Debatte um das Einfamilienhaus

Einfamilienhaus mit Garten
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Soll der Bau von Eigenheimen künftig verboten werden?

Seit Kurzem steht die Zukunft des Eigenheims in der öffentlichen Diskussion auf dem Prüfstand. Der VWE Berlin-Brandenburg möchte darum die Berliner Parteien zu diesem Thema befragen und ruft seine Mitglieder auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

Auslöser dieser Medien-Debatte über die Einfamilienhäuser (EFH) ist ein politisches Interview und die Aussage einer Partei, welche bei vielen einen Nerv getroffen hat. Bereits unser Bundesverband (VWE-Präsident Manfred Jost) hat seine Bedenken hierzu in einem Gast-Beitrag für eine Zeitung deutlich zum Ausdruck gebracht sowie Stellung bezogen und wir knüpfen hier an und möchten an dieser Stelle auch das Gutachten, was wir vor einigen Jahren in Auftrag gaben und den politischen Parteien zur Verfügung stellten, erwähnen.

Dieses Gutachten möchte Wege aufzeigen, die im Interesse der Siedler*innen, des Städtebaus und im Interesse Berlins zu gehen sind, wenn man die Wohnform der Kleinsiedlungen nicht nur erhalten, sondern auch in einer neuen Stadtlandschaft weiterhin sinnvoll integrieren will.
Deutschland ist übrigens nach einer EU-Statistik zufolge zudem immer noch das Schlusslicht in der EU - es gibt hierzulande so wenig Hausbesitzer*innen wie nirgendwo in der EU.

Dass Wahlkampf ist, zeigt sich auch in dieser hoch entwickelten Brisanz der Debatte sehr deutlich und daher greifen wir nun diese Thematik auf und möchten die Parteien auffordern, sich hier klar und deutlich zu positionieren.
Dieser Mitgliederaufrufsoll dazu dienen, interessierende Fragen hinsichtlich der EFH-Debatte an die Parteien des Berliner Abgeordnetenhauses über uns loszuwerden:

Liebe Verbandsmitglieder,
bitte benennt uns Eure Fragen an die Berliner Parteien bis spätestens zum 31. Mai 2021, damit wir im Vorfeld der Wahlen Antworten hierzu erhalten und öffentlich zur Verfügung stellen können.

Viel gewichtiger und im Vordergrund sehen wir zukünftig den Kampf gegen den Klimawandel. Dieser sollte noch mehr von der Politik thematisiert werden. Unsere Mitglieder realisieren für ihre Häuser bereits so gut es geht und es ihnen möglich ist hohe energetische Standards, denn so wollen nach einer bundesweiten Umfrage "Wohnwünsche im Alter" ca. 90 Prozent der Eigentümer*innen so lange wie möglich in ihrem eigenen Haus leben und sind dafür bereit energetisch punktuell nachzurüsten. Und dies möchte ihnen - gerade auch zu Zeiten der Pandemie und im Hinblick auf die Altersvorsorge - und all denen, welche dies zukünftig anstreben, bitte ermöglicht und vor allem erlaubt bleiben.

Kerstin Messer