KELLER IM SOMMER: SO LÜFTEN SIE RICHTIG

10.08.2021

An heißen Tagen muss weniger oft gelüftet werden
An heißen Tagen muss weniger oft gelüftet werden.   © Verband Wohneigentum Heinsheim am Neckar
Wer im Hochsommer die Kellertreppe nach unten geht, spürt sofort die Erleichterung: Es wird gleich wesentlich kühler. Das muss auch so sein, denn im Kosmos Haus übernimmt der Keller wichtige Aufgaben. Daher ist es wichtig, beim Lüften richtig vorzugehen.

Wenn es so richtig warm wird, bleibt der Keller kühl. Klar: Warme Außenluft kann nicht durch das Erdreich dringen, daher können sich die Mauern des Kellers kaum erwärmen. Im Hochsommer steigt zwar auch die Temperatur in den Kellerräumen. Sollen jetzt die Fenster geöffnet werden, um den Austausch zu verbessern ? Oder doch geschlossen ? Und wann ist der Keller zu feucht ? Hier haben wir ein paar Tipps für Sie versammelt, wie Sie im Sommer den Keller am besten kühl und einigermaßen trocken halten.

So richtig warm werden kann es im Sommer nicht im Keller - dafür aber feucht. Denn die warme Luft, die durch offene Fenster in den Keller kommt, kühlt schnell ab. Die Folge: An den Wänden bildet sich Kondenswasser, denn warme Luft bringt immer Feuchtigkeit mit sich. Und dies kann wiederum zu Schimmel führen.

Tipp: Hygrometer geben Sicherheit

Wenn Sie das Gefühl haben, die Raumluftfeuchtigkeit würde ansteigen, wenn Sie Probleme mit Schimmel haben, sollten Sie regelmäßig kontrollieren - mit einem Hygrometer. Die gibt's schon für ein paar Euro im Baumarkt. Als Faustregel gilt: Bis etwa 60 Prozent dürfte alles in Ordnung sein. Wird der Keller hauptsächlich für Kartoffeln und andere Lebensmittel genutzt, dürfen es auch rund 65 Prozent sein. Viel mehr aber sollten es nicht sein - vor allem nicht dauerhaft. Sonst verderben Lebensmittel schneller.

Lüften müssen Sie natürlich trotzdem - am besten ganz früh morgens. Dann ist nämlich der Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft noch relativ gering. Klar: Dazu braucht's noch einen Hygrometer. Jetzt machen Sie das Kellerfenster komplett auf, am besten sorgen Sie für guten Durchzug. So kommt die Luft von draußen schneller rein, der Austausch gelingt besser. Aber: Lüften Sie nicht länger als zwanzig Minuten - und schließen Sie die Kellerfenster dann wieder richtig. Hier und da können Sie ein kleineres Fenster auch mal gekippt lassen, aber nie ganz offen.

An heißen Tagen muss weniger oft gelüftet werden

Hygrometer geben Sicherheit
Hygrometer geben Sicherheit.   © Verband Wohneigentum Heinsheim am Neckar
Wenn es richtig heiß ist, genügt es, einmal am Tag durchzulüften. In der Überganszeit sieht es da anders aus: Im Herbst und im Frühjahr funktioniert der Austausch nicht so gut, da sollten Sie mindestens ein zweites Mal lüften. Das gilt natürlich auch für kühlere Phasen im Sommer.

Wie oft und intensiv Sie Ihren Keller lüften müssen, hängt natürlich auch davon ab, wie Sie ihn nutzen. Fungieren Kellerräume als Arbeitszimmer oder gar als Lebensraum, muss häufiger durchgelüftet werden. Wenn Sie im Keller bügeln, entsteht durch den Vorgang allein schon viel Feuchtigkeit - und die muss wieder raus. Da reicht aber meistens das klassische fünfminütige Stoßlüften. Wenn Sie allerdings Wäsche zum Trocknen in den Keller hängen, gibt es wieder mehr Wasserdampf.

Ebenfalls von Belang ist, aus welchem Material Keller und Haus sind. Moderne Betonkeller etwa haben sowieso die Funktion, das Haus über die Speichermasse mit kühlerer Luft zu versorgen, da ist die Schimmelgefahr nicht sehr hoch. Bei Altbauten - etwa Sandstein - kann es eher vorkommen, dass es von der Decke tropft. Und wer einen richtig alten Gewölbekeller hat, wird sowieso nicht auf die Idee kommen, dort einen Fitnessraum oder ein Bügelzimmer einzurichten. Diese Keller sind eben feuchter als andere. Allerdings: Ein Hygrometer schadet auch dort nicht.

Quelle: Verband Wohneigentum Landesverband Baden-Württemberg e.V.