Mitgliederzuwachs auch in Krisenzeiten

Eine Gruppe von Menschen legen Hände und Füße in einen Kreis als Zeichen der Gemeinschaft
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Die Mitglieder unseres Verbandes sind unser Herzstück, ohne sie würde unser Verband und seine Arbeit schlichtweg nicht existieren. Daher freuen wir uns besonders in Zeiten des demographischen Wandels und zu Corona-Zeiten, wenn sich Mitglieder für die Gemeinschaft gewinnen lassen und unsere langjährigen treuen Mitglieder weiterhin zu uns stehen. Gerade durch die Corona-Krise und der damit einhergehenden sozialen Isolation entstehen bei vielen Mitglieder seelische Nöte. Der Mensch ist per se ein soziales Wesen und daher spielen Beziehungen eine überaus zentrale Rolle im Leben, sodass nach Aussagen von Gesundheitsexperten auf dem Gebiet der Psychoneuroimmunologie sie als den mit Abstand größten Einflussfaktor für unsere Gesundheit betrachtet werden.
Die Überzeugung, dass wir nicht voneinander getrennt und allein sind, hilft uns, da wir jederzeit die bestehenden Probleme gemeinsam lösen können. Diese tiefe Verbundenheit, die dann wächst, nimmt die Zukunftsängste und lädt uns gerade in dieser Zeit ein, uns als eine große Menschheitsfamilie zu betrachten, denn nur gemeinsam, wenn wir aufeinander achten und enger zusammenrücken, lassen sich unsere Ziele besser erreichen.

Der Siedlergemeinschaft Fritz Reuter ist es abermals gelungen, Mitglieder für die Gemeinschaft zu gewinnen und sie waren so freundlich, uns mit nachfolgendem Artikel über die Siedlung an ihrem Erfolg detailliert teilhaben zu lassen, damit auch andere Siedlergemeinschaften durch die Anregungen und Tipps zukünftig noch weitere Mitglieder gewinnen können. Denn umso mehr Mitglieder wir zählen, desto mehr können wir derzeit und in Zukunft auch auf politischer Ebene für unsere Mitglieder bewirken.
Falls Sie weitere Ideen haben, lassen Sie uns gern teilhaben.

Unsere Siedlergemeinschaft besteht seit 1976 und zeichnet sich durch ihr soziales Miteinander aus. Sie gründete sich aufgrund der Kaufangebote der Wohnungsbaugesellschaft DeGeWo an die Mieter der Reihenhäuser in der Krugpfuhlsiedlung in Britz zu seinerzeit überhöhten Preisen für 1928 gebaute, nicht modernisierte Reihenhäuser.
Der Zuspruch war sofort groß und wir starteten mit rund 30 Mitgliedern. Mit Erfolg konnten damals die Kaufpreise moderat gesenkt werden.

Die Müllentsorgung geschieht über feste Standorte, die im Kaufvertrag und im Grundbuch festgeschrieben sind.
Seitdem gab es immer wieder kleinere Probleme, die mehr oder weniger gelöst wurden. So hatten wir das Thema "Müll" immer wieder im Programm.
Nun wurde es wieder ruhiger. Unsere Mitgliederzahl pendelte zwischen 60 und 70 (überwiegend durch Wegzug, Tod) und auf Neuwerbung wurde kaum reagiert.

2009 wurde uns nun eine Erhaltensverordnung "übergeholfen". Leider wurde seinerzeit nicht rechtzeitig reagiert, sodass bis heute Auseinandersetzungen mit der zuständigen Stadtplanung ggü. Umbauwilligen unsere Unterstützung beanspruchen (Mitgliederzahl derzeit bei ca. 90).

Im Jahr 2014 wurden die Müllcontainer nach Eigentümer und Mieter getrennt. Damit nahm man uns das grundbuchgesicherte Recht, alle in der Siedlung vorhandenen Müllplätze zu nutzen. Für viele bedeutet dies wesentlich weitere Wege.

Mit Ablauf 2020 sollen die Eigentümer nun durch massiven Druck neue Verträge mit der DeGeWo eingehen, die von den ursprünglichen Verträgen erheblich abweichen. Gleichzeitig verteuerte sich die Rechnung für 2019 durch Berechnung von Mehrwertsteuer um rund 30 Wieder einmal war der Vorstand gefragt, der mit großem Zeit- und Kostenaufwand die Siedlung zu mobilisieren suchte. Neben einzelnen Mitgliedern konnten wir dazu einen hochkarätigen Juristen gewinnen.

Durch dosierte Information mit Wurfsendungen in der gesamten Siedlung und Angebot der E-Mail-Information gewannen wir allein im Januar 11 Neumitglieder.
Natürlich stand uns auch der Vorsitzende des Verbandes, Herr RA Felix Hahn, beratend zur Seite.
Gemeinsame Probleme können eben besser gemeinsam gelöst werden. Daher hoffen wir natürlich auf weiteren Zuspruch und eine Regelung mit der DeGeWo in unserem Sinn.
Gerade in Zeiten von Corona ist die gegenseitige Hilfe sehr in den Vordergrund gerückt.

Durch unsere Aktionen, die über Jahrzehnte stattfinden, wie Trödeln vor der Haustür und Sommerfest im Park der Krugpfuhlsiedlung, zu denen wir auch alle Nichtmitglieder unserer Siedlung herzlich einladen, wollen wir, neben unserem Spaß, natürlich für unsere Siedlergemeinschaft neue Mitstreiter gewinnen.
Für unsere Mitglieder findet darüber hinaus in jedem Jahr eine Siedlerfahrt statt und zum Jahresabschluss organisiert der Vorstand ein gemeinsames Gänsekeulenessen - so es Corona zulässt.
Bei diesen Veranstaltungen lernen sich dann unsere Mitglieder besser untereinander kennen. Das führt im Alltag unter den Mitgliedern und zu den Nachbarn zu einem guten sozialen Kontakt.
Ziel ist und bleibt natürlich die Neugewinnung von Vereinsmitgliedern.
Renate Neumann und Jörg Brändel

Frau Neumann, Herr Brändel
Vorsitzende Siedlerfreundin Renate Neumann und Schatzmeister Siedlerfreund Jörg Brändel engagieren sich sehr stark für die Mitglieder der Sgm. Fritz Reuter und leisten so einen immensen Beitrag für die Gemeinschaft.   © VHWE
Herr Marx
Stellv. Vorsitzender Siedlerfreund Marx unterstützt die beiden gern bei der ehrenamtlichen Arbeit.   © VHWE