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„Wir fördern Gemeinschaften“Siedlungsförderungsverein Hessen e.V. arbeitet still und effektiv

Mit einer Feierstunde beging der Siedlungsförderungsverein Hessen e.V. (SFV) am 14. Mai 2011 in Oberursel im Taunus sein 75-jähriges Jubiläum.

Von links: Hans Leimeister (Kreisbeigeordneter), Heinrich Rose (Vorsitzender SFV), Hans Rauch (Präsident Verband Wohneigentum), Rudolf Harders (Ehrenvorsitzender SFV). © Verband Wohneigentum

Von den Anfängen als Siedlungslehrhof – 1936 zur Zeit der Herrschaft der Nationalsozialisten gegründet – bis zum heutigen gemeinnützigen Verein zur Förderung des Siedlungswesens hat der Jubilar eine wechselvolle Geschichte durchlaufen. Roland Walther begrüßte als stellvertretender Vorsitzender des SFV Gäste aus Politik und Verbänden sowie Mitglieder und Wirtschaftspartner, die zur Feier angereist waren. Besonders herzlich hieß Walther die Grußredner Hans Leimeister, Kreisbeigeordneter Hochtaunuskreis, Dr. Christoph Müllerleile, Stadtverordnetenvorsteher Oberursel, Manfred Juhl, Vertreter des Landesverbands Berlin, der ein Geschenk überreichte, sowie Hans Rauch, Präsident des Verbands Wohneigentum, willkommen.

Der SFV ist wie der Verband Wohneigentum ein gemeinnütziger Verein, der sich den Verbraucherschutz in Sachen selbstgenutzten Wohneigentums und vor allem die Förderung von Siedlungsgemeinschaften zur Aufgabe gemacht hat. Zu diesem Zweck bezuschusst er die Aktivitäten von Gemeinschaften, angefangen bei gemeinsamen Garten- und Baugeräten, Einrichtung und Materialien für Jugendarbeit, über durch Mitgliedsverbände organisierte Schulungen von Funktionsträgern bis hin zur Errichtung von Gemeinschafträumen. Finanziert werden die Zuschüsse aus den Einnahmen, unter anderm durch Verpachtung des weitläufigen Hofgeländes mit einem Reiterhof, einer Bienenflughalle der Universität Frankfurt und Vergabe von Erbpachtgrundstücken an Familien. Immer wieder stehen aber auch Investitionen in das Gelände und die Gebäude an, zumal die historischen Bauwerke der Hofanlage unter Denkmalschutz stehen.

Wechselvolle Geschichte

Im Festvortrag schilderte Hans Rauch kenntnisreich die Historie des SFV. Die Gründung des Reichssiedlungslehrhofs aus einem schon bestehenden Siedlungslehrhof des „Gaus Hessen-Nassau“ in der Gemarkung der Stadt Oberursel 1936 sollte vor allem die Schulung von Kleinsiedlern im Sinne der NS-Ideologie übernehmen. Die Unterweisung in Gartenbewirtschaftung und Kleintierzucht, insbesondere Hühner, Kaninchen, aber auch Ziegen, Schafe und Schweine, war verbunden mit Grundlagenforschung und Erprobung in der Praxis durch das Zoologische Institut der Frankfurter Universität. Muster-Siedlerstellen, Gemeinschaftshaus und weitere Gebäude, die mit der Bau- und Siedlungsausstellung 1938 vorgestellt worden waren, wurden ein Jahr später auf dem Gelände errichtet. Kurz nach Kriegsbeginn, 1939, wurde eine neue Nutzung eingeführt: das „Dulag-Luft“, ein Kriegsgefangenenlager der Luftwaffe. Damit war das vorläufige Ende der Siedlerschulung eingeläutet.

Nach Kriegsende beschlagnahmten die Amerikaner das Gelände; der Hof konnte ab 1946 langsam wieder bewirtschaftet werden. Am 5. April 1946 wurde der SFV – diesmal nach demokratischen Prinzipien – neu gegründet. In der schwierigen Nachkriegszeit, während der ohne Zustimmung der Verantwortlichen im benachbarten „Camp King“ wenig entschieden werden konnte, wurde versucht, an die vorangegangenen Aktivitäten wie Pflanzen- und Kleintierzucht anzuknüpfen. Schließlich richtete sich der SFV auf die Möglichkeiten aus, die wirtschaftlich erfolgversprechender waren: Bewirtschaftung des Geländes mit Äckern, Wald und Wiesenflächen, mit Pachtgelände für Pferdezucht, Bienenkunde und Baumschule. Ab 1949 war der SFV bereits in der Lage, Siedlungsgemeinschaften finanzielle Unterstützung für gesellschaftliche und soziale Einrichtungen zu gewähren und so den gemeinschaftlichen Siedlergedanken zum Wohle der Allgemeinheit zu fördern.

Festschrift

Unter der Überschrift „Wir fördern Gemeinschaften“ stellte Heinrich Rose, Vorsitzender des SFV seit April 2010, zum Abschluss der Feierstunde eine lebendig geschriebene und bebilderte Jubiläumsschrift vor. Rudolf Harders, nunmehr Ehrenvorsitzender des SFV, und Reinhard G.C. Tollkühn, Ehrenvorstandsmitglied, haben eine persönlich reflektierte und teils durch eigenes Erleben untermauerte Darstellung der Geschichte des SFV. Sie baut auf Manfred Kopps kritischer Schilderung der Anfänge in der Vorkriegszeit auf. Kurth Porth, der Ende Juli nach fast 30 Jahren seine Aufgaben als Geschäftsführendes Vorstandsmitglied abgeben wird, hat die Chronik mit einer Datenleiste ergänzt.

Nach dem offiziellen Festakt folgte am Nachmittag die diesjährige Mitgliederversammlung und der Arbeitsalltag hielt wieder Einzug.

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