Zuhause die Heizung umstellen Kosten und Klimabilanz: Online-Rechner ermöglicht Vergleich

Wer zu Hause seine Heizung auf nachhaltige, erneuerbare Energie umstellen will, der kann mit dem Online-Wärmekostenrechner der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) die Treibhausgaseinsparung und die Kosten für das Heizen mit Biomasse- und Solarthermie sowie Wärmepumpen berechnen. Der Wärmekostenrechner ermöglicht den direkten Vergleich von Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz verschiedener erneuerbarer Wärmeerzeuger und Hybridlösungen.

Vater mit zwei Jungs schaut sich die Wärmepumpe im Keller an.
© Pixabay / Global Energy Systems

Analyse auf Basis individueller Daten

Geben Sie die individuellen Daten u. a. zu Gebäudetyp und Heizbedarf bzw. bisherigem Heizölverbrauch kann mit dem Online-Wärmekostenrechner eine unabhängige Vollkostenanalyse auf Basis der tatsächlichen Verbrauchsdaten vorgenommen werden. Die Heizkostenberechnung berücksichtigt dazu Anschaffungs- und Betriebskosten sowie den CO2-Ausstoß durch Brennstoffeinsatz, Vorketten und Betrieb von Heizungsanlagen.

Die zugrundeliegenden Daten für die Berechnungen werden vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung an der Universität Stuttgart (IER, Universität Stuttgart) beigesteuert. Für unterschiedlichste Gebäudetypen wie Altbauten und Neubauten oder Ein- und Mehrfamilienhäuser liefern die Berechnungsalgorithmen zuverlässige Werte für die Planung einer Energieträgerumstellung bzw. Erneuerung der Heizung.

Überblick über Technologien und Brennstoffe

Der auch als Wärmekompass bezeichnete Online-Wärmekostenrechner der AEE gibt einen Überblick über die nutzbaren Technologien und Brennstoffe sowie einen Einblick in die Vollkosten des Heizens und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen. Er bietet so eine Orientierung, welche Optionen zum Heizen mit erneuerbaren Energien in Hinblick auf Treibhausgaseinsparung und Kosten in die engere Wahl genommen werden sollten.

Bund fördert Umstieg auf erneuerbare Wärme

54 % des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfallen auf Gebäudeheizung, Warmwasser und Prozesswärme. Der Anteil erneuerbarer Wärme an der Wärmeerzeugung in Deutschland beträgt bisher erst bei rund 15 %. Insbesondere im Bereich der Gebäudewärmeversorgung für Heizen und Warmwasser ist eine Energieträgerumstellung von Öl- und Gas auf erneuerbare Wärme vergleichsweise einfach umzusetzen. Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM, Einzelmaßnahmen) und der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze wird Bürgern, Unternehmen und Kommunen der Umstieg auf erneuerbare Wärme finanziell erleichtert (www.bafa.de, www.kfw.de).

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe