Waldwanderung mit Förster Gerd Hauck der "Eigenheimer und Gartenfreunde Schefflenz"

Waldwanderung mit Förster Gerd Hauck
Fotos: Peter Rupp   © "Eigenheimer und Gartenfreunde Schefflenz"

Bei der traditionellen Waldwanderung der Eigenheimer und Gartenfreunde am 3. Oktober durch den bunten Herbstwald erzählte Gerd Hauck, was sich in den letzten 38 Jahren seiner Dienstzeit verändert hat.

Der erste kurze Stopp war am Zeilweg. Dort waren durch die Trockenheit 2003 nicht nur viele Fichten, sondern auch Buchen abgestorben. Die damals ge -
pflanzten Edelkastanien tragen jetzt schon die ersten Früchte.

Eine heimische Baumart, die trotz der Trockenheit und den wesentlich höheren Temperaturen noch gut da steht, ist die Zitterpappel. Sie hat ein gutes Wachstum und das zähe Holz wurde früher als günstiges Holz für den Dachstuhl verwendet, da es durch die langen Fasern dafür geeignet ist. Heute findet sie kaum noch Verwendung, da sie durch die Fichte ersetzt wurde. Als Brennholz ist sie eher schwierig zu spalten.

Seit 2018 folgt ein Trockenjahr nach dem anderen, so dass immer mehr die Buche vertrocknet. Da sie keinen ausgeprägten Kern hat wie die Eiche, tritt von den trockenen Astspitzen der Buche Luft in den Stamm und innerhalb von ein paar Jahren entsteht ein Rotkern, der dann in einen Faulkern übergeht und den Baum zum Absterben bringt.

In Flächen in denen sich die Buche bereits natürlich verjüngt hat kann man die Lücken dann mit Hybridnuss, Eiche, Elsbeere, Roteiche und Flatterulme ergänzen, damit es wieder ein Wald mit Zukunft wird!

Eine weitere Baumart, die auf den besseren Feinlehmböden gepflanzt wird ist die Douglasie. Die fast 70 Besucher des Waldspaziergangs konnten ein über 100 Jahre altes, prächtiges Exemplar bestaunen.

Weiter führte der Weg vorbei an einem Wildacker, an einer Obstwiese und dann zu der Photovoltaikanlage auf Seckacher Gemarkung. Die ca. 10 ha große Anlage wird von Schafen von Gras freigehalten.

Zurück an der Saatschule wurden wir mit Birnen- und Apfelsaft überrascht. Der Vorsitzende des EGS Peter Rupp bedankte sich bei seinem Gartenwart und Förster Gerd Hauck für dessen Jahrzehnte langes Engagement in vielen Bereichen seines Ehrenamtes. Als zukünftigen Förster a. D. wünschte er ihm einen verdienten Ruhestand: "Doch für uns bleibst du auch in Zukunft Gerd Hauck, der Förster i.R. (in Reichweite!)" so Peter Rupp.

Bericht und Fotos: Peter Rupp

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