PRAXISTIPPS FÜR KLEINE GÄRTEN

PRAXISTIPPS FÜR KLEINE GÄRTEN

30.04.2018

PRAXISTIPPS FÜR KLEINE GÄRTEN
Wichtig zu überlegen, für was der Garten genutzt werden soll.   © Verband Wohneigentum Heinsheim am Neckar
Die Zeiten großer Gärten sind, zumindest im städtischen Bereich, vorbei - Nachverdichtung lautet das Stichwort. Hohe Quadratmeterpreise lassen den Traum vom großen Grundstück platzen, was übrig bleibt sind oft nur kleine Flächen rund ums Haus.

Trotzdem kann sich jeder glücklich schätzen, der überhaupt die Möglichkeit hat, seinen Wohnraum um einen paar Quadratmeter Garten zu erweitern. Im Folgenden sollen einige Praxistipps Anregungen für eine Gestaltung kleiner Gärten liefern. Auch auf kleinstem Raum können grüne Oasen entstehen, die für mehr Lebensqualität, ökologische Vielfalt und eine Aufwertung der Immobilie sorgen.

Planung

Zuerst ist es wichtig zu überlegen, für was der Garten genutzt werden soll und kann. Voraussetzung für eine schöne und nutzbare Gartenanlage ist gerade hier eine gute Planung.

Auf einem Entwurfsplan im Maßstab 1:100 oder 1:50 lassen sich verschiedene Elemente einzeichnen und verschieben, dadurch man bekommt eine gute Vorstellung davon, was machbar ist und was nicht.

Ziehen Sie für die Planung einen Fachmann zur Rate - die Gartenberater des Verbandes Wohneigentum e.V. helfen Ihnen hier gerne weiter.

Höhenunterschiede

Befindet sich das Grundstück am Hang, ist es sinnvoll, durch Mauern eine einheitliche Höhe, bzw. ebene Terrassen herzustellen. Neigt sich das Grundstück vom Haus weg, erscheint es dadurch noch kleiner und die Fläche ist kaum nutzbar.

Abgrenzungen

Aufgrund der kleinen Fläche sollte auch der Sichtschutz sehr schmal gehalten werden.
Aufgrund der kleinen Fläche sollte auch der Sichtschutz sehr schmal gehalten werden.   © Verband Wohneigentum Heinsheim am Neckar
Auch auf kleinstem Raum ist es wichtig eine Privatsphäre entstehen zu lassen. Man wird sich gerne im Garten aufhalten, wenn man später durch die Terrassentür in ein weiteres "Zimmer" tritt. Aufgrund der kleinen Fläche sollte auch der Sichtschutz sehr schmal gehalten werden. Freiwachsende Hecken sind hierfür weniger geeignet. Als Sichtschutz gut geeignet sind Mauern und Sichtschutzelemente aus Holz. Damit diese nicht zu eintönig wirken werden sie mit verschiedenen Kletterpflanzen berankt.

Sitzplätze und Wegbeläge

Höhenunterschiede oder Vorsprünge können auch als dekorative Sitzgelegenheiten in einen kleinen Gärten integriert werden.
Gerade in kleinen Gärten sind natürliche Beläge von großer Wirkung. Dies können z.B. Kopfsteinpflaster, Klinker, Natursteinplatten oder ein Belag mit Rundkies sein.

Gemüse- und Obstgarten

Mit etwas Kreativität kann auch in einem kleinen Garten ein Gewächshaus integriert werden.
Trotz wenig Platz kann der Anbau von eigenem Obst und Gemüse eine große Bereicherung darstellen. Zumindest für ein Kräuterbeet sollte sich ein Platz finden.

Obst lässt gut als Spalier an Hauswänden und Grundstücksgrenzen ziehen.

Von vielen Obstsorten sind auch schwachwachsende Formen erhältlich.

Wände mit Südausrichtung und Überdachung sind für den Tomaten, Paprika und Gurkenanbau bestens geeignet.

Bepflanzung

Auch wenig Platz sollte man mit viel Grün aufwerten. So wird in Ihrem Garten auch an heißen Tagen ein gutes Klima herrschen.

Ökologie

Kleine Gärten können vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten.
Kleine Gärten können vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten.   © Verband Wohneigentum Heinsheim am Neckar
Selbst noch so kleine Gärten können vielen Tieren Nahrung und Unterschlupf bieten und fördern mit viel Grün ein gesundes Kleinklima.

Quelle: Sven Görlitz, Gartenberater Verband Wohneigentum Baden-Württemberg e.V.