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Baufinanzierung: Finanzierungsvergleiche

Der Vergleich unterschiedlicher Finanzierungskonzepte stellt wohl die größte Herausforderung dar, die es bei der Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Finanzierungskonzept zu bewältigen gilt.

Finanzierungskonzepte

Aus den bisherigen Beiträgen kennen Sie bereits die drei grundsätzlichen Finanzierungskonzepte: Annuitäten-Darlehen, endfällige Darlehen und Kombinationen dieser beiden Varianten wie z.B. die Bauspar-Finanzierung. Bei allen Varianten zahlen Sie Zinsen für das aufgenommene Darlehen, beim Annuitätendarlehen zusätzlich direkte Tilgungsbeiträge und bei den endfälligen Darlehen eine sogenannte Ersatztilgung auf einen Sparvertrag. Aus diesen einzelnen Beträgen für Zins und Tilgung bzw. Ersatztilgung errechnet sich Ihre monatliche Zahlungsrate.

Damit diese unterschiedlichen Konzepte nun vergleichbar werden, müssen sie lediglich drei Dinge beachten:

© Helmut Weigt, Finanzökonom (ebs), Finanzfachwirt (FH), Vorsitzender Verband Wohneigentum Rheinland-Pfalz

© Helmut Weigt, Finanzökonom (ebs), Finanzfachwirt (FH), Vorsitzender Verband Wohneigentum Rheinland-Pfalz

  • Der Darlehensbetrag muss bei allen Angeboten derselbe sein.

  • Die Zahlungsrate muss bei allen Angeboten identisch sein. Trotz der aktuellen Tiefzinsphase sollten Sie hier sicherheitshalber immer mit einer Zahlungsrate von mindestens 6 Prozent rechnen.

  • Die Zinsbindung muss bei allen Angeboten gleich lang sein.



Beispiel
Sie benötigen für Ihre Eigenheimfinanzierung ein Darlehen über 200.000 Euro. Sie vergleichen Angebote mit einer Zinsbindung von 15 Jahren. Sie zahlen dann in den kommenden 15 Jahren monatlich 1.000 Euro für Zins und Tilgung bzw. Ersatztilgung.

Ergebnis
Das konkrete Ergebnis hängt davon ab, wie hoch der jeweils angebotene und in der Zahlungsrate enthaltene Sollzins ist und wie hoch der Guthabenzinssatz auf einem eventuell abzuschließenden Ersatztilgungsvertrag angesetzt wird. Hier beachten Sie bitte kritisch, dass bei vielen Sparverträgen der Zinssatz nicht garantiert ist!

Unabhängig davon, wie diese Zinssätze aussehen: Nach 15 Jahren ergibt sich bei allen Konzepten in jedem Fall eine Restschuld, die Sie vergleichen können. Auch bei den endfälligen Darlehen gibt es diese "Restschuld", obwohl Sie ja eigentlich nicht direkt getilgt haben: Hier ermitteln Sie die Restschuld aus der Differenz zwischen dem Darlehensbetrag und dem Guthaben auf Ihrem Sparvertrag. Gewinner des Vergleichs ist zunächst das Konzept mit der kleinsten Restschuld. Für die verbleibende Finanzierungsdauer nach Ablauf der Zinsbindung müssen Annahmen getroffen werden, um ein plausibles Gesamtergebnis für die Finanzierung zu erhalten: Hier sollten Sie für den Darlehenszins mindestens 6 Prozent und eine Zahlungsrate von mindestens 9 Prozent wählen. Für die Restlaufzeit läge Ihre Rate dann bei kalkuliert 1.500 Euro. Das Gesamtergebnis zeigt Ihnen, welche gegebenenfalls erheblichen Unterschiede sich bei den einzelnen Konzepten ergeben können.

H. W.

Unser Tipp

Die Angebote der jeweiligen Institute mit ihren unterschiedlichen Konzepten und Konditionen sind in der Regel hinsichtlich Darlehensbetrag, Zahlungsrate und Zinsbindung nicht "gleichgeschaltet". Diese Angebote selbst auf gleiche Werte umzurechnen ist sicher kein guter Rat.

Wir empfehlen daher, allen Anbietern dieselben konkreten Vorgaben an die Hand zu geben und die Anbieter auf der Basis dieser Vorgaben selbst rechnen zu lassen.

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