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Klimawandel und Garten

Ob Laie, ob Klimaexperte, es ist nicht mehr von der Hand zu weisen: Das Wetter wird extremer. Nach langen Trockenperioden folgen heftige Unwetter mit Starkregen. Die Winter sind oft milder, meist mit mehr Regen und weniger Frost. Um die Folgen des Klimawandels lokal abzuschwächen, rät unser Gartenberater Sven Görlitz aus Baden-Württemberg dazu, im Hausgarten möglichst naturnah zu gärtnern. So, wie es auch in der Satzung des Verbands Wohneigentum festgeschrieben ist.

Clematis

© pixabay

Durch den Klimawandel steigt die Gefahr von Wetterextremen. In der Rheinebene, wo ich Zuhause bin, wird es schon im Frühsommer oft sehr heiß. Ist es dazu noch anhaltend trocken, nehmen viele Gartenpflanzen Schaden. Je nach Region kann das mitunter Vorteile bieten: Höhere Durchschnittstemperaturen verlängern die Zeit, in der man im Garten Gemüse anbauen kann. Wärmeliebende Pflanzen wie Paprika, Tomaten, Wein, Aprikosen und Melonen wachsen so besser, auch in unseren Breitengraden.

Wetterwechsel

Extreme sind für fast alle Pflanzen schlecht. Ist der Frühling mild, treiben die Pflanzen früher aus. Doch lauert sogleich, wie in diesem Jahr, die Gefahr von Spätfrost, der den frischen Austrieb und die Blüten absterben lässt und die Ernte gefährdet. Steigen die Temperaturen, leiden Pflanzen mit hohem Wasserbedarf wie Hortensien, Rhododendron, Thuja und manche Phlox- und Asterarten.

Regen statt Schnee

Ein weiteres Problem: Im Winter schneit es seltener. Die Niederschläge fallen in warmen Regionen fast nur noch als Regen. Der wäscht Nährstoffe aus dem Boden mit der Folge, dass empfindliche, krautige Stauden leicht verfaulen. Andererseits kann es auch im Herbst und Winter lange Trockenphasen geben. Wenn der Boden dann doch noch durchfriert, können die Pflanzen kein Wasser mehr aufnehmen. Immergrüne Pflanzen wie etwa der Rosmarin, Buchsbaum oder Kirschlorbeer vertrocknen dann oft, weil ihre grünen Blätter weiter Wasser verdunsten. Die Erfahrung aus der Gartenberatung, einer Leistung für Mitglieder im Verband Wohneigentum, zeigt: Viele Hausgärtner denken, dass sie erfroren sind, aber tatsächlich hatten sie zu wenig Wasser. Wichtig: bei Trockenheit auch im Herbst und Winter immergrüne Pflanzen gießen!

Vorteil anspruchsloser Arten

Wer einen Garten anlegt, sollte Pflanzen wählen, die nicht viel Wasser brauchen, aber trotzdem an unser Klima gewöhnt sind. Mediterrane Pflanzen sind keine Lösung. Sie vertragen zwar Hitze und Trockenheit, nicht aber Kälteeinbrüche, die in Deutschland weiterhin nicht selten sind. Robuster sind heimische Gehölze, die zudem auch das Nahrungsangebot für Insekten und Vögel bereichern. Besonders Pflanzen, die tief wurzeln und Trockenheit gut vertragen, sind geeignet. Dazu gehören Hopfenbuche, Felsenbirne, Rosen, Wein, Sanddorn, Königskerze, Natternkopf, Bart-Iris, Fetthenne, Lein, Salbei, Blauraute und Teppichglockenblume.

Folgen der Globalisierung

Klimawandel, Fernreisen und internationaler Handel greifen ineinander und machen heimischen Arten das Leben schwer. Sei es durch eingeschleppte Krankheiten und Schädlinge. Oder durch Pflanzen, die mit klimatischen Veränderungen besser zurechtkommen und sich deshalb stark ausbreiten können. In der Rheinebene sind dies zum Beispiel der Götterbaum und die Robinie. Beide Arten gedeihen auch bei Hitze und Trockenheit sehr gut und sind so heimischen Arten überlegen. Auch der Gehörnte Sauerklee kann sich auf trockenen Standorten schnell ausbreiten.

Grün in die Stadt!

Dass neben der industriellen Landwirtschaft auch unsere selbstgemachten "Betongärten" und "Schotterwüsten" die Artenvielfalt bedrohen ist das Eine. Das Andere: Je mehr Grün verschwindet, desto heißer wird es. Für die Abkühlung in den Wohngebieten und als Feinstaubfilter sind Gärten mit möglichst viel Grün sehr wichtig. Angefangen von Stauden, über Sträucher und Kletterpflanzen bis hin zu Hochstammbäumen. Jeder, der einen heißen Tag im grünen Schatten eines Baumes verbracht hat, weiß, es gibt keine bessere "Klimaanlage".

S.G.

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