Eigenheim ist Vorsorge - keine Reservekasse des Staates
Pressestatement
Der Verband Wohneigentum kritisiert die Forderung, Eigenheime stärker zur Finanzierung von Pflegekosten heranzuziehen. Bundesgeschäftsführerin Verena Örenbas warnt vor einer "Bestrafung für Vorsorge".

"Wer heute ein Haus baut oder eine Eigentumswohnung kauft, tut das unter erschwerten Bedingungen: steigende Baukosten, hohe Zinsen, immer weniger Förderung. Und trotzdem entscheiden sich Menschen für die eigenen vier Wände - weil Wohneigentum Sicherheit bedeutet, für sich und für die nächste Generation.
Was Unions-Fraktionsvize Albert Stegemann offenbar nicht beachtet: Das Eigenheim wird im Pflegefall längst herangezogen - und ist nur in speziellen Fällen geschützt. Zum Beispiel, wenn es noch selbst bewohnt wird oder Ehepartnerin/-partner noch darin wohnt. Hinter diesen Fällen stehen oft Menschen, die ohnehin schon am Limit sind: die Ehefrau, die ihren Mann pflegt, den Alltag zusammenhält und gleichzeitig versucht, das Zuhause der Familie zu sichern.
Wer nun öffentlich darüber diskutiert, selbstgenutztes Wohneigentum stärker zur Pflegefinanzierung heranzuziehen, sendet ein fatales Signal an Millionen Menschen, die ihr Leben lang privat vorgesorgt haben.
Eigentümer*innen wohnen nicht kostenlos. Sie zahlen Kredite, Sanierungen, Instandhaltung und steigende Anforderungen an ihre Immobilie - oft über Jahrzehnte.
Das Eigenheim ist für viele keine Kapitalanlage. Es ist Altersvorsorge, Sicherheit und Zuhause. Die Politik sollte Menschen stärken, die Verantwortung übernehmen - nicht ihnen im Pflegefall zusätzliche Angst machen."
Pressekontakt:
Anna Florenske| Pressesprecherin Verband Wohneigentum e.V.
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