Service Haus & Wohnen
Januar 2026
Für unsere Woche des Wohneigentums haben wir wieder ein vielseitiges Info-Paket geschnürt. Wir beschäftigen uns u.a. mit Photovoltaik- und kleinen Windkraft-Anlagen, mit dem Thema Vollmachten und Verfügungen und dem Smart Home. Erstmals beleuchten wir auch die Perspektive von Frauen und Wohneigentum.

In der Woche vom 9. bis zum 13. März sind unsere Referent*innen an vier Abenden für Sie da und nehmen sich im Anschluss an die Vorträge Zeit, Fragen zu beantworten. Die Online-Infoabende beginnen jeweils um 18 Uhr und enden gegen 19.30 Uhr.
Themen und Referenten
Montag, 09.03., 18 Uhr
Energie-Eigenversorgung 2.0.
Unser Referent sagt: Die PV-Anlage auf dem eigenen Dach ist die Antwort auf steigende Strompreise und zugleich der beste Beitrag zur Energiewende. Sonnenstrom kann heutzutage im Eigenverbrauch so effizient und wirtschaftlich genutzt werden, dass man ein leeres und ungenutztes Dach eigentlich schon als teuren Luxus betrachten muss. In seinem Vortrag vermittelt Hans Urban grundlegende Informationen und zeigt persönliche Wege in Richtung Energiewende. Auch Windkraft, flexible Module, und Wärmepumpen werden thematisiert.
Referent: Dipl.-Ing. Hans Urban, Experte für Photovoltaik, Speicher und E-Mobilität
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Dienstag, 10.03., 18 Uhr
Smart Home
Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Smart Home, und welche technischen Möglichkeiten stehen Hausbesitzern heute tatsächlich zur Verfügung? Unser Referent gibt einen verständlichen Überblick über aktuelle Assistenzfunktionen, ordnet ihren praktischen Nutzen ein und beleuchtet die Kosten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie intelligente Haustechnik dazu beitragen kann, Selbstständigkeit und Sicherheit zu erhöhen. Norman Bartusch richtet den Blick auch auf auf das Ziel, möglichst lange unabhängig im eigenen Zuhause leben zu können.
Referent: Norman Bartusch, SmartHome Initiative Deutschland e.V.
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Donnerstag, 12.03., 18 Uhr
Vollmachten und Patientenverfügung
Ein schwerer Unfall, Altersschwäche oder ein plötzlicher Schlaganfall: In kürzester Zeit kann eine Situation entstehen, in der wir hilflos sind und keine eigenständigen Entscheidungen mehr treffen können. Unser Referent zeigt, wie Vollmachten und Verfügungen Klarheit schaffen und so auch Angehörige entlasten können. Sie können rechtzeitig nahe Menschen bestimmen, die sich um Ihre Angelegenheiten kümmern, wenn Sie dazu nicht (mehr) in der Lage sind. Holger Schiller erläutert, welche Regelungen sinnvoll sind, worauf es bei der Erstellung ankommt und wie sich persönliche Wünsche verbindlich festhalten lassen.
Referent: Holger Schiller, Rechtsanwalt und Notariatsverwalter
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Freitag, 13.03., 18 Uhr
Frauen und Wohneigentum
Ehe, Eigentum und Eintragung: Was Paare über Immobilienbesitz wissen sollten und wie man sich innerhalb der Ehe richtig absichert. Das Seminar richtet sich insbesondere an Frauen, die Wohneigentum besitzen, kaufen wollen und/oder erben. Unsere Referentin räumt mit gefährlichem Halbwissen auf und beleuchtet die rechtlichen Aspekte. Denn: Bei Immobilien in der Ehe geltend klare gesetzliche Regelungen, die "frau" kennen sollte. Wie wirkt sich Wohneigentum in der Ehe aus? Wer besitzt was im Grundbuch? Wer haftet für den Kredit auch im Falle einer Trennung? Ziel des Vortrags ist es, mit mehr Klarheit, Kontrolle und Selbstbewusstsein an das Thema heranzugehen.
Referentin: Dr. Tina Wollweber, Sister in Law
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Heizkosten sparen? Welche Maßnahme lohnt sich für mich?Die Plattform CO2online hat ein gut durchdachtes Tool entwickelt, mit dem sich schnell, kostenfrei und ohne viel Aufwand ermitteln lässt, welche Maßnahmen für Ihre Immobilie sinnvoll sind. Prüfen Sie in wenigen Minuten Ihren Verbrauch und erfahren Sie, welche Maßnahmen zu welchen Ergebnissen führen, was es kostet und mit wieviel Förderung zu rechnen ist. Sie benötigen dafür Ihre Heiz-/ Energiekostenabrechnung.
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Vielerorts aktuell das gleiche Bild: Straßen werden aufgerissen, Bautrupps ziehen durch Wohngebiete. Der Glasfaserausbau kommt voran, doch lohnt sich die neue Technik für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer? Ein Überblick.

Streaming, Homeoffice oder Online-Gaming: Viele Haushalte kommen heute noch mit DSL oder Kabel gut klar. Trotzdem sollte man direkt zugreifen, wenn Glasfaser in der Straße bis zum Haus verlegt wird, erklärt Technikjournalist Andrijan Möcker von der Fachzeitschrift c’t (Heise Medien): "Die Glasfaser ist das Medium der Zukunft und es spricht langfristig vieles dafür. Im Gegensatz zu DSL überträgt sie Daten nicht mehr über Kupferleitungen, sondern über Lichtsignale. Das ermöglicht höhere und stabilere Bandbreiten über große Entfernungen."
Vorteile von Glasfaser auf einen Blick
Ein Glasfaseranschluss bietet im Vergleich zu DSL und Kabel klare Pluspunkte:
stabile und langlebige Internetverbindungen - auch bei mehreren Nutzern im Haushalt
deutlich bessere Upload-Geschwindigkeiten
hohe Leistungsreserven für künftige Anwendungen
geringerer Energieverbrauch
Hinzu kommt: Perspektivisch hat DSL ohnehin keine Zukunft. "Einen festen Termin für das Abstellen von DSL gibt es zwar noch nicht, doch klar ist, dass der Parallelbetrieb von Kupfer- und Glasfasernetzen auf Dauer wirtschaftlich keinen Sinn ergibt", so Möcker.
Spätere Anschlusskosten vermeiden
Entscheidend sind meist nicht die monatlichen Kosten, denn Glasfaser-Tarife liegen häufig in einer ähnlichen Größenordnung wie schnelle DSL- oder Kabelangebote. Wirtschaftlich besonders relevant sind vielmehr die Kosten für den Hausanschluss.
Während der sogenannten Vorvermarktungs- oder Ausbauphase berechnen die Anbieter oft nur wenige hundert Euro oder gar keine Anschlusskosten für die Glasfaserleitung vom Gehweg bis in den Keller, sofern man bei ihnen einen Internetvertrag abschließt. Dieser läuft in der Regel 2 Jahre.
Für Eigentümer*innen ist es daher sinnvoll, den Glasfaser-Hausanschluss direkt beim gemeinsamen Ausbau legen zu lassen - selbst wenn die Glasfaser zunächst noch nicht aktiv genutzt wird. Der Anschluss ist dann vorbereitet und das Gebäude technisch auf dem neuesten Stand, was auch den Immobilienwert steigern kann.
"Muss der Bautrupp für ein einziges Haus erneut anrücken, sind die Kosten wesentlich höher", so Technikexperte Möcker. "Dadurch können fünfstellige Beträge fällig werden, wenn es schweres Gerät und umfangreiche Tiefbauarbeiten braucht."
Vorsicht bei Haustürgeschäften
Für den Betrieb der Glasfaser braucht man einen Anbieter. Wichtig zu wissen: Eine freie Wahl zwischen mehreren Anbietern besteht beim Glasfaserausbau häufig nicht, erklärt Erol Burak Tergek, Referent für Telekommunikationsrecht bei der Verbraucherzentrale NRW: "Die Anbieter sind nach aktueller Rechtslage nicht verpflichtet, ihre Leitungen nach Ablauf der Erstlaufzeit anderen Anbietern zur Verfügung zu stellen. Eine Gesetzesänderung dazu könnte aber im Rahmen der Kupferabschaltungen kommen."
Auch Möcker bestätigt: "Ein Anbieter baut aus und hat das Recht, das Netz in den ersten 2 Jahren nicht zu öffnen für andere Anbieter. Aber auch danach ist man vom Willen anderer Anbieter abhängig, mit dem ausbauenden Netzbetreiber eine Kooperation auszuhandeln."
Viele Unternehmen arbeiten dabei mit externen Vertrieblern auf Provisionsbasis. Laut Verbraucherzentralen kommen regelmäßig fragwürdige Methoden vor: Es wird etwa Druck über angeblich knappe Fristen aufgebaut oder behauptet, DSL werde "bald abgeschaltet". Auch erfundene Router-Störungen dienen mitunter als Vorwand, um Hauseigentümer*innen zu einer schnellen Unterschrift zu bewegen. Teilweise sollen sogar Unterschriften auf sogenannten Beratungsprotokollen später als Vertrag gelten.
Wie immer bei Haustürgeschäften gilt:
Unterschreiben Sie grundsätzlich nichts an der Haustür.
Nehmen Sie die Unterlagen mit und prüfen Sie alles in Ruhe.
Falls Sie doch zu schnell unterschrieben haben: Wie bei online abgeschlossenen Verträgen gilt bei Haustürgeschäften ein 14-tägiges Widerrufsrecht.

Ablauf des Glasfaserausbaus
Nicht selten bekunden Eigentümer*innen zunächst ihr Interesse an einem Glasfaservertrag und hören dann monatelang nichts vom Anbieter. Das liegt daran, dass die formalen Vorbereitungen für den Glasfaserausbau Zeit benötigen.
In Wohngebieten prüfen Unternehmen meist zuerst die Nachfrage, indem sie das Interesse gebündelt bei Eigentümer*innen abfragen. Erst danach entscheiden sie, ob tatsächlich ausgebaut wird. Bei ausreichend Interesse in der Nachbarschaft folgt eine Auftragsbestätigung - erst dann entsteht der Vertrag. "Anschließend geht der Ausbau typischerweise schnell: Erst wird die Zuleitung auf der Straße, dann die Leitung zu Ihrem Haus gelegt. Das Ganze erledigen die Firmen in Einfamilienhaussiedlungen normalerweise an einem Tag", erklärt Möcker.
WEG und Mehrfamilienhäuser: Wem gehört das Glasfaser-Hausnetz?
Einen kritischen Punkt gibt es für Eigentümergemeinschaften und Mehrfamilienhäuser: Wenn der Anbieter das Hausnetz bis in die Wohnungen baut, gehört ihm diese Infrastruktur oft auch. Das kann dazu führen, dass später praktisch nur dieser Anbieter genutzt werden kann. Möcker spricht von einem "Monopol im Treppenhaus" und rät: "Um dies zu verhindern, kann es sich für eine WEG lohnen, eine eigene Inhouse-Verkabelung von einem anbieterunabhängigen Fachbetrieb errichten zu lassen."
Selbst Hand anlegen und Geld sparen
Viele Anbieter setzen den Abschlusspunkt standardmäßig direkt neben den Eintrittspunkt (oft im Keller). Wer den Glasfaserabschluss an einer anderen Stelle wünscht, muss dafür nicht selten mehrere hundert Euro zahlen. Möcker macht Do-it-yourself-Fans Mut: "Sie können im Netz passende Glasfaserkabel fertig mit Steckern bestellen. Die Abschlussdosen haben eine Anschlussbuchse - da können Sie das Kabel einstecken und dann verlegen, wie Sie wollen. Man muss nur Stecker- und Fasertyp kennen. Heute sind meist ‚LC/APC‘ als Standard üblich, ‚Singlemode OS2‘."
Falls kein Glasfaserkabel nach oben ins Haus verlegt werden kann, helfe ein Medienkonverter bzw. Glasfasermodem im Keller, der das Signal auf RJ45 umsetzt. So kann häufig sogar ein vorhandenes Cat5e-Kabel weiter genutzt werden. Wer keinen glasfaserfähigen Router besitzt (beim Anbieter nachfragen), benötigt außerdem ein spezielles Glasfaser-Modem. Damit lassen sich auch ältere Router weiterhin nutzen.
"Wenn ich die Glasfaser in einem Einfamilienhaus in den Keller bekomme, dann kann ich wahlweise dahin auch den Glasfaser-Router setzen oder ich nutze ein Modem, das an die Glasfaser angeschlossen wird, und daran schließe ich den Router an - das geht natürlich auch." Ein Glasfaser-Modem kostet neu etwa 60 bis 70 Euro, lässt sich aber auch günstig gebraucht kaufen - "da spricht gar nichts dagegen", meint Möcker.
Viele Anbieter verkaufen oder vermieten Router direkt beim Glasfaserausbau (z. B. Telekom Speedport oder Vodafone Fritzbox-Modelle). Das kostet häufig monatlich extra. Laut Möcker lässt sich der vorhandene Router in vielen Fällen weiterverwenden, wenn ein WAN-Port vorhanden ist oder "LAN als WAN" konfigurierbar ist. Weitere Voraussetzungen: Der Router muss Zugangsdaten übermitteln können und Sicherheitsupdates sollten noch verfügbar sein.
So verlegt man die letzten Meter Glasfaser im Haus kostengünstig.
Das DIY-Video unseres Interviewpartners Adrijan Möcker vom Heise-Verlag:
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Preisvergleich: Was kostet Glasfaser?
"Glasfaser ist nicht automatisch teurer als DSL oder Kabel, wenn man vergleichbare Geschwindigkeiten bucht", so Möcker. Dennoch sind Glasfaser-Tarife unter 40 Euro monatlich eher selten. Wer zuvor sehr günstiges DSL (20 bis 30 Euro) nutzte, zahlt nach dem Glasfaserausbau oft mehr. Dafür lassen sich durch einen rechtzeitigen Anschluss meist hohe spätere Anschlusskosten vermeiden.
Ärger beim Glasfaserausbau? Bundesnetzagentur schlichtet kostenlos
Falls es Probleme mit dem Anbieter gibt - etwa Verzögerungen, Unklarheiten beim Vertrag oder Schwierigkeiten beim Anschluss - kann bei der Bundesnetzagentur ein kostenloses Schlichtungsverfahren beantragt werden.
Anna Florenske