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Oktober 2022

Gibt es lose Stellen im Putz oder lockere Dachziegel? Oder gluckert vielleicht die Heizung? Alle Jahre wieder denken Hauseigentümer und eigentümerinnen am besten schon im Herbst daran, die eigenen vier Wände winterfest zu machen. Sturm, Frost und Schnee können schwere Schäden verursachen. Hier ein Überblick, was zu tun ist.

ein Stapel Kaminholz mit etwas Schnee darauf
Wer es noch nicht getan hat: Überprüfen Sie, ob Sie Brennstoffe in ausreichender Menge vorrätig haben oder ob noch etwas bestellt werden sollte.   © PantherMedia/Daniel Reiter

Rundgang ums Haus

Zunächst einmal: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit und inspizieren Sie Ihr Haus in aller Ruhe. Dabei kann es hilfreich sein, Mängel zu notieren oder sie mit Fotos zu dokumentieren - so wird später nichts vergessen, wenn Sie an die Arbeit gehen.

Dachrinnen und Fallrohre reinigen
Die Dachrinnen müssen vom Laub befreit werden, damit Schnee und Schmelzwasser abfließen. Wichtig: Im Herbst werden herabfallende Blätter bis in die Fallrohre gespült. Also auch die Fallrohre in Augenschein nehmen, wenn sich hier das Wasser staut, können sich Eispfropfen bilden. Die Befestigung muss einwandfrei sein, damit die Rohre im Winter einer möglichen Schneelast standhalten. Eine Abtropfkette kann die Dachentwässerung unterstützen.

Dach inspizieren
Während der Herbststürme können sich Dachziegel lockern und verschieben, beschädigt werden oder ganz herausfallen. Schäden müssen sofort behoben werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt. Vorsicht: Nicht selber auf dem Dach herumklettern, sondern lieber einen Fachmann beauftragen. In schneereichen Gebieten können Schneefanggitter vor herabstürzendem Schnee und Eis schützen. Bei auf dem Dach montierten Antennen, Sat- oder Solaranlagen die Befestigung überprüfen.

Wasserleitungen schützen
Die Leitungen im Außenbereich oder in unbeheizten Räumen werden oft vergessen. Das kann zu bösen Überraschungen führen: Bei Frost gefriert das Wasser in den Rohren, dehnt sich aus und sprengt die Rohre. Die Wasserleitungen müssen entleert und abgestellt werden. Wasserhähne mit Rücklaufventil abmontieren. Dichtungen mit Vaseline fetten, damit sie nicht spröde werden.

Putz überprüfen
Auf lose Stellen und Risse im Putz achten und kleine Schäden neu verputzen. Befeuchtet man die Stelle und zeichnen sich die Risse dann als dunkle Linien ab, dann dringt Regen ein. Eindringendes Wasser dehnt sich beim Gefrieren aus und kann den Putz von der Wand sprengen.

Auf gute Beleuchtung achten
In der dunklen Jahreszeit sollte es ausreichend Außenbeleuchtung geben. Das mindert die Unfallgefahr in dunklen Ecken. Eine gute Beleuchtung kann zudem mögliche Einbrecher abschrecken.

Im Haus

Türen und Fenster überprüfen
In alten Häusern sind Fenster und Türen oft energetische Schwachstellen. Brüchige oder durchlässige Abdichtungsleisten sollten erneuert werden. Bei einfacher Verglasung lohnt es sich, neue wärmedämmende Fenster einbauen zu lassen. Hier kann über die Wintermonate viel Geld verlorengehen. Grundsätzlich sollten die Fensterdichtungen einmal jährlich mit Silikonspray oder Ballistol-Öl gepflegt werden.

Heizkörper
Bei Kälte sollten die Heizkörper nie ganz ausgestellt werden, auch nachts nicht, um ein Zufrieren der Leitungen zu verhindern. Ein Fachmann sollte die Heizungsanlage vor dem Frost warten, der Heizkessel sollte gereinigt werden. Überprüfen Sie, ob Sie Heizöl oder sonstige Brennstoffe in ausreichender Menge vorrätig haben oder ob noch bestellt werden muss. Die Heizkörper im Haus überprüfen, wenn sie nicht richtig warm werden oder "gluckern", müssen Sie entlüftet werden.

Verkehrssicherungspflicht

Grundsätzlich nicht vergessen: Bei Schnee und Glätte gehört die Sicherung der Grundstückswege, Bürgersteige und angrenzenden öffentlichen Gehwege zu den täglichen Pflichten eines Haus- und Grundstücksbesitzers, er muss räumen und streuen. Achten Sie darauf, genug Streusand im Haus zu haben.

Katrin Ahmerkamp