Beitragserhöhung in drei Schritten

Landesversammlung NRW beschloss Anhebung der Mitgliedsbeiträge um 5,-- Euro.

Siedlergemeinschaft Am Sommerberg/ Am Winterberg berät im Herbst über die Anpassung

(Einladung zu 2. außerordentlicher Jahresversammlung folgt zu gegebener Zeit)


Die Landesversammlung des Landesverbandes Nordrhein- Westfalen 2014 fand am 5. April im Haus des Siedlers am Himpendahlweg 2 in Dortmund statt. Die über 100 Delegierten aus allen Kreisverbänden in Nordrhein Westfalen wählten nicht nur den Vorstand, sondern befassten sich unter anderem auch mit Satzungsänderungen und einer Beitragserhöhung.

Landesschatzmeister Hans Jochen Gerlach überzeugte das Gremium mit seinen Berichten und Erläuterungen dazu. Die Anhebung der Mitgliedsbeiträge war angesichts der demografischen Vorausschau und unter kaufmännischen Gesichtspunkten leider unvermeidlich. Das wurde anhand der überzeugenden Zahlen allen sehr rasch klar.

Sie wird bereits zum 01.01.2015 von derzeit 15 Euro pro Mitglied und Jahr auf dann 17 Euro pro Mitglied erfolgen.

Schon am 01.01.2016 wird dann die zweite Stufe der Beitragsanpassung geschehen und der Jahresbeitrag steigt dann auf 19 Euro pro Mitglied.

Letzter Schritt wird dann am 01.01.2017 sein, wenn ein weiterer Euro die Maßnahme abrundet.

Die Anhebung der Beiträge für Einzelmitglieder erfolgt entsprechend.
Dieser Tagesordnungspunkt wurde allerdings auch rege innerhalb des Gremiums diskutiert. Insbesondere wurden unter anderem auch Bedenken vorgebracht, dass Mitglieder mit nur sehr geringen Einkünften diese Beitragserhöhung nur schwer werden verkraften können.

Bei der Abstimmung gab es dann erstaunlicherweise doch nur eine einzige Gegenstimme, so dass mit überwältigender Mehrheit dem Vorschlag des Vorstandes zugestimmt wurde.

Die Siedlergemeinschaften werden sich nun mit der Anpassung ihrer eigenen Beiträge beschäftigen müssen. Die Beschlüsse hierzu müssen aber noch in diesem Jahr gefasst werden, wenn eine etwaige Beitragserhöhung der Siedlergemeinschaften jeweils synchron ab 01.01.2015 erfolgen soll.

Ebenso eifrig wurden Punkte der vorgeschlagenen Satzungsänderungen nachgefragt und erörtert. Letztendlich konnten aber alle Anregungen und Nachfragen zur Zufriedenheit aller aufgenommen und beantwortet werden, sodass ebenfalls mit riesiger Mehrheit die Satzung nun geändert wurde.

Wesentliche Änderungsbausteine sind unter anderem die Möglichkeit, nur zum ersten des auf den Mitgliedsantrag folgenden Monats beitreten zu können. Ebenso wird bei einem Beitritt bis zum Juni eines jeden Jahres der volle und danach der halbe Jahresbeitrag fällig.

Wichtig war auch, eine jahrzehntelang geübte Praxis satzungstechnisch festzuschreiben: Die Zustellung der Zeitschriften und Informationen in den einzelnen Siedlerbriefkasten. Mitglieder haben künftig die Pflicht, diese Zeitungen zu beziehen und der Verband wie auch alle seine Untergliederungen haben die Pflicht, diesen Bezug auch sicherzustellen. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, wie dann auf Nachfragen ausführlich dargestellt wurden.

Etwa die, dass man zum Beispiel die Zeitschrift Familienheim und Garten auch postalisch gegen entsprechende Gebühr zustellen lassen kann, wenn das Mitglied diese Gebühr zu bezahlen bereit sei.

Ein herzlicher Glückwunsch mit langem Applaus erging an den einstimmig wiedergewählten geschäftsführenden Landesvorstand unter der Führung des alten und neuen Vorsitzenden Hans Michael Schiller.

Dieses Votum spiegelte den Dank der Landesversammlung für eine ausgezeichnete Verbandsarbeit wider, die mit der schwierigen Aufgabe der Realisierung einer Fusion der ursprünglich drei Verbände in NRW 2011 ihren Anfang nahm. Die vertrauensvolle und von großem Teamgeist geprägte Zusammenarbeit des geschäftsführenden Vorstandes war nahezu greifbar.

Mit Stolz hörten die Delegierten den Bericht der Kassenprüfung, den Jürgen Wenzelewski eindrucksvoll erstattete. Hiernach wurde eine ausgezeichnete Kassenführung attestiert und die gute Arbeit aller daran Beteiligten sehr gelobt.

Die einstimmige Entlastung von Vorstand und Schatzmeister bei Enthaltung der Betroffenen war daher keine Frage mehr.

Begleitet wurde die Landesversammlung durch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, die mit sehr viel Charme und Bemühungen die Delegierten betreut haben.

Die Tatsache, dass die von allen Anwesenden seit vielen Jahren so sehr geschätzte Frau Sigrid Wittwer in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen wird, stimmte das Gremium hörbar wehmütig. Und dennoch gönnen ihr alle natürlich auch diesen Schritt.

Eine sehr wichtige, Weichen stellende Landesversammlung, nahm am frühen Nachmittag ihr wohlverdientes Ende.

Was bleibt, ist das gute Gefühl, alles richtig gemacht zu haben.


Detlev Lachmann