Torffrei gärtnern: Verband Wohneigentum ist Kooperationspartner der Aktionswoche 2026

Wir unterstützen die bundesweite Aktionswoche "Torffrei gärtnern!" als Kooperationspartner. Die Initiative des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) stärkt das Bewusstsein für nachhaltiges Gärtnern. Torffrei gärtnern schützt wertvolle Moore - und damit Klima und Artenvielfalt. Unsere Gartenberatung erklärt, wie das Gärtnern auch ohne Torf gelingt.

Logo der Aktionswoche Torffrei Gärtnern
© BATG

Wir sind teamtorffrei:

Der Verband Wohneigentum ist auch 2026 Partner der Aktionswoche "Torffrei gärtnern" des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

eine Hand voll Komposterde
Kompost ist ein guter Ersatz-Bestandteil von torffreien Erden.   © Verband Wohneigentum/Dahlmann

Warum torffrei gärtnern sinnvoll ist

Torf wurde lange als Standardbestandteil von Blumenerde genutzt. Doch sein Abbau hat erhebliche ökologische Folgen.

Moore sind einzigartige Lebensräume und gleichzeitig wichtige CO₂-Speicher. Wird Torf abgebaut, wird der gespeicherte Kohlenstoff freigesetzt - mit direkten Auswirkungen auf das Klima. Torffreies Gärtnern schützt daher nicht nur Moore, sondern auch die Artenvielfalt und unser Klima.

Torfabbau am Wietingsmoor
Nach dem Torfabbau braucht die Natur viele Jahrzehnte, um sich etwas zu erholen.   © Verband Wohneigentum/Florenske

Auch wenn der Torfabbau in Deutschland stark eingeschränkt ist, wird weiterhin Torf importiert. Wer torffreie Erde nutzt, trägt aktiv dazu bei, diese Nachfrage zu reduzieren.

Unsere Rolle als Verband Wohneigentum

Unsere Gartenberaterinnen und Gartenberater unterstützen Verbraucherinnen und Verbraucher dabei, erfolgreich torffrei zu gärtnern. Sie vermitteln praxisnahes Wissen und helfen bei der Umstellung.

Auch auf politischer Ebene wird diese Arbeit anerkannt: Unser Beiratsmitglied und Referatsleiter Dr. Thomas Schmidt betont die wichtige Rolle der Gartenberatung des Verbands Wohneigentum bei der Verbraucheraufklärung. Denn: Nachhaltiges Gärtnern beginnt mit Wissen.

Welche Torfersatzstoffe gibt es?

Moderne torffreie Blumenerden bestehen aus nachhaltigen Materialien, die sich in der Praxis bewährt haben.

Typische Bestandteile torffreier Substrate sind:

HolzfasernLockern das Substrat, fördern die Belüftung und unterstützen das Wurzelwachstum. Bei hohem Anteil ist zusätzliche Düngung sinnvoll.

RindenhumusVerbessert die Struktur und stabilisiert den pH-Wert. Ideal für Pflanzen wie Rhododendren oder Heidelbeeren.

GrüngutkompostLiefert Nährstoffe und Humus. Hochwertige Produkte tragen das RAL-Gütezeichen.

Kokosfasern und KokosmarkSpeichern Wasser und sorgen für gute Belüftung. Sie stammen meist aus Reststoffen der Kokosproduktion.

Herausforderungen bei torffreien Erden

Torffreie Substrate haben andere Eigenschaften als torfhaltige Erde:

Wasserspeicherung: Oberfläche trocknet schneller aus

Nährstoffe: geringere Pufferkapazität

pH-Wert: kann sich verändern

Struktur: Substrat kann absacken

4 Tipps für erfolgreiches torffreies Gärtnern:

1. Richtig gießenLieber häufiger in kleinen Mengen wässern.

2. Gezielt düngenNährstoffgehalt der Erde beachten und ggf. nachdüngen.

3. Optimal lagernErde zeitnah verbrauchen und trocken lagern.

4. Trauermücken vorbeugenMineralische Abdeckung schützt vor Eiablage.


Tipp: Achtet beim Kauf auf die Kennzeichnung "torffrei". Begriffe wie "torfarm" oder "torfreduziert" enthalten weiterhin Torf.

Anna Florenske/Angela Maria Rudolf

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