Wo wir Wurzeln schlagen - Die Bedeutung des selbstgenutzten Wohneigentums Ergebnisse der Online-Befragung 2025 des Verband Wohneigentum e. V.
"Wo wir Wurzeln schlagen - Die Bedeutung des selbstgenutzten Wohneigentums". Erfahren Sie, warum das eigene Haus oder die Eigentumswohnung für Millionen Menschen in Deutschland Lebensanker, Altersvorsorge und Herzensprojekt zugleich ist.
Wohneigentum in Deutschland: Lebensziel, Sicherheit und gesellschaftliche Verantwortung
Angesichts aktueller politischer und gesellschaftlicher Debatten über die Zukunft des Eigenheims hat der Verband Wohneigentum im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. August 2025 eine bundesweite Online-Befragung durchgeführt.
1.716 Eigentümerinnen und Eigentümer haben teilgenommen - mit einem klaren Ergebnis:
9 von 10 Befragten würden sich jederzeit wieder für selbstgenutztes Wohneigentum entscheiden.
Selbst dann, wenn die Finanzierung zeitweise eine erhebliche Belastung darstellte.
Das eigene Zuhause: Lebensanker und Herzensziel
Wohneigentum ist für viele Menschen weit mehr als eine Immobilie. Es bedeutet:
Unabhängigkeit
Gestaltungsspielraum
Sicherheit im Alter
Stabilität für Familien
Zugehörigkeit im Quartier
Besonders bemerkenswert: Unter den Befragten, die sich Eigentum leisten konnten, würden sich 95 Prozent erneut dafür entscheiden - unabhängig von Alter, Wohndauer oder laufender Kreditbelastung. Selbst bei jenen, die sich zeitweise finanziell überfordert fühlten, liegt die Zustimmung noch bei über 90 Prozent. Das eigene Zuhause zählt damit zu den wichtigsten Bezugspunkten im Leben vieler Menschen in Deutschland.
Opfer für das Eigenheim - und warum sie sich dennoch lohnen
Der Weg ins Wohneigentum ist oft mit Einschränkungen verbunden:
49 % Konsumverzicht im Alltag
44 % Verzicht auf Urlaubsreisen
Rund 25 % Einschränkungen bei Freizeit oder zusätzliche Jobs
Nur 3 % ohne spürbare Opfer
Kurzfristige Belastungen werden akzeptiert. Zweifel entstehen vor allem bei dauerhaften finanziellen Sorgen.
Von den 5 Prozent, die sich heute gegen Wohneigentum entscheiden würden, nennen:
36 % fehlende Rücklagen
42 % Existenzängste
Nachbarschaft, Gemeinschaft und gesellschaftlicher Beitrag
Wohneigentum wirkt über das Individuum hinaus:
63 % erleben eine stabile Nachbarschaft
21 % berichten von Distanz
16 % von Konflikten
Eigentümerinnen und Eigentümer gestalten Quartiere aktiv mit, stärken soziale Strukturen und übernehmen Verantwortung für ihr Umfeld. Damit wächst auch die politische Verantwortung, stabile Rahmenbedingungen für selbstgenutztes Wohneigentum zu sichern.
Der Garten: Erholung, Klimaschutz und Selbstversorgung
Der eigene Garten ist für viele ein zentrales Element der Lebensqualität:
82 % leben mit eigenem Grün am Haus
71 % sehen den Garten als Ort der Erholung
43 % als Beitrag zum Natur- und Klimaschutz
28 % schätzen ihn zur Selbstversorgung
Nur 6 % empfinden ihn als Belastung
Gärten sind Teil der grünen Infrastruktur und leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaresilienz von Siedlungen.
Forderungen des Verbands Wohneigentum:
Planbare und ausreichend ausgestattete Förderprogramme
Reduzierte Einstiegshürden (z. B. geringere Grunderwerbsteuer beim Ersterwerb)
Vereinfachtes Steuer- und Bauordnungsrecht
Bestandsschutz bei Sanierungen
Realistische und gestreckte Klimaanpassungsfristen
Programme zur altersgerechten Anpassung
Unterstützung für klimaresiliente Gartengestaltung
Wohneigentum muss förderfähig, bezahlbar und verlässlich planbar bleiben.