Der Kapitän geht von Bord

Walter Spiller tritt nicht mehr an

Der Kapitän geht von Bord
Der Kapitän geht von Bord   © Bertold Fernkorn
Er war immer da, nicht nur Jahre, es waren Jahrzehnte. Auf Walter kann man sich verlassen, er war nur enttäuscht, wenn Andere ihre Zusagen nicht einhielten. Für die neue Wahlperiode tritt er nicht mehr an - dies ist seinem Alter geschuldet. Im März ist er 80 Jahre alt geworden. Walter hatte mal 33 Jahre den Vorsitz in seiner Siedlergemeinschaft und war 45 Jahre im Kreisvorstand, davon 2 Jahre Beisitzer, 3 Jahre Stellv. Schriftführer, 12 Jahre Schriftführer und 28 Jahre Vorsitzender. Besonders am Herzen lagen ihm die Siedlergemeinschaften in Bochum. Kam es dort zu Problemen, berief er eine Mitgliederversammlung. Schrieb die Tagesordnung, die Einladung und verteilte die Kopien an die Siedler. Für Neuerungen war er nicht nur aufgeschlossen, er unterstützte diese. So auch bei der Entwicklung eines Leitbildes des Kreisverbandes. Wegen der Pandemie konnte es noch nicht in Aktion treten. Der Kapitän geht von Bord, aber Walter war mehr. Er war auch Maschinist, hielt die Maschine am laufen, und Steuermann, der den Kurs anlegt. Unter Langeweile wird Walter Spiller nicht leiden, dafür werden seine sechs Enkelkinder sich schon kümmern.