Steuerbonus für die Handwerkerrechnung

Rundschreiben des Verband Wohneigentum Rheinland vom 06.11.2008

Wer die eigenen vier Wände renovieren lässt, erhält einen höheren Steuerbonus für die Handwerkerrechnung: Statt 600 € können bis zu 1.200 € mit der Steuer verrechnet werden.





Die Arbeitskosten für fast alle Renovierungsarbeiten an Haus und Hof können Privatkunden von der Steuer absetzen. Pro Haushalt können sie ab dem 1. Januar 2009 bis zu 1.200 Euro im Jahr von ihrer Steuerschuld abziehen. Wichtig: Absetzbar sind nur die Arbeitskosten, nicht das Material. Und die Rechnung darf nicht bar bezahlt werden.


20 Prozent der Arbeitskosten bis zu einem Höchstwert von 6.000 Euro können Privatkunden jedes Jahr für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten innerhalb der eigenen vier Wände geltend machen. Haben sie die Höchstsumme erreicht, gibt es einen Steuerbonus von 1.200 Euro. Liegen die Arbeitskosten nur bei 2.100 Euro, dann würde der Steuerbonus entsprechend bei immerhin noch 420 Euro liegen. Ein Ehepaar, das zusammen veranlagt wird, kann den Bonus aber nur einmal nutzen.

Zusätzliches Bonbon: Für Handwerkerleistungen, die keine Renovierungsarbeiten sind, aber im Haushalt erbracht werden (etwa Wohnungsreinigung oder Fensterputzen) kann man zusätzlich den Steuerbonus für handwerkliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Der beträgt noch einmal 1.200 Euro im Jahr (20 Prozent von 6.000 Euro).

Das Finanzamt verlangt/bestimmt

Der Steuerbonus wird natürlich nicht gewährt, wenn der Kunde die Handwerkerrechnung schon als Betriebsausgabe, als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastung geltend gemacht hat.

Welche Arbeiten sind begünstigt?

Alle handwerklichen Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind begünstigt, wenn sie in einem inländischen Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden – unabhängig davon, ob es sich um Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand handelt. Aber: handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme sind nicht ansetzbar. Den Steuerbonus von 600 Euro gibt es seit dem 1. Januar 2006. Ab dem 1. Januar 2009 wird er verdoppelt - dann können 1.200 Euro steuerlich geltend gemacht werden:

Quelle: www.handwerksblatt.de