Rasenpflege im Frühjahr

13.04.2021

Sobald das Wachstum der Rasengräser beginnt, muss mit dem Mähen begonnen werden.
Die Mähintervalle sollten regelmäßig sein und spätestens dann erfolgen, wenn der Zuwachs der Grashalme 3 bis 4 cm beträgt.
Foto: Claus Weis   © Verband Wohneigentum Heinsheim am Neckar

Mähen

Zum Beginn einer jeden Rasensaison sollte der Rasenmäher unbedingt gewartet werden (z.B. Messerschliff, Ölwechsel).

Sobald das Wachstum der Rasengräser beginnt, muss mit dem Mähen begonnen werden.

Die Mähintervalle sollten regelmäßig sein und spätestens dann erfolgen, wenn der Zuwachs der Grashalme 3 bis 4 cm beträgt.

Ein häufiger und regelmäßiger Schnitt ist für die Bestockung der Rasenpflanzen wichtig. Nur so bildet sich eine dichte, gesunde Grasnarbe. Die optimale Schnitthöhe liegt bei Gebrauchsrasen zwischen 3 - 5 cm, bei Zierrasen bis zu 2 cm und bei stark strapazierten Flächen bis zu 7 cm. In Schattenlagen die Gräser etwas länger wachsen lassen. Das Mähgut (Rasenschnitt) bleibt grundsätzlich auf der Fläche liegen. Mit Ausnahme dann, wenn der Rasenschnitt nass ist und klumpt oder wenn der Rasen zu hoch wurde und dadurch das Mähgut zu lang ist. Der Rasenschnitt wird von den Mikroorganismen des Bodens in kurzer Zeit wieder in Nährstoffe umgewandelt.

Wichtig:

Zum Liegenlassen des Mähgutes sollte der Rasenmäher dieses gut streuen können. Hierzu eignen sich sehr gut alle Spindelmäher und Sichelmähher bei denen der Auswurf seitwärts liegt. Die Industrie bietet zwar auch sogenannte Mulchmäher an, doch sind diese meistens teurer und nicht immer unbedingt erforderlich. Wenn man beim Rasenmäherkauf darauf achtet, dass der Mäher auch ohne Fangkorb gefahrlos bedient werden kann und das "Streichblech" ein weites streuen des Mähgutes zulässt.

Vertikutieren

Ist der Rasen im Frühjahr vermoost und / oder mit Rasenfilz aus abgestorbenen Pflanzenteilen durchsetzt, sollte nach dem ersten Rasenschnitt vertikutiert werden.

Ein Vertikutiergerät arbeitet mit vertikal rotierenden Messerschneiden, welche die Grasnarbe durchkämmen. Das Mikroklima wird dadurch wesentlich verbessert, Wasser und Nährstoffe können wieder besser in den Boden eindringen, und die Gräser bekommen mehr Licht und Luft.
Für das Vertikutieren sollte der Boden gut abgetrocknet sein.

Wichtig:

Die Messer des Vertikutierers dürfen weder den Boden aufkratzen, noch in den Boden einschneiden, das fördert das Keimen von Unkrautsamen und schneidet den Gräsern die Wurzeln ab.

Düngen

Je nach Bodenart und Nutzung können Rasenflächen auch ohne Düngung gut aussehen. Es ist aber immer mindestens eine leichte Düngung zu empfehlen, um einer Nährstoffunterversorgung vorzubeugen.

Eine gezielte, sinnvolle Düngung erfolgt nach dem Ergebnis einer Bodenanalyse. Diese sollte alle 3 bis 4 Jahre wiederholt werden.

Die erste Düngung erfolgt sobald Rasen zu wachsen beginnt und gemäht werden muss. Organische Rasendünger werden etwas früher ausgebracht, da diese von den Bodenorganismen erst in pflanzenverfügbare Nährstoffe umgebaut werden müssen.

Häufigere kleine Düngergaben sind günstiger, als eine normale. Es waschen weniger Nährstoffe aus und die Gräser wachsen nicht schubweise. Empfehlenswert sind Rasenlangzeitdünger mit einem Nährstoffverhältnis N : P2O5 : K2O = 1 : 0,3 : 0,8.

Wichtig:

Nährstoffgehalte des Bodens sind zu berücksichtigen!

(Bodenanalysen-Werte) können Sie mit einer Bodenuntersuchung über unseren Landesgartenfachberater Sven Görlitz durchführen.

Quelle: Gartenberatung des Verbands Wohneigentum e.V. www.gartenberatung.de