Ein Ja zum Wohneigentum

Eine Trendwende? Im Koalitionsvertrag räumt die neue Bundesregierung dem "Bezahlbaren Wohneigentum" einen größeren Stellenwert ein als die Jahre zuvor. Auch die beliebteste Wohnform "Eigenheim" wird von den drei Parteien als wichtiger Teil eines vielfältigen Wohnungsmarktes im Koalitionsvertrag genannt und Förderung versprochen. Erstmals seit den 1990er-Jahren gibt es nun wieder ein eigenes Bundesbauministerium. Der Verband Wohneigentum (VWE) freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD).

Familie vor neuem Eigenheim
Um Wohneigentum zu erwerben, zu erhalten und klimafit zu machen, brauchen Menschen Unterstützung von der Politik.   © panthermedia_ArturVerkhovetskiy
Der VWE wünscht Olaf Scholz und seiner Regierung eine glückliche Hand für ihre Arbeit in einer herausfordernden Zeit. Von dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) erhofft sich VWE-Präsident Manfred Jost einen Aufschwung für das Thema Wohnen insgesamt. Nicht zuletzt, weil es die soziale Frage unserer Zeit ist: "Dass die Ampel hier ein eigenes Ministerium geschaffen hat, ist ein starkes Signal. Die Herausforderungen, die im Sektor Bauen und Wohnen auf unsere Gesellschaft und besonders auf Familien zukommen, sind gewaltig. Von der Schaffung ausreichend neuen Wohnraums über die Klimafolgenanpassung bis hin zur energetischen Sanierung des Gebäudebestands."

Wohnen und Bauen: Aufschwung dringend geboten!

Um Wohneigentum zu erwerben, zu erhalten und klimafit zu machen, brauchen Menschen Unterstützung von der Politik. Diese bieten SPD, Grüne und FDP im Koalitionsvertrag an: "Wir wollen mehr Menschen in Deutschland ermöglichen, im selbstgenutzten Eigentum zu wohnen."
Der Verband Wohneigentum begrüßt das und verspricht, die neue Bundesregierung beim Wort zu nehmen. VWE-Präsident Manfred Jost: "Wir zählen auf die Zusagen, die Bauen und Wohnen eine wichtige Rolle zuweisen und Wohneigentum, die beliebteste aller Wohnformen, als wichtigen Teil eines vielfältigen Wohnungsmarktes anerkennt und fördern wollen. Den Worten müssen nun Taten folgen."

Positive Aspekte im neuen Koalitionsvertrag

Neben Förderung auch viele Forderungen

Daneben finden sich im Koalitionsvertrag viele Forderungen, um die Klimaziele im Gebäudesektor zu erreichen: Schon ab 2024 müssen beispielsweise bei größeren Ausbauten, Umbauten und Erweiterungen von Bestandsgebäuden die auszutauschenden Teile dem Standard "Effizienzhaus 70" entsprechen. Von 2025 an ist vorgeschrieben, dass neu eingebaute Heizungen "auf der Basis von 65 Prozent erneuerbarer Energien" betrieben werden müssen. Nach dem Förderstopp für das „Effizienzhaus 55“ im vergangenen Jahr sollen die Neubau-Standards an den strengeren Standard „KfW-Effizienzhaus 40“ angeglichen werden.

Auch der Entwurf zur neuen EU-Gebäuderichtlinie will Eigentümer*innen von energetisch schlechten Häusern zur Sanierung verpflichten. VWE-Präsident Manfred Jost unterstreicht das klare Bekenntnis des VWE zu den Pariser Klimaschutzzielen. „Jedoch darf die Klimawende im Gebäudesektor nicht auf dem Rücken der selbstnutzenden Menschen mit Wohneigentum ausgetragen werden. Viele von ihnen sparen ein Leben lang für ihr Eigenheim und können sich umfangreiche energetische Sanierungen nur leisten, wenn der Staat unterstützt. Wichtig ist hier die Maxime: Wer fordert, muss auch fördern!“

Die neue Bundesregierung plant, Förderprogramme ziel- und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln und umzuschichten. Der VWE nimmt sie beim Wort und verspricht, alle Prozesse aufmerksam, kritisch und konstruktiv zu begleiten.

Anna Florenske

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