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Dämmen Teil 4: Lohnt sich das?Preis - Leistung

Gerade in Zeiten, in denen Deutschland beim Einhalten der Klimaziele kräftig nachlegen muss, wird zunehmend auch auf die Energiebilanz von Wohnimmobilien geschaut. Dabei ist das Dämmen eine von mehreren Maßnahmen, um die Energieeffizienz eines Hauses zu steigern. Doch was bei Neubauten seit 2010 längst Routine ist, lässt Wohneigentümer von älteren Immobilien wegen des großen Aufwands und der Kosten zögern. Um die Fassade nachträglich mit Dämmstoffen einzuhüllen, muss ein Gerüst her und anschließend neu verputzt werden. Lohnt sich der hohe Aufwand wirklich, für die Umwelt und fürs Portemonnaie?

Dämmstoffe aus Holz

© Florenske/Verband Wohneigentum

Jedes zweite Wohngebäude in Deutschland ist nicht gedämmt, wie eine aktuelle Untersuchung des Instituts für Bauen und Umwelt (ibu) in Darmstadt zeigt. Das beißt sich mit dem Klimaziel der Bundesregierung, dass der Energieverbrauch der Gebäude bis Ende 2020 um 20 Prozent sinken soll. "Dieses Ziel ist durchaus sportlich", so Jens Schuberth aus dem Fachbereich Energieeffizienz des Umweltbundesamts (UBA).

Da kommt das Dämmen ins Spiel. Jens Schuberth erklärt: "Für den Klimaschutz ist die Höhe der Wärmenachfrage der größte Hebel, den man hat, um ein Gebäude klimafreundlich zu machen." Die sogenannte Wärmenachfrage wird vor allem dadurch beeinflusst, wie viel Wärme durch die Gebäudehülle verloren geht. Ist das Haus inklusive Dach und Keller rundherum gedämmt und mit mindestens dreifach-verglasten Fenstern ausgestattet, vermindert das die Wärmenachfrage stark, sagt der Energieexperte.

Hausbesitzer und Umwelt profitieren

"Wärmedämmung senkt Heizkosten und macht Hausbesitzer unabhängiger von Energiepreis-Steigerungen. Das ist ein unmittelbare Profit, den man hat. Dazu erhöht Dämmung den Wohnkomfort im Haus, weil die Wände und die Fenster nicht mehr so kalt an der Oberfläche sind." Das Dämmen senkt auch die Emissionen von Treibhausgasen - ein Pluspunkt für die Umwelt. Nicht zuletzt: Wärmedämmung steigert den Wert einer Immobilie.

Was kostet das?

Allgemeinen Angaben dazu sind schwierig, weil Häuser und auch die Dämmung sich ziemlich stark unterscheiden. "Im Durchschnitt belaufen sich die Kosten fürs Dämmen der Gebäudehülle bei einem Einfamilienhaus meist im mittleren bis höheren fünfstelligen Euro-Bereich", weiß Jens Schuberth.

Beispiel: nachträgliches Dämmen eines Einfamilienhauses

(inklusive Handwerkerkosten)

  • Gerüst, Putz + Standard-Dämmung mit Wärmeverbundsystemen (WDVS): 25.000 €

  • Putz ohne Wärmedämmung: ca. 10.000 €

Wer kostenbewusst handeln möchte, sollte einen günstigen Zeitpunkt wählen, um die Gebäudehülle zu verbessern. Am besten dann, wenn ohnehin eine Erneuerung der Fassade ansteht, Putz hält etwa 30 Jahre. "Dann fallen die Kosten für Gerüst und Putz ohnehin an und das zusätzliche Dämmen nicht mehr so ins Gewicht", relativiert Schuberth. Wer jedoch gerade seine Fassade erneuert hat, handelt "höchst unwirtschaftlich", wenn er darüber eine Dämmung klebt, die wiederum verputzt werden muss.

Auch Nichtstun kostet!

Vielfach schrecken diese relativ hohen Investitionskosten ab. "Gleichzeitig muss man sich aber auch bewusst sein, dass Nichtstun auch etwas kostet", betont Jens Schuberth. Einerseits fallen die Kosten für eine neue Fassade von Zeit zu Zeit sowieso an. Andererseits schlagen relativ hohe Heizkosten zu Buche, so lange man nichts an der Gebäudehülle macht.

Selbst machen oder Handwerker?

Kosten spart, wer handwerklich geschickt ist und Dach oder Kellerdecke von innen in Eigenleistung einhüllt. Die Außendämmung hingegen sollte ein Fachbetrieb anbringen, damit keine Baumängel entstehen wie Schimmel durch Wärmebrücken. Leisten Sie sich auch eine Energieberatung, bevor es losgeht. Die kostet um die 1.000 Euro, etwa die Hälfte wird von der Bundesregierung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst: Infos unter www.bafa.de. Kostengünstige Energieberatungen für Wohngebäude bieten die Verbraucherzentralen an.

Was bringt's?

Allein das Dämmen der Gebäudehülle kann den aktuellen Energieverbrauch halbieren. "Wenn zusätzlich auch noch die Heizung erneuert wird, lässt sich ein Verbrauch durchaus um zwei Drittel senken", rechnet Energieexperte Schuberth vor. Das klingt gut, doch wegen der aktuell niedrigen Energiekosten zahlt sich das Dämmen ungefähr erst nach 15 bis 20 Jahren aus. "Somit ist Wärmedämmung letztendlich vor allem eine Art Wertanlage in das eigene Gebäude und ein Pluspunkt für unser Klima", resümiert Jens Schuberth vom UBA. Fl

Fördermittel vom Staat:

  • Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa): Zuschuss zur Energieberatung. Infos unter www.bafa.de.

  • KfW Bankengruppe: Zuschüsse und (Ergänzungs-) Kredite zum Energieeffizient Bauen und Sanieren. Details unter www.kfw.de. Kostenfreie Servicenummer: 0800 539 90 02.

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