Pressemitteilung: Eigenheim ist Vorsorge - keine Reservekasse des Staates

Bonn, Berlin - 28. Mai 2026
Zur aktuellen Debatte um die Reform der Pflegeversicherung mit dem Her -
anziehen von Wohneigentum zur Deckung der Pflegekosten das Statement von Verena Örenbas, Bundesgeschäftsführerin Verband Wohneigentum.
"Wer heute ein Haus baut oder eine Eigentumswohnung kauft, tut das unter erschwerten Bedingungen: steigende Baukosten, hohe Zinsen, immer weniger Förderung. Und trotzdem entscheiden sich Menschen für die eigenen vier Wände - weil Wohneigentum Sicherheit bedeutet, für sich und für die nächste Generation.
Was Unions-Fraktionsvize Albert Stegemann offenbar nicht beachtet: Das Eigenheim wird im Pflegefall längst herangezogen - und ist nur in speziellen Fällen geschützt. Zum Beispiel, wenn es noch selbst bewohnt wird oder Ehepartnerin/-partner noch darin wohnt. Hinter diesen Fällen stehen oft Menschen, die ohnehin schon am Limit sind: die Ehefrau, die ihren Mann pflegt, den Alltag zusammenhält und gleichzeitig versucht, das Zuhause der Familie zu sichern.
Wer nun öffentlich darüber diskutiert, selbstgenutztes Wohneigentum stärker zur Pflegefinanzier-
ung heranzuziehen, sendet ein fatales Signal an Millionen Menschen, die ihr Leben lang privat vorgesorgt haben.
Eigentümer*innen wohnen nicht kostenlos. Sie zahlen Kredite, Sanierungen, Instandhaltung und steigende Anforderungen an ihre Immobilie - oft über Jahrzehnte.
Das Eigenheim ist für viele keine Kapitalanlage. Es ist Altersvorsorge, Sicherheit und Zuhause. Die Politik sollte Menschen stärken, die Verantwortung übernehmen - nicht ihnen im Pflegefall zusätzliche Angst machen.
Pressemitteilung des "Verband Wohneigentum e.V."