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4. April 2022 - Ein breites Verbändebündnis aus Eigentümern, Seniorenorganisationen, Sanitärwirtschaft und Wohnberatung appelliert an die Politik, das KfW-Zuschussprogramm "Altersgerecht umbauen" 455-B fortzuführen.

Frau kümmert sich um Mann
Bei allem Verständnis für die fiskalischen Herausforderungen dürfen andere zukunftssichernde und gesellschaftlich relevante Investitionen nicht unter den Tisch fallen.   © PantherMedia_Dmyrto_Z
Im aktuellen Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2022 finden sich keine Mittel mehr zur KfW-Zuschussförderung des altersgerechten Umbaus von Wohnhäusern und Wohnungen. Noch 2021 war der Fördertopf aufgrund der hohen Nachfrage von 75 Millionen auf 130 Millionen aufgestockt worden. Den drohenden Wegfall im laufenden Haushaltsjahr nehmen fünf Interessenvertretungen von Wohneigentümerinnen und -eigentümern, Seniorinnen und Senioren, Sanitärwirtschaft und Sanitärhandwerk jetzt zum Anlass, die Bundes¬regierung von der Fortführung des Zuschussprogramms zu überzeugen.

Bei allem Verständnis für die fiskalischen Herausforderungen durch eine forcierte Energiewende dürften andere zukunftssichernde und gesellschaftlich relevante Investitionen nicht unter den Tisch fallen. Mit dieser zentralen Botschaft richten sich die fünf Verbände an Politik und Öffentlichkeit.

Sie verweisen dabei auf den hohen Bedarf an altersgerecht umgebauten Wohnungen in der Zukunft. Nur 1,5 Prozent der Wohnungen in Deutschland sind demnach barriere¬frei ausgestattet. Bis 2035 werden einer im Auftrag der KfW durchgeführten Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) zufolge rund zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen. Und noch im Koalitionsvertrag war ein verstärkter Einsatz für altersgerechtes Wohnen, Barriereabbau und die Aufstockung der entsprechenden Mittel für das KfW-Programm versprochen worden.

Das Verbändebündnis erinnert die Ampelkoalition an die Aussage im Koalitions-vertrag: "Wir werden unseren Einsatz für altersgerechtes Wohnen und Barriereabbau verstärken und die Mittel für das KfW-Programm auskömmlich aufstocken." In den ver¬gangenen Jahren war das Budget des Förderprogramms bereits nach wenigen Monaten aufgebraucht. So konnten 2021 nur bis Juni Förderanträge gestellt werden. Wohnungseigentümergemeinschaften stellte das vor besondere Schwierigkeiten, weil bis dahin kaum Eigentümerversammlungen stattfinden konnten. Viele Menschen warten seitdem auf die neuen Gelder, um mit den Umbaumaßnahmen beginnen zu können.

Die Verbände fordern deshalb nachdrücklich die Fortführung des KfW-Zuschuss-programms und dessen Ausstattung mit einem Fördervolumen von mindestens 150 Millionen Euro jährlich im Haushaltsjahr 2022.

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