Fit für den Urlaub?Tipps für Haus & Wohnung

Wer in Urlaub fährt, möchte "Haus und Hof" mit gutem Gefühl verlassen und beim Heimkehren wieder alles in bester Ordnung vorfinden. Bereiten Sie Haus oder Wohnung rechtzeitig auf ihre Abwesenheit vor. Damit Einbrecher, aber auch Sturm, Sonne oder Starkregen kein leichtes Spiel haben. Fit für den Urlaub - diese Checkliste hilft, sich auf die schönste Zeit im Jahr vorzubereiten.

Familie im Auto
Gleich geht es los. Und, Zuhause alles in Sicherheit?   © PantherMedia/Arne Trautmann

EINBRUCHSCHUTZ

Schwachstellen sind Türen und Fenster.

Vorsorge:

Ist Haus oder Wohnung nicht ausreichend gesichert, gilt dies als fahrlässig. Dann würde nach einem Einbruch die Hausratsversicherung nicht zahlen.

SONNENSCHUTZ

Vorsorge:

STURM & STARKREGEN

Rechtzeitig vor dem Urlaub einen aufmerksamen Hausrundgang machen.

Vorsorge:


TIPP: Bitten Sie vor jedem Urlaub Nachbarn Ihres Vertrauens, ein wachsames Auge auf die Immobilie zu werfen und im Zweifel auch einen fremden Menschen anzusprechen oder gar die Polizei zu rufen, wenn etwas verdächtig erscheint. Wenn es sich etabliert, dass wachsame Nachbarn sich gegenseitig z. B. mit Blumen gießen und Briefkasten leeren in der Urlaubszeit helfen, ist in Sachen Einbruchschutz und für die Gemeinschaft der Nachbarn untereinander viel getan.

Checkliste: Haushalt

  • Kühlschrank leeren bzw. verderbliche Sachen vorher aufbrauchen, an die Nachbarn verteilen oder zur Foodsharing-Stelle bzw. "Tafel" bringen

  • Gefrierfach abtauen

  • Zeitung abbestellen oder an Urlaubsort umbestellen (in Deutschland)

  • Zentrale Wasserzufuhr im Haus abdrehen, bzw. falls Nachbarn Blumen gießen sollen, nur die Wasserzufuhr für Waschmaschine abstellen. Ggf. auch Gaszufuhr abdrehen!

  • Anrufbeantworten mit neutraler Ansage besprechen, nicht: "Wir sind erstmal 3 Wochen in Urlaub." Das gilt auch für Abwesenheitsassistenten bei E-Mails und in den sozialen Medien - auch das könnte Begehrlichkeiten bei Einbrechern wecken.

  • Briefkasten regelmäßig von Nachbarn leeren lassen, die dabei den Stand des Sonnenschutzes variieren, oder Postlagerung beauftragen

  • Kleine Lampe/n oder Radios mit Zeitschaltuhr helfen, Belebtheit in Haus und Wohnung zu suggerieren

  • Wichtige Dokumente und Wertsachen gehören in ein Bankschließfach oder in den Safe zuhause. Zur Sicherheit noch eine Aufstellung aller eingeschlossenen Dinge machen und schriftlich woanders deponieren.

  • Wenn sich keine Nachbarn finden: Zimmerpflanzen überdauern die Urlaubszeit gut z. B. in der Badewanne, die auf dem Boden 1 cm mit etwas Wasser bedeckt ist. Im Gartencenter gibt es auch kleine Wasser-Depotsysteme, die man in den Blumentopf stecken kann. Robuste Pflanzen wie Kakteen und Yucca können Sie auch einfach rausstellen, das wird ihnen sogar guttun.

Diese Versicherungen springen ein

Es gibt keine Universalversicherung gegen Unwetterschäden, sondern mehrere Versicherungsarten "teilen" sich die Risiken.

  • Haus- oder Wohnungsbesitzer sollten - wie auch Mieter - eine Hausrat-Versicherung abschließen. Diese Versicherung erstattet z. B. Schäden durch Einbruch, Sturm oder Blitzschlag an beweglichen Gütern: Möbel, Teppiche, technische Geräte, Kleidung oder Gartengeräte. Nicht alle Schäden sind stets versichert. Tipp: Prüfen Sie die Versicherungsbedingungen vor einem Abschluss genau.

  • Hauseigentümer brauchen außerdem eine Wohngebäude-Versicherung. Diese tritt bei Unwetter- und Sturmschäden am Haus selbst ein. Allerdings gibt es meist Einschränkungen, etwa dass ein Sturm mindestens eine bestimmte Geschwindigkeit haben muss, damit die Schäden anerkannt werden. Deckt der Wind das Dach teilweise ab und beschädigt Regenwasser Wände und Decken, ist auch das versichert. Je nach Vertrag können Schäden an Gartenhäuschen und Carports eingeschlossen sein. Schlägt der Blitz ein und löst einen Brand aus, muss die Versicherung auch zahlen. Die Police sollte Kosten für die Beseitigung umgestürzter Bäume einschließen.

  • Fließt Wasser jedoch aus einem Fluss ins Haus oder strömt Oberflächenwasser etwa von der Straße herein, gilt das nur als Versicherungsfall, wenn eine Elemantarschaden-Versicherung abgeschlossen wurde. Wenn Wasser in den Keller läuft, zahlt die Hausrat-Versicherung nicht. Das gilt für Schäden, die Oberflächenwasser, also auch Regenwasser oder das von Flüssen und Bächen, anrichtet oder wenn sich Schmutzwasser aus der Kanalisation ins Haus drückt.

Fl