschule wurde aufgrund fehlender Schülerzahlen mittlerweile abgerissen.

Schule
Der erste Bauabschnitt der Brukturer-Grundschule Anfang der 60ziger Jahre.   © Pesch

Schule
Das Maskottchen der Grundschule - Der kleine Germane Bruki   © Brukterer Grundschule

Schule
© Joy Regina


Für Speis´und Trank ist natürlich auch in Lanstrop gesorgt. Die Gaststätten "Zur schönen Aussicht" und "Alte Post" im alten Dorf laden seit vielen Generationen unter wechselnden Pächtern dazu ein.

Post
Haus Brockhaus und die "Alte Post" nur getrennt durch die Lanstroper Straße (1964)   © Pesch

Alte Post
Die "Alte Post", Lanstoper Straße   © Joy Regina

Die Gaststätten "Alte Post" und "Brockhaus" dienten über Jahrzehnte vielen Lanstroper Vereinen als Heimstätten, so auch dem ältesten kulturschaffenden Lanstroper Verein, dem Männergesangverein Frohsinn von 1881

Logo
© MGV

MGV
© MGV

Tauben
© Prangemeier

#
Schulte-Derne
Das Wirtsehepaar Schulte-Derne in der "Alten Post"   © Horst Delkus

Geflügel
Der Rassegeflügelzuchtverein Lanstrop anlässlich seines 50jährigen Bestehens im Jahr 1956 u.a. mit Heinrich Ostermann, Gustav Tappe und Wilhelm Koch.   © Prangemeier

Für Kinder ist insbesondere das Wildgehege auf dem alten Teutonia-Sportplatz gegenüber dem Lokal "Zur schönen Aussicht" ein Anziehungspunkt.

Aussicht
"Zur schönen Aussicht" an der Kurler Straße   © Joy Regina

Aussicht
Das Wildgehege auf dem ehemaligen Sportplatz.   © Joy Regina

wild
© Werner Schmidt

Das "Haus Wulle" in der Färberstraße und das, bei Wanderern und Radfahrern beliebte, Hofcafé "Haus Mowwe" direkt am Kurler Busch,runden das Angebot ab.

wulle
Haus Wulle, Färberstraße   © Werner Schmidt

Moww
Hofcafé Mowwe am Kurler Busch   © Joy Regina


Von Nordwest her begrenzt die BAB 2 mit ihrer Anschlussstelle "Dortmund-Lanstrop" unseren Ort zur Stadt Lünen, dem Tor zum Münsterland. Außerhalb der Lanstroper Ortsgrenzen findet man eine weite Acker- und Weidelandschaft, welche von kleinen Streusiedlungen und Wäldern, wie dem Kurler Busch unterbrochen wird.

Busch
© Joy Regina

Das Naturschutzgebiet Kurler Busch umfasst eine Fläche ca.198 Hektar und ist damit das größte Naturschutzgebiet Dortmunds. Er ist ein strukturreicher Eichenmischwald, der fast vollständig aus Laubbäumen besteht. Seine ökologische Bedeutung ergibt sich durch die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die ihn umgeben und der geringen forstlichen Nutzung, sowie dem relativ feuchten Standort.

Innerhalb des Waldes befinden sich zwei kleine Teiche, mehrere Kleingewässer und ein größeres, durch Bergsenkungen entstandenes Gewässer. Diese bieten Lebensraum für ein großes Amphibienvorkommen sowie eine Graureiherkolonie

bio
© Werner Schmidt

bio
© Werner Schmidt

Angrenzend an den Wald, am Rahmsloher Weg findet man das alte Forsthaus.

Busch
Das alte Forsthaus am Rahmsloher Weg   © Joy Regina

bio
© Joy Regina

Viele Jahre wurde im großen Garten des Forsthauses das traditionelle Osterfeuer der KAB entzündet.

ostern
© Matthias Hüppe

Gegenüber des alten Forsthauses führt der historische Salzweg in den Kurler Busch. Er führte früher von Unna-Königsborn durch Dortmund bis nach Lünen.

Salzweg
© Presse

Im Rahmloher Weg, in unmittelbarer Nähe des Forsthauses, befanden sich das alte Haus der Familie Wienhold, sowie die Gartenwirtschaft Schäckermann, die man auch gerne "Silverranch" nannte.

Silver
Ansichtskarte der Kaffeewirtschaft Schäckermann.   © Prangemeier

rahm
© A. Vahlhaus

rahm
© A. Vahlhaus

Genau 10 Jahre nach der Eingemeindung nach Dortmund baute die Stadt mitten im freien Feld die sogenannte "Burhag-Siedlung". Diese Siedlung mit 17 Baracken, eigener Kapelle und Verwaltungsgebäuden wurde für Familien, die aufgrund von Gerichtsbeschlüssen ihre Wohnungen verloren hatten, als Karree angelegt. Im Volksmund wurde die Burhag-Siedlung schnell als Sing-Sing bekannt, in Anlehung an das berüchtigte amerikanische Gefängnis. Mitte der 70er Jahre wurden die Baracken abgebrochen und die Siedlung aufgelöst.

Burhag1
© Anneliese Vahlhaus

Kapelle
Kappelle in der Burhagsiedlung   © Anneliese Vahlhaus

Burhag
Abriss der Siedlung   © Anneliese Vahlhaus

Umrahmt wird diese Landschaft von bäuerlichen Betrieben mit Hofläden, bis hin zu der uralten Hofanlage des verschwundenen Schlosses Bönninghausen an der Westgrenze des Dorfes.

Feld
© Joy Regina

feld
Hofladen Lüning, Am Burhag   © Joy Regina

Von der Anlage des adeligen Hauses Bönninghausen in Lanstrop steht nur noch ein Fachwerkhaus der ehemaligen Wirtschaftsgebäude aus dem Jahr 1722. Das Herrenhaus ist vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört worden.

Gut
Ehemaliges Wirtschaftsgebäude von Gut Bönninghausen.   © Pesch

Bönninghausem
© Heick

Hier lässt es sich unbeschwert wandern und radeln und den südlichen Abhang des "Derner Rückens" erkunden. Gerade im Bereich der Fahrradtouristik hat sich in den letzten Jahren im Stadtbezirk Scharnhorst und im angrenzenden Kreis Unna sehr viel getan.

bio
Pferdekoppel   © Werner Schmidt

bio
© Werner Schmidt

Mitten in den Feldern findet sich das Wegekreuz der Katholischen Arbeitnehmerbewegegung KAB.

bio
© Werner Schmidt

bio
© Werner Schmidt

bio
© Werner Schmidt

bio
© Werner Schmidt


Die Fahrradwege an den renaturierten Gewässern wie dem Kuhbachweg, der Seseke oder dem Körnebach sind von Lanstrop aus in kürzester Zeit zu erreichen und laden insbesondere zu kleineren Touren ein. Für längere Touren bietet sich der Römer-Lipperadweg, der über Lünen und Bergkamen führt, an. Er verbindet auf 400 Kilometern Detmold und Xanten.Die jährliche Radtour unserer Siedlergemeinschaft ist somit auch immer ein Highlight im Jahreskalender.

Radtour
© Matthias Hüppe

Radtour
© Matthias Hüppe

Radtour
© Matthias Hüppe


Gönnen Sie sich einen schönen erholsamen Tag in einer noch intakten und liebenswerten Dorflandschaft vor den Toren der Stadt Dortmund. Herzlich willkommen!

Schafe
Durch die Schäferei Hibbeln keine Seltenheit im Dorfbild von Lanstrop - Eine Schafherde   © Heinz Naders

Raps
Rapsblüte   © Matthias Hüppe

Sonnenuntergang
Sonnenaufgang über dem Erlensundern   © Matthias Hüppe

bogen
Somewhere over the rainbow...   © Matthias Hüppe

nebel
Lanstrop im Nebel   © Matthias Hüppe

Wer sich inbesondere für die Geschichte von Lanstrop interessiert, dem sei das Buch "Lanstrop - Das Dorf am Grenzpfahl der Großstadt Dortmund" von Anneliese Vahlhaus, sowie der Film "Lanstrop - Ein Dorf im Wandel" von Uwe Koslowski empfohlen. Die DVD bzw. BluRay-Disc sind im Lottloaden Färberstraße oder über amazon zu beziehen.

Buch
© A. Vahlhaus

vahlhaus
Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer überreicht Anneliese Vahlhaus die Scharnhorstmedaille.   © Heinz Naders

Cover
© Uwe Koslowski

Trailer Lanstropfilm auf YouTube