Pilze haben Hauptsaison Jetzt beginnt die spannende Suche im Wald

Pilze haben Hauptsaison
Symbolbild: KI-generierte Inhalte.   © "Verband Wohneigentum Bezirksverband Neckar-Odenwald"

15.10.2026

Wenn der Herbst Einzug hält, die Temp-
eraturen sinken und es häufiger reg-
net, beginnt die Hauptsaison für viele heimische Pilze. Zwischen buntem Laub, Moos und alten Baumstämmen sprießen jetzt zahlreiche Arten aus dem Waldboden.

Für Naturliebhaber und Pilzfreunde ist das die ideale Zeit, um bei einem Spaziergang auf Entdeckungstour zu gehen.

Steinpilze, Pfifferlinge und Maronen haben Saison

Zu den bekanntesten Speisepilzen zählen Steinpilze, Pfifferlinge und Maronenröhrlinge. Bei feuchter Witterung und milden Temperaturen können sie besonders gut wachsen. Auch Fliegenpilze zeigen sich im Herbst häufig und setzen mit ihren roten Hüten auffällige Farbtupfer zwischen dem Grün und Braun des Waldes.

Wie reich die Pilzernte ausfällt, hängt allerdings stark vom Wetter, vom Standort und von den jeweiligen Pilzarten ab. Nicht jedes Jahr sind die Bedingungen gleich günstig.

Pilze sammeln - aber mit Vorsicht

Wer selbst Pilze sammeln möchte, sollte einige wichtige Regeln beachten. Entscheidend ist, dass nur Pilze mitgenommen werden, die eindeutig bestimmt werden können. Viele essbare Arten haben giftige Doppelgänger. Im Zweifel gilt deshalb: lieber stehen lassen und fachkundigen Rat einholen.

Gesammelt werden sollte außerdem rücksichtsvoll. Pilze sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald. Sie zersetzen organisches Material und leben häufig in enger Gemeinschaft mit Bäumen. Deshalb sollten Waldboden, Moos und andere Pflanzen möglichst wenig beschädigt werden.

Auch die gesetzlichen Sammelregeln sind zu beachten: In Deutschland dürfen wild wachsende Pilze für den eigenen Bedarf grundsätzlich nur in geringen Mengen gesammelt werden.

In Naturschutzgebieten und bei besonders geschützten Arten gelten zusätzliche Einschränkungen.

Achtung: Pilzesammeln in ASP-Sperrzonen

In der Pilzsaison ist besondere Vorsicht geboten, wenn Waldgebiete wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gesperrt oder mit Betretungsbeschränkungen belegt sind. Die Tierseuche betrifft Haus- und Wildschweine, ist für Menschen jedoch ungefährlich.

Ob das Pilzesammeln erlaubt ist, hängt von der jeweiligen Sperrzone und den geltenden behördlichen Anordnungen ab. Insbesondere in der infizierten Zone (Sperrzone II) können Einschränkungen gelten, beispielsweise ein Verbot, befestigte Wege zu verlassen. Damit kann auch die Suche nach Pilzen abseits der Wege untersagt sein. In der Pufferzone (Sperrzone I) können andere Regelungen gelten.

Wer in einem betroffenen Gebiet Pilze sammeln möchte, sollte sich deshalb unbedingt vorher beim zuständigen Landratsamt oder der Stadtverwaltung über die aktuelle Allgemeinverfügung informieren. Die Regelungen können sich je nach Seuchenlage ändern. Beschilderungen und Absperrungen sind unbedingt zu beachten.

Ein Genuss aus der Natur

Frisch gesammelte Speisepilze lassen sich vielseitig zubereiten - ob als cremige Pilzsuppe, gebratene Beilage oder aromatisches Pilzgericht. Vor der Zubereitung sollten sie gründlich kontrolliert und gereinigt werden. Wildpilze sollten zudem nicht roh verzehrt werden, sofern sie nicht ausdrücklich dafür geeignet sind.

Die Hauptsaison für Pilze bietet eine schöne Gelegenheit, die Natur mit allen Sinnen zu erleben. Wer aufmerksam durch den Wald geht, entdeckt dabei nicht nur essbare Pilze, sondern auch die faszinierende Vielfalt des herbstlichen Waldes. Dabei gilt: Die Natur genießen, Pilze verantwortungsvoll sammeln und örtliche Schutz- und Sperrregelungen beachten.(C.W.)

Weitere Infos gibt es hier...

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