Gartentipps von Waltraud Herdegen

Waltraud
© privat
Waltraud Herdegen ist im Verband alles andere als eine "Unbekannte". Die verheiratete Mutter zweier Kinder lebt in Schwarzenbach an der Saale. Sie kam 1993 im Zuge des Hausbaus zum damaligen Siedlerbund und ist seither engagiert.
Als stellvertretende Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberfranken ist sie mit den Verbands- bzw. Vereinsgepflogenheiten sehr vertraut, wenngleich ihr das Thema Freizeitgartenbau besonders am Herzen liegt. Das zeigte sich in der Vergangenheit bereits als Gartenfachberaterin in Oberfranken und als Mitglied des Arbeitskreises der Gartenfachberater im Landesverband. Dessen Leitung obliegt ihr nun ebenfalls. Waltraud Herdegen ist keine gelernte oder studierte Gärtnerin. Mit viel Herzblut, großem Engagement und vielen theoretischen und praktischen Weiterbildungen, z.B. an der Gartenakademie in Veitshöchheim oder in Weihenstephan, hat sie sich ihr umfangreiches Wissen selbst beigebracht. Die aktuellste Weiterbildung bezog sich auf die internationale Aktion "Natur im Garten", für die sie nun zur Zertifikation tätig sein kann.
Als Gartenfachberaterin des Landesverbandes Bayern kommen somit auf Waltraud Herdegen nicht nur vielfältige gärtnerische Aufgaben zu, sondern auch zahlreiche Repräsentationsaufgaben bei den großen Organisationen des Freizeitgartenbaus.

Gartentipp für Februar 2024

Zwiebelpflanzen
Die Zwiebeln von Amaryllis, Hyazinthen, Narzissen, Tulpen etc. sind recht feuchtigkeitsempfindlich. Deshalb empfiehlt es sich diese Pflanzen, egal ob am Fensterbrett oder auf Balkon und Terrasse grundsätzlich von unten zu gießen. Die Feuchtigkeit zieht in der Erde nach oben an die Wurzeln. Staunässe ist ein Grund für das Abfaulen der Zwiebeln.

Gartentipp für Dezember 2023

Obstgarten
Durch die nassen Wochen im Herbst konnten sich gerade beim Obst verschiedene Pilzkrankheiten ausbreiten.
Meist ist es die auf Äpfeln als kreisrunde Infektion auftretende Monilia. Die befallenen Äpfel fallen entweder frühzeitig vom Baum oder es bilden sich die sogenannten Mumien. Äpfel die trocken werden und auch über den Winter am Baum hängen bleiben.

Diese Mumien können jetzt ohne das Laub gut gesehen werden und sollten so schnell wie möglich
in der schwarzen Mülltonne entsorgt werden, um keine weitere Ansteckung hervorzurufen.

Gartentipp für November 2023


Ob Obst- oder Ziergarten, jetzt ist die Zeit kranke Pflanzen zu entfernen und dafür neue resistente zu pflanzen.
Gerade wurzelnackte Pflanzen, die in der Anschaffung günstiger sind, wachsen jetzt noch gut an und können im nächsten Frühling durchstarten.
Folgende Pflanzen sind wurzelnackt zu bekommen: alle Sorten von Obstbäumen und in allen Höhen, Rosen, Nadelgehölze, Heckenpflanzen; Immergrüne wie Buchs, Eibe oder Liguster; heimische Laubgehölze.

Wer dafür keinen Platz mehr hat, der kann auch unter die bereits vorhandenen Gehölze noch Frühblüher und besonders alle Zwiebelpflanzen noch stecken, die unsere Insekten im Frühjahr mit Nahrung unterstützen.

Gartentipp für Oktober 2023


Obstgarten
Inzwischen sind die ersten frühen Apfelsorten schon geerntet. Die späteren Sorten kommen jetzt nach und nach. Gerade die warme Herbstsonne lässt diese Sorten noch viel Zucker einlagern, der
diese Äpfel so aromatisch macht.
Reif sind die Äpfel, wenn diese am Baum leicht gedreht werden und sich dann der Stiel des Apfels leicht vom Baum löst.
Äpfel sollten an einem nicht zu trockenen, kühlen Platz im Keller möglichst flach nebeneinander gelagert werden. So sieht man schneller, wenn sich Fäulnis bei einem Exemplar eingeschlichen hat und das Risiko, dass die weiteren Vorräte angesteckt werden, ist wesentlich geringer.

Gemüsegarten
Die kälteempfindlichen Gemüsesorten sind jetzt längst geerntet. Was noch auf den Beeten steht, wird jetzt nach und nach geerntet.
Die Kälte verträglichen Sorten wie Grünkohl, Lauch, Rosenkohl können noch lange auf den Beeten stehen bleiben und weiterwachsen. Wenn der Winter nicht gar so kalt wird, halten diese Gemüse sogar bis zum nächsten Frühjahr durch.

Doch auch Ansaaten sind für frische Blätter im Spätherbst und Winter noch möglich. Dazu gehören
die Wintersalate auch Baby Leaf genannt, die es bereits in Samenmischungen gibt.
Diese lassen sich auch gut in einem Kasten auf dem Balkon ziehen und später ernten.

Artenvielfalt und Unterstützung unserer heimischen Insekten
Wer hat die hübschen Schwebfliegen noch nicht gesehen? Leider werden einige Arten immer wieder wegen ihrer Zeichnung mit den aggressiven Wespen verwechselt, doch werden Schwebfliegen niemals lästig.
Bekannt ist, dass sie auch zur Bestäubung unserer Pflanzen beitragen. Weniger bekannt ist, dass ihre Larven sich als sehr nützlich bei der Bekämpfung von Blatt- und Blutläusen erweisen, von denen sich die Larven ernähren. Dazu legen die Weibchen ihre Eier gezielt in Blattlauskolonien ab. Ihre 50 - 100 Eier legen sie dann einzeln oder in kleinen Gruppen. Eine einzige Larve vertilgt im ca. 14tägigen Larvenstadium rund 500 Läuse.

Gartentipp für September 2023


Obstgarten
Wer für das nächste Jahr vorsorgen will, reife köstliche Beeren im eigenen Garten selbst zu ernten, der kann jetzt im Fachhandel die neuen Sträucher bekommen. Ob Johannisbeeren in vielen Farben, Himbeeren, Heidelbeeren oder Brombeeren, der richtige Pflanzzeitpunkt ist jetzt im September.

Gemüsegarten
Gerade im Herbst bei der extremen Erntezeit ist meist das Gefrierfach schon brechend voll.
Jetzt ist guter Rat teuer, was mache ich mit meinen Schätzen?
Es gibt noch einige andere Möglichkeiten, Vorräte vor dem Verderben zu schützen.
Weitere Möglichkeiten sind Einkochen, Fermentieren, Trocknen oder Wurzelgemüse in eine Erdmiete zu geben.
Fermentieren ist sicher jedem bekannt, hier werden Milchsäurebakterien für die Haltbarmachung genutzt, die den Zucker abbauen, den Sauerstoff entziehen und damit schädlichen Bakterien keine Überlebenschance lassen. Bestes Beispiel dafür ist das Sauerkraut.

Trocknen bietet sich für Chili an, das geht entweder im Backofen bei ca 50 Grad oder in einem speziellen Dörrapparat, der auch gut für Äpfel oder Birnen genutzt werden kann.
Das getrocknete Schätzchen dann in Gläsern mit Schraubverschlüssen trocken und dunkel lagern, damit das Aroma nicht verloren geht.

Artenvielfalt und Unterstützung unserer heimischen Insekten
Gegen Ende des Septembers werden immer wieder die trockenen Samenstände und Pflanzenstengel aus den Gärten entfernt.
Wer die Insektenwelt für das nächste Jahr unterstützen will, lässt diese Pflanzenteile entweder stehen oder schneidet diese ab und legt sie irgendwo unter Sträucher im Garten. So wird den darin abgelegten Eiern, Larven, Puppen eine Chance gegeben, sich für das nächste Jahr weiterzuentwickeln und eine neue Generation zu bilden.

Gartentipp für August 2023


Kräutergarten
Jetzt beginnt die Erntezeit für die aromatischen Kräuter und Heilpflanzen. Diese konnten in den warmen bis heißen Wochen des Sommers besonders viele ätherische Öle, Aromastoffe sowie heilende Inhaltsstoffe bilden. Nicht umsonst ist in der christlichen Tradition der Brauch des Kräuterstraußes als Würz- oder Weihbüschel entstanden, die an Mariä Himmelfahrt am 15. August geweiht werden.
Die beste Zeit für die Ernte von Kräutern und Gewürzen liegt ca. zwischen dem 15. August und 15. September. In dieser Zeit gelten die Wirkstoffe als besonders intensiv.
Der Schnitt sollte am späten Vormittag erfolgen, wenn die Pflanzen abgetrocknet sind. Bitte nicht waschen, weil dadurch viele Aromen verloren gehen. Abschütteln und auf Insekten prüfen reicht völlig aus, um dann die nicht zu dichten Büschel an einem schattigen und luftigen Ort mit dem Stengel nach oben aufzuhängen.
Verwenden kann man Königskerze, Salbei, Lavendel, Schafgarbe, Rosmarin, Wermut, Minze, Johanniskraut, Melisse usw.
Wer die Kräuter nicht als Tee oder Ansatz verwenden will, kann diese als Aroma- bzw. Duftsträuße im Haus aufstellen.

Obstgarten
Um neuen Erdbeerpflanzen den nötigen Vorsprung für das nächste Jahr zu geben, sollten diese im August neu gepflanzt werden. Damit können diese gut anwachsen und vor dem Winter noch genügend Nährstoffe für die Blüte im nächsten Jahr sammeln.

Gartentipp für Juli 2023


Obstgarten
Baumscheiben von Jungbäumen sollten von Gräsern befreit werden.

Nach der Ernte bei den Beerensträuchern sollten diese eine leichte Düngergabe bekommen.
Es reichen bereits 1,5 Liter Kompost pro Quadratmeter oder einen speziellen Beerendünger nach Anweisung.
Wichtig dabei, der Kaliumgehalt des Düngers sollte dem von Stickstoff weit übersteigen, damit die Sträucher im Herbst nicht mehr wachsen. Dies würde die Winterhärte negativ beeinflussen.
Letzter Zeitpunkt für die Düngung ist Ende Juli.

Gemüsegarten
Ausgerechnet jetzt wenn vieles kurz vor der Ernte steht, steht auch die Urlaubszeit an.
Wer seinem Gießdienst die Arbeit etwas erleichtern will, sollte vor der Abreise die Beete
auflockern und dazu die Beete mulchen. Dazu die Beete lieber in Abständen durchdringend gießen als nur die oberste Bodenschicht zu wässern. Damit muss dann auch nicht täglich gegossen werden, wenn die Kulturen daran gewöhnt sind.

Jetzt ist die Aussaatzeit für die Herbstkulturen wie Grünkohl, mittelfrühe Bohnen, Erbsen, Rucola, Rettich, Endivie oder auch Spinat für die Herbsternte.

Gartentipp für Juni 2023

Obstgarten
Sollten sich an Apfelbäumen jetzt im Frühjahr übermäßig viele lange Neuaustriebe gebildet haben, so spricht man von Wasserschossern. Diese können teilweise entweder zum Aufbau einer ebenmäßigen Krone genutzt werden oder müssen entfernt werden.
Dies lässt sich im Juni am besten mit Ausreißen erledigen. Dazu werden die einzelnen Triebe
fest gepackt und dann entgegen der Wuchsrichtung ausgerissen. Die dadurch entstehenden
Wunden kann der Baum schnell wieder schließen.

Gemüsegarten
Durch die diesjährige Feuchtigkeit werden wir wohl mit vermehrtem Auftreten von Nacktschnecken rechnen müssen.
Kronkorken um die Pflanzen gelegt, mit den Zacken nach oben, sollen die Schnecken
abhalten, da die Ränder recht scharf sind.
Einen Versuch ist es zumindest wert.

Gartentipp für Mai 2023

Heute möchte ich aus aktuellem Anlass auf die folgende Aktion hinweisen, die uns allen zu einer höheren Artenvielfalt an Pflanzen, aber auch an Insekten helfen kann:
(Text übernommen aus der Internetseite der Deutschen Gartenbau Gesellschaft "Tausend Gärten - Tausend Arten")
Aktionswebsite:
Tausend Gärten - Jede Blüte zählt


Bereits zum dritten Mal rufen die Deutsche Gartenbau-Gesellschaft (DGG) 1822 e.V. , die Gartenakademie Rheinland Pfalz und "Tausende Gärten - Tausende Arten" zu den mittlerweile deutschlandweit bekannten Aktionen auf:

"Mähfreier Mai" und Mitmach-Wettbewerb "Jede Blüte zählt!". Blüten zählen, Saatgut gewinnen!

Mähfrei
© Pixabay/Hans
Vielerorts wird im Mai bis zu zwei Mal pro Woche gemäht, in vielen Nachbarschaften entsteht ein sozialer Druck, "ordentlich" zu sein. Da mag sich der Aufruf, im Mai nicht zu mähen, geradezu revolutionär anfühlen.
Doch seit unserem ersten Aufruf 2021 hat die Idee große Kreise gezogen, es wurde in verschiedenen Zeitungen, im Radio und Fernsehen darüber berichtet, viele Gartenfreund*innen, Garten-, Naturschutz- und Imkerverbände haben es ausprobiert und sich online und offline dazu ausgetauscht, vernetzt und ermutigt!

Bewusst seltener zu mähen, ist kein Zeichen von Verwahrlosung, sondern von ökologischem Bewusstsein!

Ökologisch statt englisch - Jetzt umdenken!

Die Rasenfläche macht in den meisten Gärten 50 Prozent oder mehr der Fläche aus, bietet aber keine ökologische Vielfalt. Um den starken Rückgang von Wildpflanzen und Insekten in Gärten und Landschaft aufzuhalten, kann eine andere Mähweise einen wertvollen Beitrag leisten. So kann jeder im eigenen Garten aktiv mit dazu beitragen, die Vielfalt von Blüten und ihren Bestäubern wieder zu erhöhen, ohne sich selbst in der Nutzung einzuschränken.

Geht das überhaupt?

Manche werden behaupten, dies sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein, jedoch beweisen Zahlen aus Großbritannien genau das Gegenteil. In England hat die Organisation Plantlife die Auswirkungen ihres jährlichen Aufrufs zum "NoMowMay" dokumentiert und festgestellt, dass die Menge an Nektar für bestäubende Insekten auf Rasenflächen um das zehnfache erhöht werden kann.

Die bunte Vielfalt wird sichtbar!

Die Idee des "Mähfreien Mai" ist, die Mähintervalle zu strecken und Teile des Rasens nur noch einmal pro Monat zu mähen.
Es zeigt sich, dass die größte Blütendichte auf den monatlich gemähten Stücken entsteht, aus Pflanzen, die durch den Rückschnitt zu erneuter Blüte angeregt werden. Wird hier regelmäßig auf ca. 5cm eingekürzt, blühen viele Kräuter und der Rasenmäher schafft den Aufwuchs ohne Schwierigkeiten.
Wichtig ist, dass das Schnittgut nicht auf der Fläche liegen bleibt, sondern an anderer Stelle kompostiert oder als Mulch genutzt wird. Blühende Wiesenblumen bevorzugen einen mageren Standort, deshalb ist auch keine Düngung notwendig. Ganz ohne Kosten wird die Wiese immer schöner!

Das Wohlfühlprogramm für den Mai in zwei Schritten

  • Schritt: "Mähfreier Mai"

  • Schritt: Wettbewerb "Jede Blüte zählt!"

Entspannen Sie sich und machen den Wonnemonat zum "Mähfreien Mai", in dem der Rasenmäher drinnen bleibt. Vielleicht können Sie sogar Ihre Nachbarn, die verwundert über den Zaun schauen, zum Mitmachen animieren?
Nachdem im Mai nicht gemäht wurde, genießen Sie das Pfingstwochenende im Garten und erleben unmittelbar den Effekt Ihres nützlichen "Lazy Gardenings", denn es blüht und summt in allen Ecken. Mit dem Wettbewerb ""Jede Blüte zählt" können Sie Ihre Erfolge zusammen mit Nachbarn und Gartenfreund*innen erfassen:
Ab dem 22.05.2023 markieren Sie einen Quadratmeter auf Ihrer Rasenfläche. Hier zählen Sie an einem Tag in dieser Woche alle vorkommenden Blüten und tragen sie in die vorgefertigte Tabelle ein.
Senden Sie uns Ihre Zähl-Ergebnisse und Bilder der neuen Blühflächen bis zum 05.Juni 2023. Die 25 Einsender*innen der artenreichsten Wiesenbilder erhalten von der Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822 e. V. als Dankeschön ein Samenpäckchen mit einer heimischer Wildblütenmischung aus dem bundesweiten Projekt "Tausende Gärten - Tausende Arten".
Ihre Ergebnisse und Bilder senden Sie an: gartenakademie@dlr.rlp.de

Gartentipp für April 2023

Ziergarten
Wer eine neue Hecke oder einzelne Sträucher pflanzen möchte, dann ist jetzt die beste Zeit, nach September.
Immer für ein genügend großes Pflanzloch sorgen, dass die Wurzeln möglichst breitflächig ausfüllen können.
Diese sollten ausreichend Platz finden, ohne geknickt oder abgerissen zu werden.
Nach dem Auffüllen gut angießen für den optimalen Start.

Gemüsegarten
Langsam aber sicher nähert sich die Pflanzzeit bzw Aussaatzeit unserer Sommerkulturen auf den Beeten.
Wer jetzt mit den wärmeren Tagen die Erde auf den Beeten lockert, hilft dem Boden schneller abzutrocknen und damit können Samen und Pflanzen früher ins Beet.

Gartentipp für März 2023

Rasenfläche
Wer im letzten Jahr kreisrunde braune Stellen in seiner Rasenfläche hatte, die nachweislich nichts
mit der Trockenheit zu tun hatten, sollte seinen Rasen jetzt im März mit Kalkstickstoff düngen.
Die braunen runden Stellen sind meist eine Auswirkung der Gefräßigkeit der Larven der Wiesenschnake.
Diese Gelege werden durch den Dünger schwer beeinträchtigt, sodass in diesem Jahr weniger Schädlinge auftreten dürften.
Dazu ist der Dünger für den Rasen ein guter Start noch vor der ersten Pflege. Nach dem ersten Schnitt kann dann die Rasenfläche auch vertikutiert werden. Hier aber nur die Rasenfläche anritzen
und nicht "umackern", das schadet der empfindlichen Rasengräsern nur.

Wer keinen Vertikutierer hat, der kann sich diesen bei der Siedlergemeinschaft auch ausleihen.

Gehölzschnitt
Bitte daran denken, dass ab 01. März jeden Jahres der radikale Gehölzschnitt nicht mehr zulässig ist.

Gartentipp für Dezember 2022

Sicher hat jeder schon einmal von den Barbarazweigen gehört, dass diese am 4. Dezember geschnitten, an Weihnachten blühen sollen und mit ihrem Duft einen Hauch von Frühling bringen.
Dazu sollten im Garten von Obstbäumen und Sträuchern möglichst Zweige mit vielen Blüten- knospen geschnitten werden. Sollten die Zweige noch keinen Kältereiz ausgesetzt gewesen sein, so hilft auch eine Nacht in der Gefriertruhe oder dem Gefrierschrank.
Wer es am 4. Dezember nicht schafft, kein Problem ein paar Tage zuvor oder danach geht natürlich auch.
Zunächst schneidet man die Zweige schräg mit einem scharfen Messer sauber ab und stellt diese in eine Vase mit lauwarmem Wasser.
Erst stellt man die Zweige ein paar Tage hell an einem kühlen Ort auf. Sobald die Knospen dann mehr und mehr dicker werden, stellt man die Vase in einen wärmeren Raum, jedoch niemals in die Nähe von Heizung, Ofen etc.
Die Knospen lassen dann nicht mehr lange auf die erhoffte Blüte warten.
Damit das Wasser nicht zu viel Fäulnis bildet, sollte dieses alle zwei/drei Tage gewechselt werden. Dabei kein zu kaltes Wasser nachfüllen und die Zweige gut im Vasenbereich
spülen.

Zweige die sich besonders gut dafür eignen sind Pflaume, Apfel, Schlehe, Kornelkirsche, Zaubernuss und Kirsche.

Gartentipp für November 2022

Nüsse sammeln, trocknen & lagern
Wer das Glück hat und einen Walnussbaum sein Eigen nennen kann, wird sicher die Früchte, die er selbst ernten kann sehr schätzen, da diese auch noch als klimaneutral gelten.
Für die Ernte sollte man einiges beachten:
Mähen sie die Fläche unter Ihrem Nussbaum vor dem Fruchtfall, so können die Nüsse leichter gesammelt werden und liegen nicht im feuchten Gras.
Tragen Sie zum Sammeln Handschuhe, denn Nussschalen färben stark bräunlich. Entfernen Sie anhaftende Schalenreste und Schmutz bereits beim Sammeln. Wählen Sie nur intakte, einwandfreie (keine angenagten, leere oder schwarzen) Nüsse für die Lagerung.
Nach dem Auflesen werden die Schätze einlagig an einem luftigen, warmen, aber nicht sonnigem Ort getrocknet. Ideal sind flache Holzkisten, die gestapelt werden können, wo die Luft aber gut zirkulieren kann. Wenden sie die Nüsse öfter von Hand, damit sie nicht schimmeln. Trennen sie frische Ernten vorsorglich von bereits länger liegenden, um den Überblick zu bewahren. Nach etwa 6 Wochen sollte der Trocknungsvorgang abgeschlossen sein. Bewahren sie die Nüsse nun in einem Netz, einem Stoff- oder Jutesack luftig aufgehängt an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort mäusesicher auf.
Kontrollieren sie die Nussernte, etwa einmal monatlich und sortieren sie Verdorbenes aus.

Gartentipp für Oktober 2022

Rasenflächen
Rasenflächen sollten auf Mitte/Ende Oktober ein letztes Mal gemäht werden und dann von allem Laub befreit werden, bevor der erste Schnee fällt. Dies verhindert, dass die Rasengräser unter dieser Decke ersticken.

Ziergehölze/Hecken
Ab dem 1. Oktober erlaubt es das Naturschutzgesetz wieder Hecken, Sträucher und Bäumen einen eventuell nötigen Radikalschnitt zu verpassen. Wer das ins Auge fasst, sollte aber bis spätestens 28. Februar damit fertig sein.

Gartentipp für September 2022

Ziergarten
Der September ist der optimale Zeitpunkt für die Anlage von neuen Beeten. Um auch in Staudenbeeten eine gute Struktur zu bekommen sollte man einige Aspekte berücksichtigen.
Die Initiative "Natur im Garten" hat dazu aktuell eine Information herausgegeben:

Staudenbeete richtig planen
Verwenden Sie anfangs wenige Lieblingspflanzen. 15 bis 30 Arten sind für ein vielgestaltiges,
dynamisches Beet gut geeignet. Statt munter drauflos zu pflanzen, hilft ein Plan. Beginnen Sie die
Gestaltung des Beetes mit hohen Leitstauden, dann arbeiten Sie sich mit Begleitpflanzen und
Bodendeckern nach vorne. Berücksichtigen Sie Blühzeitraum, Farben, Höhen und Pflanzabstände.
Pflanzen mit unterschiedlichem Blühzeitpunkt sorgen das ganze Jahr hindurch für Farbe und
Nahrung für Insekten. Bunt oder "Ton in Ton" - beides hat seinen Charme. Grundsätzlich gilt: kräftige
Farben wirken anregend, Pastell- und Grüntöne hingegen eher beruhigend und entspannend.

  • Leitstauden

Den Ton geben die Leitstauden an, die sich - eher im Hintergrund - in Gruppen von 1 bis 3
Pflanzen inselartig wiederholen. Diese Gerüstbildner sind oft spät- oder langblühende, auffällige
Arten, z.B. Rittersporn, Kandelaber-Ehrenpreis oder Königskerze.

  • Begleitpflanzen

Als Begleitpflanzen dienen kleinere Exemplare, die zu Gruppen von je 3-10 Pflanzen je m² gesetzt
werden, wie etwa Astern, Sonnenbraut oder Salbei.

  • Bodendecker

Niedrige Füllstauden bzw. Bodendecker runden das Pflanzensemble, flächig und recht dicht
bepflanzt, ab. Sie schließen die Lücken und bilden meist den Rand des Staudenbeets. Geeignet sind z.B. Frauenmantel oder Storchschnabel.
Ergänzend kommen, vor allem für die Anwachsphase sowie zur Auflockerung und für einen
abwechslungsreichen Blühaspekt, noch Blumenzwiebeln und -knollen sowie kurzlebige Streu- und
Füllpflanzen hinzu.
Mehr nützliche Informationen finden Sie unter
www.naturimgarten.at/file...denbeete.pdf

Artenvielfalt / Artenschutz
Wie bereits vor einigen Monaten von mir angesprochen, ist die nächtliche "Lichtverschmutzung" nicht gerade förderlich für unsere nachtaktiven Insekten.

Jetzt gibt es im 23. September 2022 wieder einen Aktionstag dazu: die Earth Night.
Jedes Jahr im September findet dieser Tag als Aktion zum Umwelt und Naturschutz statt.
Diese Aktion will auf die starke Lichtverschmutzung auf der Erde aufmerksam machen.
Am 23. September sind Menschen dazu aufgerufen, ab 22 Uhr das Licht auszuschalten oder zumindest zu dimmen. "Licht aus! Für eine ganze Nacht" lautet das Motto der Aktion.

Gartentipp für August 2022

Obstgarten
Inzwischen reifen die Brombeeren an den Ruten aus. Die Früchte für das nächste Jahr werden an den neuen Ruten gebildet, die in diesem Jahr ausgebildet werden. Das heißt, dass alle Ruten, die heuer hoffentlich viele Früchte getragen haben, nach der Ernte entfernt werden können. Leider ist das Auslichten bei den Brombeeren nicht direkt mit der Ernte möglich, da die Früchte nach und nach reifen, im Gegensatz zu den Johannisbeeren.

Um bei Brombeeren gut an die Früchte zu kommen, empfiehlt es sich, die Ruten als Spalier zu ziehen.
Dabei belässt man immer ca. 5 Ruten für die diesjährigen Früchte und belässt auch im neuen Jahr wieder die gleich Rutenanzahl. Zu viele Ruten zu belassen ist aufgrund kleinerer Früchte nicht sinnvoll.

Gemüsegarten
Schon mal Knollenfenchel im eigenen Garten angebaut?
Wenn nicht, dann wäre auch das einen Versuch wert. Diese feine Gemüseart ist in vielfältiger Form zu verwenden und ob als Rohkostsalat, gedünstet mit Butter oder im Ofengemüse, immer ein Genuss.
Jetzt kann dieses Gemüse noch in Töpfen ausgesät werden. Sobald die Sämlinge 4 Blätter entwickelt haben, werden diese ins Beet mit tief gelockerter und feuchter Erde mit einem Abstand von 30 x 30 cm gesetzt.
In den ersten Wochen sollten die Pflänzchen etwas verwöhnt werden, indem aller Unterwuchs entfernt wird. Je nach gewünschter Knollengröße kann dann 6 - 12 Wochen nach der Pflanzung geerntet werden.

Gartentipp für Juni 2022


Obstbäume
Wenn man die Wetterlagen der letzten Tage und Wochen betrachtet, so haben viele Teile des Landes zu viel Regen erhalten, unsere Region ist hier leider total zu kurz gekommen.
Gerade jetzt nach der Bestäubung der Obstbäume ist es für die optimale Entwicklung der Früchte nötig, dass genügend Wasser zur Verfügung steht.
Das heißt die Obstbäume sollten - am besten mit aufgefangenem Regenwasser - durchdringend gewässert werden und das auf die Breite der Baumkrone, denn als Faustregel gilt, dass das Wurzelwerk der Bäume ungefähr dem Ausmaß der Baumkrone entspricht.
Ausgiebig wässern heißt, dass hier pro Quadratmeter rund 30 - 40 Liter Wasser gegossen werden sollte, und das wöchentlich.

Rhabarber
So wie beim Spargel auch, wird Rhabarber nur bis 21. bzw. 24. Juni geerntet. Hintergrund ist, dass
sich die Rhabarberpflanze wieder regenerieren muss um im nächsten Jahr wieder voll zu tragen. Aber auch die sich bildende Oxalsäure wird dann mehr und mehr gebildet, die für unseren Organismus nicht gerade zuträglich ist. Diese verhindert die Aufnahme von Eisen, Magnesium und Calcium; was übrigens auch für Spinat, Rote Bete und Sauerampfer gilt.
Rhabarber benötigt die letzten Blätter um entsprechend Nährstoffe einzulagern. Nach der Erntezeit empfiehlt sich pro Pflanze ca. 2-3 Liter Kompost rund um die Pflanze in die Erde einzuarbeiten.
Sollten sich Blütenstengel bilden, diese einfach mit einem Messer tief am Ansatz entfernen. Damit
verliert die Pflanze zu viel an Kraft für das nächste Jahr.

Artenvielfalt
Wer sich für Wildbienen und Co interessiert und gerne aktiv helfen möchte, kann sich beim Insektensommer der NABU vom 03. bis 12. Juni und vom 05. bis 14. August beteiligen und die Sechsbeiner beobachten und zählen. Mitmachen kann jede und jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss.
Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder mit der kostenlosen Web-App Insektensommer.
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/index.html?ref=domain

So gelangen Sie zur neuen Web-App "NABU Insektensommer"
Nur ein Klick und schon kann es losgehen mit der neuen Web-App "NABU Insektensommer" - um so Insekten noch leichter bestimmen zu können, sie bei unserer Aktion Insektensommer zu melden und gleichzeitig noch mehr über die wunderbare Welt der Insekten zu lernen.
Sie erreichen die Web-App unter folgendem Link: www.NABU.de/insektensommer/app
Allgemeiner Hinweis:
Um die Web-App zu nutzen, benötigen Sie eine stabile Internetverbindung.
Hinweis für iPhone-Nutzer*innen:
Die Bilderkennung arbeitet ausschließlich mit dem jpg-Format. Für die Nutzung auf dem iPhone sollte deshalb vom HEIC-Format (jepg) auf jpg umgestellt werden.

Gartentipp für März 2022

Gemüsegarten
Sobald die Gartenbeete so weit abgetrocknet sind, dass das Erdreich nicht mehr schmiert, können diese bearbeitet werden. Zunächst sollten die Beete grob aufgelockert werden, nach weiterem abtrocknen kann die Erde dann feinkrümelig für die neue Ansaat aufbereitet werden.
Mitte bis Ende März können dann bereits Petersilie, Möhren, Spinat, Feldsalat, Rote Rüben und Zwiebeln ausgesät werden. Mit einem Flies kann hier die Beettemperatur etwas erhöht werden.
Frühkohl, Steckzwiebeln (möglichst kleine), Kopfsalat, Pflücksalat, Rhabarber und Spargel können
ins Freie gepflanzt werden.

Im Haus können bereits Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen und Physalis vorgezogen werden. Dann haben diese Pflanzen bereits einen Vorsprung, wenn diese dann endlich Mitte Mai in den Garten umziehen können.

Ziergarten
Bitte denken Sie daran, dass ab dem 1. März bis einschließlich 30. September keinerlei Schnittarbeiten an Hecken, lebenden Zäunen, Gebüsche und andere Gehölze bzw. auf den Stock gesetzt, durchgeführt werden dürfen. Nachzulesen im Bundesnaturschutzgesetz, Paragraf 39, Abs.5,
das hier auf den Tierschutz eingeht.
Ausnahmen sind nur Form- und Pflegeschnitte.
Wenn geschnitten werden soll, dann auf jeden Fall trockenes Wetter und mindestens 10 Grad abwarten, da die Schnittstellen frostempfindlich sind.

Artenschutz
Werden trockene Blütenstände oder auch Äste von Ziergehölzen abgeschnitten, sollten diese nicht sofort durchgehäckselt oder entsorgt werden.
Diese Pflanzenteile werden von Insekten und Kleintieren als Unterschlupf über den Winter genutzt
und die Tiere müssen die Möglichkeit haben, sich sicher zu entfernen. Also einfach an einer unauffälligen Stelle im Garten lagern und erst im späteren Frühjahr entsorgen.

Wer sich nicht auf Anhieb an einen Naturgarten traut, kann sich zunächst mit Kräutern aller Art versuchen. Gerade Kräuter sind blühend eine Delikatesse für unsere Insekten.

Gartentipp für Februar 2022

Gemüsegarten
Welches sind die ersten Gemüsearten, die man im Frühjahr anziehen kann?
Wer denkt da schon an Zwiebeln? Ja, es ist tatsächlich möglich, Zwiebeln bereits im Februar zu stecken. Je kleiner die Steckzwiebeln sind, umso besser vertragen diese die Kälte. Einen Versuch ist es allemal wert, um recht frühzeitig zumindest die Schlotten für den Salat nutzen zu können, schmackhaft und feinscharf.

Artenschutz
Nistkästen
Unsere heimischen Vögel, die bei uns überwintern suchen schon recht frühzeitig ihren Platz zum Nestbau. Nistkästen sind dabei eine gute Hilfe für die Vögel und dazu bei spät einsetzenden Frostperioden ein warmer geschützter Unterschlupf.
Doch sollte nicht nur eine Sorte von Nisthilfen verwendet werden. So viele Vögel es gibt, so viele unterschiedliche Vorlieben für Nistmöglichkeiten gibt es auch. Dabei geht es um Form, Größe, Durchmesser des Flugloches etc.

Gartentipp für November 2021

Ziergarten
Solange der Boden frostfrei und einigermaßen trocken ist, ist die beste Zeit um Pflanzen neu
zu pflanzen. Alle Pflanzen, ob Ziergehölze, Blumenzwiebeln, Hecken oder Stauden können sich
jetzt noch gut ohne Trockenstress ins Substrat einwachsen. Im Herbst bilden sich noch viele kleine
Wurzeln, die dann im Frühjahr schnell stark werden und die Pflanzen im nächsten Jahr optimal versorgen können.

Nutzgarten
Wintergemüse wie Grünkohl, Rosenkohl und Lauch können noch lange auf dem Beet stehen bleiben und können immer wieder frisch für die Küche geerntet werden. Diese halten ohne weiteres bis rd.
minus 5-8 Grad aus.

Artenschutz
Der Igel
Jetzt wird es dringend Zeit für die in den Gärten vorkommenden Igel ein Winterquartier anzulegen.
Ein möglichst großer Laubhaufen, der auch bei Wind nicht davongetragen wird, ist optimal.
Allerdings lassen sich auch Höhlen aus Holz oder Ton, wenn diese groß genug sind, für Igel-Quartiere heranziehen.
Trotzdem ist das Laub unabdingbar, da es den nötigen Wärmeschutz für die Tiere bildet.
Sollte ein Igel eingezogen sein, so sollte dieser nicht mehr gestört werden. Jede Störung bedeutet einen enormen Wärmeverlust für den Igel und dazu findet er nur noch wenig Nahrung vor der langen Winterruhe.

Gartentipp für Oktober 2021

Gemüsegarten
Nicht von ungefähr wird den Landwirten vorgeschrieben, eine Herbst- bzw. Winterkultur auf den Feldern auszubringen. Dieses Grün bindet mit seinen Wurzeln nicht nur den Boden vor Windverfrachtung oder Ausschwemmen, sondern auch die Nährstoffe und hier besonders Stickstoff,der als Dünger ausgewaschen wird und dann im Grundwasser zu finden ist.

Genau der gleiche Effekt ergibt sich auf den Beeten im Garten. Mit einer Gründüngung, die jetzt noch wachsen kann, werden die Nährstoffe festgehalten und dann vor der nächsten Kultursaison in den Boden eingearbeitet. Somit schont man nicht nur das Grundwasser sondern auch den Geldbeutel, weil die Folgedüngung geringer ausfallen kann.


Artenschutz
Wespen und Bienen - die Unterschiede
Während Wespen zwar genau wie die Bienen zwei Flügelpaare haben, sind bei ihnen die Vorderflügel länger als die Hinterflügel. Dazu ist der Hinterleib häufig gelb-schwarz gestreift. Bienen erkennt man am meist braunen bis schwarzen Hinterleib.
Die Nachahmer der Wespen und Bienen sind die in vielen Arten vorkommenden Schwebfliegen, die Zweiflügler sind. Schwebfliegen sind weder aggressiv wie Wespen noch stechen sie.
Bienen wenn stechen, werden sie dies nicht überleben, da sie dabei ihren Stachel verlieren. Während Wespen durchaus mehrfach zustechen können.

Wer von einer Wespe oder Biene gestochen wurde, sollte genau beobachten, wie sich die Stichstelle entwickelt. Es kann zu durchaus bedrohlichen allergischen Schocks kommen, die schnellstmöglich ärztlich behandelt werden sollten.

Gartentipp für August 2021

Nutzgarten
Inzwischen haben es auch die Gurken bis zur Erntereife geschafft. Damit sich die Früchte länger halten, sollte bei der Ernte eine Kleinigkeit beachtet werden. Zum einen sollten die
Früchte sobald sie die entsprechende Größe erreicht haben, geerntet werden. Damit werden die Pflanzen zur Bildung von weiteren Blüten und damit Früchten angeregt. Entweder werden die Früchte mit dem Stiel abgeschnitten oder abgedreht. Bitte nicht abreißen, dadurch werden die Triebe beschädigt und sie könnten sich um die nächsten Früchte bringen.
Nachdüngen kann man die stark zehrenden Pflanzen mit Kompost und Beinwelljauche.


Artenförderung
Lebensraum Trockenmauer
Für Hanglagen, Anlage von Beeten oder Stabilisieren von Terrassen in Gärten mit Gefälle, überall bieten sich hier stabile Trockenmauern an. Wenn diese richtig aufgebaut sind, überdauern sie lange Jahre. Dazu bilden sie Rückzugsrefugien für viele bedrohte Nützlinge.
Ob Erdkröten oder Frösche, Zaun- oder Smaragdeidechsen, seltene Schmetterlinge, Blindschleichen oder Ringelnattern, finden hier einen artgerechten Unterschlupf und das nicht nur im Sommer sondern auch zum Überwintern. Wenn Maueraussparungen eingebaut werden, bieten diese auch Igeln einen optimalen Platz zum Verstecken bzw. Überwintern.
Auch Wildbienen und Erdhummeln suchen in den Fugen nach geeigneten Plätzen für den Nachwuchs.

Gartentipp für Juli 2021

Nutzgarten
Obstgarten
Mitte/Ende Juli ist der beste Zeitpunkt, neue Erdbeerpflanzen zu setzen. Diese können bis zum Winter noch gut einwurzeln und Kraft für die nächste Saison schöpfen. Besonders einmal tragende Sorten sollten bis spätestens August gepflanzt werden. Mit gut abgelagertem Kompost (4-5 Liter pro Quadratmeter) angereicherte Beete bieten den besten Start. Sollten die Pflanzen Blätter mit Krankheitsanzeichen aufweisen, sollten diese unbedingt möglichst tief entfernt werden.
Bei der Pflanzung sollte das Herz der Pflanze nicht in der Erde versinken, also lieber höher setzen, da sich die Pflanzen im Laufe der Zeit noch absenken.
Wichtig ist bei der Sommerpflanzung eine gute Wasserversorgung.

Bei bereits bestehenden Beständen sollten alle Seitentriebe, die nicht für die Vermehrung benötigt werden, entfernt werden, da diese der Pflanze zu viel Kraft entziehen um im nächsten Jahr vernünftig zu tragen. Die letzte Düngergabe in Form von Kompost oder organischen Beerendünger sollte dann Anfang bis Mitte September erfolgen.

Bitte denken sie daran, dass selbst in unseren städtischen Gärten Füchse unterwegs sind. Also vor dem Verzehr der leckeren Früchtchen diese immer zuerst waschen!


Artenförderung
Das Portrait "Kleiner Fuchs"
Der Kleine Fuchs ist ein recht auffälliger und bei uns recht häufig anzutreffender Falter.
Er ist etwas kleiner als der Große Fuchs, der auch nicht so auffällig und ausgeprägt in der Färbung ist.
Der Kleine Fuchs ist mit seiner Flügelspannweite von ca. 40 - 50 mm meist von März - Mai, Juni-Juli und August-September unterwegs. Die Nahrungspflanze seiner Raupen ist, wie bei vielen Falterarten, die Brennnessel.
Er bringt es im Jahr auf 2 - 3 Generationen und ist bis in 3.000 Metern Höhe noch anzutreffen.
Als Falter überwintert der Kleine Fuchs in Baumhöhlen, Gartenhäusern, Dachböden oder Holzlegen. Als Kulturfolger ist er besonders häufig in Gärten, Parkanlagen, Straßen- und Waldrändern anzutreffen.
Gut zu erkennen ist der Kleine Fuchs an den blauen Halbmonden am Flügelrand.

Gartentipp für Mai 2021

Obstgehölze bzw. Obststräucher
Auf mehrfachen Wunsch eine kleine Pflegeanleitung für Aroniabeeren-Sträucher, aber auch andere Obstgehölze werden so gepflegt.
Wenn die Sträucher recht üppig im Wuchs sind, allerdings nicht mehr so gut tragen, dann sind die Äste meist älter und abgetragen.

Zunächst macht bei der Pflanzung ein Erziehungsschnitt Sinn, der der Pflanze eine gute Struktur gibt. Dabei werden Triebe, die zu eng stehen, ausgelichtet und die neuen Bodentriebe um ca. 1/3 einge-kürzt, damit sich diese Triebe gut verzweigen.
Danach sollte in regelmäßigen Abständen - alle 2-3 Jahre - im Spätwinter ein Verjüngungsschnitt stattfinden. Dabei werden die ältesten Triebe direkt am Austrieb ca. 5 cm über dem Boden heraus- geschnitten.
Sträucher, die recht breit wachsen, neigen dazu, in der Mitte nicht mehr zu blühen. Auch dann sollte der Rückschnitt gemacht werden.
Treiben die Gehölze zu stark ins Holz, sollten diese eher vorsichtig zurückgeschnitten werden, sonst bildet der Strauch noch mehr Triebe.

Gartentipp für April 2021

Ziergarten
Mit den ersten wärmeren Temperaturen geht es im Garten wieder los. Doch sollte man
sich nicht zu früh an den Schnitt von Rosen machen, denn durch noch drohende Starkfröste
könnten die empfindlichen Knospen, die sich nach dem Schnitt schnell ausbilden, Schaden nehmen.
Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist die Forsythienblüte.

Nutzgarten
Die Glücklichen unter uns, die ein Gewächshaus oder ein Frühbeet ihr Eigen nennen, können nun
mit Schnittsalaten, Radieschen, Kohlrabi beginnen, aber auch die frühen Sorten von Kopfsalat hält die Temperaturen aus.
Notfalls lassen sich die Kulturen mit einem Flies schützen.

Artenschutz
Das Portrait: Marienkäfer
Jedem ist sicherlich bekannt, dass Marienkäfer und deren Larven sich von Blatt- und Schildläusen ernähren.
Diese Käfer gibt es in den verschiedensten Farben und unterschiedlichsten Anzahl von Punkten auf dem Schild, wie z.B. den Siebenpunkt-Marienkäfer, bei dem der Name schon sagt, wie viele Punkte
er hat.
Schon allein in Deutschland gibt es rd. 70 verschiedene Arten dieser Käfer, die uns tatkräftig bei der
Blattlausplage zur Seite stehen.
Seit den 80er Jahren hat sich auch der Asiatische Marienkäfer bei uns eingebürgert. Zunächst wurde er aus Asien eingeführt, um im Erwerbsanbau die Schädlinge in den Gewächshäusern zu vernichten. Doch von dort ist er schnell auch in die Freiheit gelangt und nun findet man den hungrigen Räuber bereits weltweit.
Da dieser Asiatische Marienkäfer in den unterschiedlichsten Farben und Anzahl von Punkten auftritt, wird er auch Harlekin Marienkäfer genannt.
Wenn man bedenkt, dass der Asiatische Marienkäfer pro Tag bis zu 250 Blattläuse vertilgen kann, ist das schon eine ganz schöne Leistung. Dazu verschmäht dieser auch die Holunderblattläuse nicht, die Giftstoffe absondern und von den einheimischen Marienkäferarten ignoriert werden.
Allerdings stellt der Asiatische Marienkäfer auch ein Problem gerade im Obst- und Weinbau dar.
Da er auch gerne an Früchten nascht, kann es im Obstbereich zu übermäßigen Ansammlungen der Käfer kommen, was sich negativ auf die weitere Verarbeitung als Saft oder beim Wein darstellen kann.

Vor dem Winter sieht man die Käfer an Hauswänden, Fensterbrettern, Fassaden sitzen, besonders wenn diese von der Sonne aufgewärmt werden. Sobald es kälter wird, suchen sich die Käfer Quartiere in Gebäuden, Fensterrahmen, Holzlagern und überwintern dort meist mit vielen anderen ihrer Artgenossen. Der Winter ist für die Käfer eine richtige Ruhezeit in der sie keine Nahrung aufnehmen. Aus diesem Grund sollten die Marienkäfer auch während ihrer Winterruhe nicht gestört werden.

Gartentipp für Februar 2021

Nutzgarten
Wer einen Weinstock sein eigen nennt, der im letzten Jahr recht gut getrieben hat, sollte jetzt im Februar an den Schnitt denken. Da Weinstöcke recht frühzeitig wieder Saft ziehen, ist der Schnitt später im Frühjahr (März/April) nicht anzuraten, da die Pflanzen damit zu viel "Wasser" verlieren. Sie bluten dann regelrecht aus.

Ziergarten
Blühgehölze, die im Sommer oder Herbst blühen können bei trockenem Wetter schon jetzt ausgelichtet werden. Dafür sollten die alten Triebe ca. 5 cm über dem Boden aus dem Dickicht genommen werden. Als Faustregel sind immer ca. 1/4 bis 1/3 der Äste zu entfernen.


Artenvielfalt und Insektenschutz
Jetzt ist die richtige Zeit zu überlegen, welche Maßnahmen im eigenen Garten sinnvoll sind, um die Artenvielfalt der Tierwelt mit geeigneten Pflanzen zu unterstützen.

Es bringt nichts, wenn einjährige Exoten gesät werden, die für die heimische Tierwelt weder als Futter noch als Unterschlupf zu gebrauchen sind.
Wichtig sind hier rein die einheimischen Pflanzen, die die Tierwelt normalerweise auf Wiesen finden würde. Es geht also nicht um die ein- oder mehrjährige Zier-Blumenwiese sondern um eine Natur-Blumenwiese. Hier sind die einzelnen Arten für unterschiedliche Insekten als Lebensraum und Nahrung vorhanden.
Insekten sind ausgesprochene Spezialisten, die ohne diese speziellen Pflanzen absolut keine Chance haben.
Wer sich näher damit beschäftigen will kann hier die folgenden Seiten zurate ziehen:
www.wildeblumen.de www.rieger-hofmann.de www.wildblumensaatgut.at die auch Partner von Natur im Garten sind, der Organisation auch der Verband Wohneigentum Landesverband Bayern e.V. angehört.

Gartentipp für Januar 2021

Das letzte Jahr war so ganz speziell und wir werden wohl auch 2021 noch lange nicht zur Normalität zurückkehren können.
Wer einen Garten sein eigen nennt, kann sich glücklich schätzen, wenn Ausgangssperren greifen. Der eigene Garten kann hier sehr viel zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen und Kindern den nötigen Freiraum bieten.

Ziergarten
Sollte der Winter vielleicht doch noch schneereich werden, ist es wichtig, unsere immergrünen Pflanzen vor Schäden zu schützen. Dazu sollte der Schnee so schnell wie möglich von den Pflanzen gekehrt werden, um Schneebruch vorzubeugen.

Die angebotenen Quartiere für unsere Gartenvögel sollten jetzt über den Winter eingehend gereinigt werden. Zunächst gründlich vom groben Schmutz befreien, dann ausbürsten (sollte im Freien geschehen und dazu ein Atemschutz getragen werden) und dann mit heißem Wasser nachspülen. Die Nisthilfen müssen dann an einem luftigen Ort austrocknen können.



Artenvielfalt und Insektenschutz
Wer kennt schon die Verstecke von Schmetterlingen, deren Puppen oder wo die Eier überwintern?
Einige Arten überwintern als Schmetterling an Ästen im Freien, andere wiederum graben sich im Boden ein.
Es gibt aber auch Arten, die im Herbst in den Süden über die Alpen ziehen und im Frühjahr wieder zurückkommen.

Das Wissen über die Eigenarten und Lebensweise dieser Spezies ist das A und O um ihnen helfen zu können zu überleben.

Gartentipp für November 2020


Ziergarten/Nutzgarten
Wer überalterte, kranke oder nichttragende Bäume im Garten stehen hat, die durch einen Verjüngungsschnitt nicht mehr reaktiviert werden können, sollten im November (bis spätestens Ende Februar) gerodet werden.

Alles Laub, das jetzt im Garten liegt und von Bäumen stammt, die Schädlinge oder Krankheiten im Laufe des Gartenjahres zeigten, sollte bis auf das letzte Blatt in der schwarzen Mülltonne entsorgt werden.


Ziergarten
Ziergräser wie z.B. das Pampasgras vertragen keine Staunässe und über den Winter hält sich zwischen den Stängeln gerne der Schnee bzw. Feuchtigkeit.
Deshalb sollte das Gras zusammengebunden überwintern, damit die Nässe an den äußeren Halmen ablaufen kann.
Das Zusammenbinden sollte nach einer trockenen Witterungsphase erfolgen, sonst
hält sich die Feuchtigkeit im Inneren und kann Fäulnis an den Stängeln bilden.

Gartentipp für Oktober 2020

Ziergarten und Obstgarten
Gerade in diesem Jahr zeigten sich an den Obstgehölzen aber auch an Kastanien und
weiteren Bäumen Krankheitsbilder, wie Schrotschusskrankheit, Birnenrost oder Schädlingsbefall wie die Kastanienminiermotte, die die Blätter der Kastanien braun, unansehnlich und trocken werden ließen.
Wer im nächsten Jahr weniger Probleme damit haben möchte, sollte jetzt im Herbst alles kranke bzw. befallenes Laub von den Beeten und Rasenflächen räumen und aus dem Garten
verbannen. Dieses belastete Laub gehört auch nicht in die Biotonne, sondern sollte direkt
der Verbrennung über die Restmülltonne zugeführt werden.

Gemüsegarten
Wer im nächsten Kulturjahr vor hat starkzehrende Gemüsesorten wie Kohl anzubauen, sollte
das Beet bereits jetzt vorbereiten. Tiefgründig lockern bzw. umgraben und Kompost auf das
Beet geben, der über den Winter langsam weiter verrotten kann und im Frühjahr seine Nährstoffe zur Verfügung stellt, ist ideal.

Artenvielfalt und Insektenschutz
Wer im Garten den Insekten über das Jahr hinweg wilde Ecken zur Verfügung stellte, sollte diese auch über den Winter stehen lassen. Zum einen sind dort Winterquartiere für Insekten und zum anderen können sich Vögel an den Samenständen mit Nahrung versorgen.

Nisthilfen für Vögel sollten jetzt im Herbst abgenommen und mit heißem Wasser und einer Bürste gut gereinigt werden. Diese können dann entweder gleich an ihren angestammten Ort oder nach dem Trocknen im fortgeschrittenen Winter wieder aufgehängt werden.

Gartentipp für September 2020

Angriff der Wespen
Gerade jetzt im Herbst werden die Wespen wieder lästig. Keine Kaffeetafel oder das Grillgut sind vor den lästigen Tierchen sicher. Abwehren nützt meist nicht viel, da sie dann aggressiv werden und womöglich zum richtigen Angriff übergehen.
Hier ist es einen Versuch wert einmal einen Trick anzuwenden. Da sich die einzelnen Wespenfamilien aus dem Weg gehen, meiden die Tiere fremde Reviere. Das fremde Revier kann aber auch einmal ein "künstliches" Wespennest sein, das man in den Sonnenschirm hängt. Diese verblüffend ähnlichen Gebilde sehen wie Wespennester aus, sind aber aus Pappmaschee.

Ziergarten
Jetzt ist die beste Zeit den Rasen etwas genauer anzusehen. Braucht es eine Neuansaat oder reicht es aus, entstandene Lücken im Rasen auszubessern? Da normalerweise der September wieder mehr Niederschläge bringt, kann man das gut angehen, ohne ständig gießen zu müssen.
Dazu ist eine letzte Düngergabe für den Rasen sinnvoll, die allerdings Kali betont sein sollte, um die Gräser gut über den Winter zu bekommen.
Auch Staudenbeete freuen sich über eine Gabe Kompost als Dünger.

Artenreichtum in den Gärten fördern
Wie versprochen, hier eine Auswahl der Pflanzen, die sich vor allem als Bienenweide eignen:
Alle Bereiche der Vegetation sind in gewissem Rahmen auch für die Bienenweide geeignet, ob es um Gehölze geht, Sträucher, Stauden oder Zwiebelblumen.

Gehölze
Obstgehölze wie Kirsche, Apfel, Birne, Zierpflaumen und Pflaumen, dazu Felsenbirne, Salweide, Duftschneeball, Federahorn, Kornelkirsche, Gewöhnliche Traubenkirsche, Faulbaum, Linde, Kastanie, Hartriegel, Efeu, Robinie, Japanische Quitte

Sträucher
Weigelie, Apfelbeere (Aronia), schwarze Johannisbeere, Schlehe, Heckenrose/Wildrosen, Glockenheide, Sanddorn, Feuerdorn, Himbeeren, Brombeeren,
Akazien, Robinie, Blaubeere

Stauden/Einjährige
Phlox (alle Arten), Fetthenne, Sonnenbraut, Echinacea, Raublattaster, Sonnenblume, Steinaster,
Stockmalve, Katzenminze, Phazelia, Flammenblume, Schmucklauch, Wandrebe, Wegwarte, Wicke, Wiesenknöterich, Pfingstrose, Ehrenpreis, Primel

Kräuter
Bergbohnenkraut, Oregano, Melisse, Minze, Brennnessel, Lavendel, Thymian, Rosmarin, Kapuzinerkresse, Borretsch, Senf, Raps

Zwiebelblumen
Wildtulpen, Krokus

Wildkräuter
Disteln, Kornblume, Mohn, Löwenzahn, Steinklee, Raps, Rotklee, weiße Taubnessel, Waldweidenröschen, Hundszunge, Drachenkopf, Natternkopf, Huflattich, Günsel

Gartentipp für August 2020


Ziergarten
Die Lieblingsstauden, die jedes Gartenjahr bereichern, stehen meist länger am gleichen Ort, sodass sie nach und nach an Blühkraft verlieren. Hier lohnt es sich, diese jetzt im August noch einmal zu düngen. Dazu eignet sich ein ausgewogener Dünger mit weniger Stickstoff und Phosphor, dafür mit mehr Kalium und Spurenelementen. Die Zusammensetzung ist bei guten Düngern auf der Verpackung abgedruckt.
Langzeitdünger eignet sich jetzt im August nicht mehr, da dieser die Pflanze anfällig macht für die im Winter bevorstehenden Fröste.

Gemüsegarten
Wer jetzt noch für eine gute zweite Ernte sorgen will, kann dies noch mit Kohlrabipflanzen, Salat wie Endivien, Pflücksalat oder Feldsalat tun. Ebenso können Winterrettiche und Radieschen noch gesät werden.

Artenschutz und Förderung von Insekten
Jetzt ist die beste Zeit sich Gedanken zu machen, welche Teile des Gartens zukünftig für eine "wilde Ecke" geeignet ist. Das heißt aber keinesfalls, dass es total wild aussehen muss. Hier können vor allem Pflanzen ihren Platz finden, die besonders für unsere Insekten als Nahrungsquelle geeignet sind.
Also einfach durch den Garten schlendern und Plätzchen, die jetzt vielleicht noch leer sind, oder sowieso einer "Überarbeitung" benötigen, suchen dann im Herbst mit den geeigneten
Pflanzen bestückt werden können.
Eine entsprechende Auswahl folgt hier Anfang September zur Pflanzzeit.

Gartentipp für Juli 2020


Ziergarten
Auch in diesem Jahr zeigen sich die Rosen von ihrer besten Seite. Viele Blüten, eher weniger Schädlinge und Krankheiten lassen uns an der Fülle und Duft erfreuen.
Dass das noch länger so bleibt, dafür müssen die mehrmals blühenden Rosen etwas gepflegt werden. Verblühte Rosen sollten sobald diese unansehnlich werden mit einer scharfen Rosenschere entfernt werden.
Dies dankt die Rose mit mehr Blüten beim zweiten bzw. dritten Flor.

Gemüsegarten
Im Juli kann noch ohne weiteres Herbstgemüse gesät werden. Dazu zählen Herbst- und Winterrettiche, Lauch, Endivien, Chinakohl, Grünkohl, etc.

Wer Broccoli im Garten stehen hat und dieser bereits zur Ernte ansteht, sollte die Pflanze
nicht komplett entfernen. Wird nur der Kopf entnommen, bilden sich an den seitlichen Blättern nochmals kleine Röschen, die für eine zweite Ernte sorgen.

Gartentipp für Juni 2020

Ziergarten
Wer sich Sorgen um seinen Buchs macht, ob wegen Schäden durch den Buchsbaumzünsler oder Pilzerkrankungen, sollte es mal mit ganz fein gemahlenen Algenkalk versuchen. Die Sträucher komplett damit einstäuben, wenn diese mit dem Zünsler befallen sind.
Die ersten Erfolge zeigen sich, wenn man den Buchs mehrmals in der Sommersaison damit einstäubt.

Gegen das Triebsterben hilft leider nur ein kräftiger Rückschnitt. Wenn die Sträucher schon keine grünen Blätter mehr aufweist, sollte diese gerodet werden und mit einer anderen Art Ersatz gesucht werden. Geeignet wären buchsblättrige Berberitze, Lavendel, winterharter Rosmarin, Zwergliguster oder Purpur-Weide.

Nutzgarten
Immer mehr eingewanderte Schädlinge machen uns das Leben schwer. Besonders dürfte uns in Zukunft die Asiatische Kirschessigfliege bereiten, da sie keine natürlichen Feinde bisher hat.
Sie "fliegt" im wahrsten Sinne des Wortes auf rote Früchte und ist dabei nicht wählerisch: Kirsche, Himbeere, Erdbeere, Pflaumen, Weintrauben, nichts ist vor diesem Schädling sicher.
Deshalb sollte rechtzeitig reagiert werden, noch bevor die Früchte rot werden. Feinmaschige Netze sind das richtige Mittel gegen den Schädling. Für Weintrauben gibt es Netze in Säckchenform mit denen jede Traube einzeln eingepackt werden kann, ohne ein Defizit an Sonne zu bekommen.

Artenschutz im Hausgarten
Wer sich um den Artenschutz Gedanken macht, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass es hier nicht nur um die fliegenden Zeitgenossen geht, sondern auch um deren Nachwuchs, der
als "Krabbler" im Larvenstadium unterwegs ist. In diesem Stadium zählt nur fressen, fressen, fressen. Und genau dafür müssen die für jede einzelne Art die richtigen Futterpflanzen zur Verfügung stehen.
Für die Raupe des Schwalbenschwanzes z.B. sind Möhren, Fenchel, Dill usw. als Nahrungsquellen Überlebenswichtig. Wenn also ein Falter seine Eier abgelegt hat, sollten solche Pflanzen im Garten geschützt stehen bleiben.

Gartentipp für Mai 2020


Ziergarten - Ziergehölze
Alle Gehölze, die jetzt schon langsam abgeblüht haben, sollte jetzt geschnitten werden.
Dazu zählen Duftschneeball genauso wie Forsythien. Diese Pflanzen blühen im nächsten
Jahr an dem Holz, das sie in diesem Jahr noch bilden. Somit können alte Triebe, die
schon heuer vielleicht spärlich geblüht haben, entfernt werden. Wenn Ziergehölze an der
Basis kahl werden und keinen Sichtschutz mehr bieten, ist es höchste Zeit, die alten
kräftigen Triebe, die kein neues Holz mehr bilden direkt 3 cm über dem Boden zu entfernen.

Zwiebelblumen
Tulpen, die in diesem Jahr üppig geblüht haben, müssen die Zeit bekommen, ausgiebig einzuziehen. Das bedeutet, dass diese am Beet stehen bleiben, bis die oberirdischen Pflanzenteile komplett trocken und ausgelaugt sind. Die Nährstoffe, die sich darin befanden zieht die Zwiebel zurück und lagert diese ein, damit wir im nächsten Jahr wieder eine üppige
Blüte bekommen. Erst wenn die Pflanzen "eingezogen" hat, sollte man sie aus dem Beet entfernen und kühl und trocken lagern, bis diese im Herbst wieder an einen anderen Standort gesetzt werden kann.
Wer sich das ersparen will, kann die Zwiebeln auch im Boden belassen, muss aber evtl. im nächsten Jahr mit kleineren Blüten rechnen.

Artenschutz und Förderung von Insekten
Im Sommer, immer wenn ich nachts von einem Termin nach Hause komme und die Straßenlaterne vor der Einfahrt sehe, komme ich ins Grübeln. Dieses Licht wird von Hunderten, wenn nicht Tausenden der unterschiedlichsten Insekten umschwärmt. Das wäre ja soweit noch in Ordnung, wenn ich aber dann sehe, dass am Boden viele dieser Lebewesen bereits dem Erschöpfungstod gestorben sind, stimmt mich das traurig.

Schaffen wir es mit unserem nächtlichen "Lichterwahn" noch zusätzlich, dass das Insektensterben noch immer forciert wird, anstatt dass wir sagen können, wir finden die ein oder andere Art wieder öfter?

Es gibt derart viele Möglichkeiten, die das Insektensterben beeinflussen, was uns gar noch nicht so bewusst ist.
Das heißt, Augen auf, beobachten, genau hinsehen: Was hat Einfluss auf die Natur? Es sind
nicht nur die monotonen Flächen in der Landwirtschaft.
Jeder von uns kann seinen kleinen Teil dazu leisten, dass alle Arten von Insekten ihren Lebensraum finden, und wenn es nur ein schlichtes Insektenhotel für den Nachwuchs für das
nächste Jahr ist.

Wasser im Garten - ein wertvolles Gut für alle Lebewesen
Sicher hat der ein oder andere schon einmal beobachtet, wie sich Bienen am Wasser sammeln, um dieses in den Bienenstock zu bringen, oder wenn Wespen Wasser sammeln, um die gesammelten Holzraspel anzufeuchten, um sich damit das Nest für den Nachwuchs zu zimmern. Alles geht nicht ohne Wasser und auch unsere Vögel sind dankbar,
wenn sie ein reinigendes und kühlendes Bad nehmen können. Dazu reicht es schon aus, wenn Blumentopfuntersetzer täglich mit frischem Wasser befüllt werden. Noch besser wäre natürlich ein Teich oder ein kleiner Wasserlauf, aber wer hat schon die Möglichkeiten.
Fangen wir einfach im Kleinen an und schaffen wir Wasserstellen im Garten, gerade jetzt bei dieser langanhaltenden Trockenheit.

Gartentipp für April 2020

Ziergarten - Rosen
Die Forsythien stehen kurz vor der Blüte. Das ist der Startzeitpunkt für den Rosenschnitt.
Wenn man sich die Rosen genau ansieht findet man die frischen Knospen recht gut.
Beim Schnitt darauf achten, dass krankes und trockenes Holz entfernt wird. Der Schnitt wird so angesetzt, dass dieser oberhalb eines Auges liegt, das nach außen zeigt. Die Schnittführung so ansetzen, dass das Auge noch unterhalb der Schnittfläche endet. Damit ist es vor dem Ausbrechen geschützt.
Spärlich wachsende Triebe an der Basis entfernen, diese sind zu schwach um später Blüten zu tragen.
Je kräftiger die Rosen zurück geschnitten werden umso stärker treiben sie wieder aus.

Artenschutz und Förderung von Insekten
Wie sich jetzt im Frühling zeigt, gibt es die unterschiedlichsten Frühjahrsblüher, die bereits im März sehr üppig blühen. Diese verlangen an den richtigen Standorten so gut wie keine Pflege, bringen aber ganze Teppich von Blüten unten Sträuchern und Hecken. Dazu reichen schon einige Pflanzen aus, die sich über die Jahre immer mehr ausbreiten. Hummeln und weitere frühe Insekten, aber auch Bienen nehmen diese Nektarspender dankend an.

Wenn solche Teppiche angelegt werden sollen, dann bitte nicht nur eine Sorte, sondern möglichst vielfältig, damit alle Insekten Nahrungsquellen finden.

Für den Sommerflor sollte man sich jetzt schon Gedanken machen, was gepflanzt oder gesät werden soll. Je vielfältiger das Pflanzenangebot an Arten und Sorten für unsere Insekten ist, umso mehr Arten finden Nahrung.

Dazu immer wieder der Hinweis, dass es einfach auch "wilde Ecken" im Garten braucht, da viele Pflanzen aus unseren Gärten verbannt werden, die aber essentiell für unsere Insekten und Schmetterlinge wichtig sind. Hier denke ich vor allem an Brennnesseln und Löwenzahn, die für viele Arten wichtig sind.

Empfehlenswerte Pflanzen:
Duftnessel, Astern aller Art aber ungefüllt, Bartblume, Blutweiderich, Borretsch, Brombeere,
Efeu, Eibisch, Fette Henne, Flockenblume, Himbeere, Himmelsleiter, Katzenminze, Klee, Koriander, Kugeldistel, Lavendel, Lilien, Löwenzahn, Oregano, Phacelia (Bienenfreund), Seidenblume, Sonnenbraut, Sonnenblume, Steinklee, Wegwarte usw.

Gartentipp für März 2020

Ziergarten
Da sich das Jahr 2020 von der Vegetation her wohl etwas früher entwickeln wird, sind die unterschiedlichen Arbeiten schon früher möglich.
Dazu zählen Heckenschnitt, Stauden umpflanzen, Aussäen und Pflege der Beete.
Allerdings sollte man für kälteempfindliche Zeitgenossen immer noch die Spätfröste im Blick behalten, die immer noch bis Mitte Mai eintreten können.
Also meine Empfehlung, nichts überstürzen und Geduld bewahren.

Nutzgarten
Da die Temperaturen bereits relativ hoch sind für die Jahreszeit, können Pflücksalate, Radieschen und auch Feldsalat im Gewächshaus ausgesät werden.
Diese haben dann einen Vorsprung, der uns eine 2-3 Wochen frühere Ernte bringt.

Klimawandel und heiß-trockene Sommer
Da auch in diesem Jahr wieder mit einem trockenen und heißen Sommer zu rechnen ist, sollten wir in den Gärten auch Pflanzen verwenden, die diesen Wetterverhältnissen gewachsen sind.
Dabei sind Stauden, die auch in den Blättern Wasser speichern können oder Pflanzen, die mit wenig Wasser und Hitze zurecht kommen zu bevorzugen.

Gartentipp für Februar 2020

Ziergarten
Wenn der Boden weiterhin nicht gefroren sein sollte, kann man die ersten Angebote für Primeln und Stiefmütterchen bereits nutzen und bei milder Witterung pflanzen.

Welche Pflanzen sollen im nächsten Sommer in den Blumenkästen für Farbe sorgen.
Jetzt findet man in den Katalogen oder im Internet die neuesten Züchtungen. Hier nach den Neuerscheinungen zu suchen, bringt die besten Ideen für das neue Gartenjahr.
Bei der Wahl der Blütenpflanzen sollte immer darauf geachtet werden, dass diese auch für unsere Insekten von Nutzen sind.
Wer sich Geld sparen will und Platz hat, kann die Pflanzen auch ab Februar auf der Fensterbank selbst aus Samen ziehen.

Gartentipp für November 2019


Ziergarten
Laub wird immer als lästig im Herbst angesehen. Dabei sind die darin enthaltenen Nährstoffe ein Segen für die Pflanzen wie z.B. Hecken, Stauden oder im Hochbeet.
Bei der Verrottung werden die Nährstoffe freigesetzt und den anderen Pflanzen zur Verfügung gestellt.
Also nicht ärgern, sondern einfach von der Rasenfläche nach außen in die Beete bringen, das spart Zeit und Dünger.

Kübelpflanzen
Inzwischen haben sich die ersten frostigen Nächte eingestellt. Spätestens jetzt sollten die Kübelpflanzen an einen geschützten Ort gebracht werden. Die wohl einzigen Kübelpflanzen, die etwas Frost vertragen sind Oleander und Rosmarin. Allerdings sollten auch diese bei mehr als 5-8 Grad minus eingeräumt werden.

Gartentipp für Oktober 2019

Ziergarten
Stauden, die sich über den Sommer hinweg üppig entwickelt haben, sind jetzt vielleicht zu groß geworden. Jetzt ist die beste Zeit, diese zu teilen und Beete zu ergänzen oder auch neu anzulegen.

Wer sich seine Blütenvielfalt für das nächste Jahr schon säen will, der sollte nun Eisenhut, Phlox, Frauenmantel, Taglilie, Bergenie oder Fackellilie aussäen. Diese Stauden gelten als Kaltkeimer und benötigen für die Aktivierung des Wachstums kalte Temperaturen. Ausgesät in einen Topf und diesen an eine geschützte Stelle im Garten stellen, haben die Pflanzen den besten Start.


Welche Pflanzen sind für unsere Insektenwelt am Wichtigsten?
Exoten sind für unsere einheimischen Insekten nur die 2. Wahl, diese benötigen die für sie als Nahrungsquelle bekannten Pflanzen. Hier kommt wieder die Wildblumenwiese zur Geltung. Doch noch wichtiger sind im Frühjahr die Obstgehölze, ob Apfelbäume, Pflaumen oder auch Beerensträucher.
Die Natur legt gewissermaßen eine Blühpause in den Monaten Juli/August ein, die überbrückt werden muss. Hier können wir in den heimischen Gärten unterstützend eingreifen.
Länger blühende Pflanzen wie der wilde Oregano, Bergbohnenkraut, Günsel, Gänseblümchen, Klee, Ringelblume, Stockrose, Thymian, Taubnessel, Tagetes und Ysop, bieten eine gute Alternative, wie auch Fetthenne und Herbstastern.

Gartentipp für September 2019


Ziergarten
Wer für das nächste Jahr eine Blütenhecke anlegen will, die auch für die Insekten als Nahrungsquelle dienen kann, sollte dies jetzt im September bzw. spätestens im Oktober in Angriff nehmen. In dieser Zeit ist der Boden noch so warm, dass die Pflanzen schnell einwurzeln.

Förderung der Artenvielfalt
Unter dem Titel "Der Garten als Arche, Artenvielfalt bewahren" hat die Gartenberatung des Verband Wohneigentum einen Folder veröffentlicht, der über die Internetseite des Bundesverbandes heruntergeladen werden kann. Darin sind Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Artenvielfalt weiter gefördert werden kann und das im eigenen Garten.


Wettbewerb - 1.111 Nisthilfen für Deutschland
Der ein oder andere hat sicherlich die Veröffentlichung in der Verbandszeitschrift ?Familienheim und Garten? bereits gesehen. Der Verband hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende Oktober mindestens 1.111 artgerechte Nisthilfen - egal ob für Vögel, Insekten oder Fledermäuse ? zu schaffen. Dazu können sich die Bastler mit ihren Bildern beim Verband anmelden und am Wettbewerb teilnehmen. Zu gewinnen gibt es Preise für ?Einzelbastler? aber auch für Gemeinschaften, die sich dem Thema annehmen.
Nähere Informationen dazu sind über die Internetseite des Bundesverbandes abzurufen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2019.
Wer teilnehmen kann und will, kann das wie folgt:

E-Mail: nisthilfen@verband-wohneigentum.de

Postweg:
Verband Wohneigentum, Stichwort "1.111 Nisthilfen", Oberer Lindweg 2, 53129 Bonn

oder über Facebook und Twitter}

Gartentipp für August 2019

Obstgarten
Wer im nächsten Jahr wieder süße Früchtchen ernten will, sollte überlegen, wie lange die bisherigen Erdbeeren schon auf dem Beet stehen. Jahr für Jahr lässt die Größe der Früchte nach und wer im nächsten Jahr wieder schöne große Früchte ernten will, sollte jetzt im August neue Pflanzen setzen, die sich bis zum nächsten Jahr gut entwickeln können.
Die Pflanzen, die stehen bleiben sollen, vertragen jetzt eine gute Kompostgabe zur Kräftigung.

Ziergarten
In den Gartenmärkten finden sich inzwischen wieder die buntesten Frühjahrsblüher. Die Zwiebeln werden spätestens im September gesetzt, lass

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