Wohneigentum. Gemeinschaft leben - Gesellschaft stärken.

Wohneigentum als Lebensprojekt - das bedeutet Sicherheit, Unabhängigkeit, Vorsorge und Verantwortung für kommende Generationen. Unser Positionspapier "Wohneigentum. Gemeinschaft leben - Gesellschaft stärken." zeigt, warum selbstgenutztes Eigentum weit mehr ist als ein Dach über dem Kopf: Es stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, fördert nachhaltiges Wohnen und leistet durch energetische Sanierung einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Titel Positionspapier
© Verband Wohneigentum
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Wohneigentum als zentrales Lebensprojekt

Ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung ist für viele Menschen in Deutschland ein Lebenstraum - und eine Lebensleistung. Wer Wohneigentum besitzt und instand hält:

  • investiert in die eigene Zukunft und Altersvorsorge

  • stärkt Nachbarschaften durch Engagement und Ehrenamt

  • trägt zum Gemeinwohl bei - etwa durch gepflegte Quartiere

  • schützt Umwelt und Natur durch nachhaltige Gartengestaltung

  • leistet mit energetischer Sanierung einen Beitrag zur Wärmewende

Doch die Realität zeigt: Steigende Bau- und Energiekosten, hohe steuerliche Belastungen und gestiegene Finanzierungskosten erschweren Erwerb und Erhalt von Eigentum zunehmend. Förderprogramme für barrierefreies Wohnen, Sanierungen oder digitale Infrastruktur bleiben oft hinter dem Bedarf zurück oder sind mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden.

Damit selbstgenutztes Wohneigentum seine gesellschaftliche Kraft entfalten kann, braucht es verlässliche politische Rahmenbedingungen.

Gemeinschaft stärken - Ehrenamt und Zusammenhalt sichern

Nachbarschaften leben vom Engagement ihrer Mitglieder. Ob Mehrgenerationenwohnen, Vereinsarbeit, Gartenpflege oder gemeinschaftliche Feste - Ehrenamt schafft Nähe, Stabilität und Vertrauen. Doch viele Engagierte stoßen auf Hürden:

  • komplexe Bürokratie

  • unsichere Haftungsfragen

  • fehlende finanzielle Unterstützung

Begegnungsstätten, barrierefreie Wohnungen und generationenübergreifende Wohnprojekte sind unverzichtbar für lebendige Quartiere. Fehlen diese Strukturen, verliert die Gemeinschaft an Substanz.

Unsere Forderungen:

  • Abbau bürokratischer Hürden und klare Haftungsregeln

  • Steuerliche Vorteile oder Rentenpunkte für ehrenamtliches Engagement

  • Förderprogramme für Sanierung und Erhalt von Begegnungsstätten

  • Zuschüsse für barrierefreie Umbauten verstetigen und erhöhen

  • Mehrgenerationenwohnen finanziell und rechtlich besser unterstützen

Eigentum sichern, fördern und vererben

Mit einer Eigentumsquote von 47,3 % liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit zurück. Hohe Baukosten, Erwerbsnebenkosten und Zinsen erschweren den Zugang zum Eigenheim. Doch auch nach dem Kauf wachsen die Belastungen:

  • steigende Kosten für Sanierung und Instandhaltung

  • hohe Anschlussfinanzierungen

  • Unsicherheiten im Pflegefall

  • erhebliche Erbschaftssteuerbelastungen beim Generationenwechsel

  • problematische Konditionen im Erbbaurecht


Für Familien ist Wohneigentum kein Spekulationsobjekt, sondern aktive Zukunftsgestaltung.

Unsere Forderungen:

  • Grunderwerbsteuer senken und Erwerb gezielt fördern

  • Schutz des Eigenheims im Pflegefall - keine Zwangsverwertung

  • Steuerfreiheit für das Familienheim erhalten und Freibeträge anpassen

  • Sozial orientierte Reform des Erbbaurechts

Nachhaltig und zukunftsfähig wohnen

Der Gebäudebestand ist entscheidend für das Erreichen der Klimaziele. Doch die Sanierungsquote liegt bei nur 0,69 Prozent - deutlich unter dem notwendigen Niveau. Eigentümerinnen und Eigentümer brauchen:

  • langfristige, verlässliche Förderprogramme

  • finanzielle Unterstützung für Sanierungen und Heizungstausch

  • vereinfachte Förderbedingungen

  • weniger Bürokratie

  • Unterstützung für Quartierslösungen wie smarte Netze und Speicher

  • Planungssicherheit durch Beibehaltung der Einspeisevergütung

Nachhaltiges Bauen bedeutet, den Bestand in den Mittelpunkt zu stellen - Ressourcen zu schonen und Sanierungen sozialverträglich zu gestalten.

Grüne Infrastruktur beginnt vor der Haustür

Private Gärten sind mehr als Grünflächen. Sie:

  • speichern Wasser

  • kühlen im Sommer

  • bieten Lebensraum für Insekten und Vögel

  • stabilisieren lokale Ökosysteme

  • erhöhen die Lebensqualität in Städten und Dörfern

Zunehmende Versiegelung und Schottergärten gefährden diese wichtige Funktion. Klimaresiliente und naturnahe Gärten sind ein Schlüssel zur Anpassung an den Klimawandel.

Unsere Forderungen:

  • Förderung naturnaher, klimaresilienter Gärten ausbauen

  • Kostenfreie oder vergünstigte Beratung für Eigentümerinnen und Eigentümer

Als Verband Wohneigentum e.V. setzen wir uns für faire Rahmenbedingungen ein, damit Eigentümerinnen und Eigentümer ihre gesellschaftliche Verantwortung auch künftig wahrnehmen können.

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