Aktuelles

Käfertaler Wald: Waldrodungen mit den eigentlichen Vorgaben vereinbar?

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Der Ausschuss für Umwelt und Technik hatte am 23.6.2020 der Beschlussvorlage 198/2020 "Forsteinrichtung (periodischen Betriebsplan) 2020-2029 für den Stadtwald Mannheim" zugestimmt. Als Ziel wurde die nachhaltige Waldbewirtschaftung und der ökologische Waldumbau genannt, der von einem Planungsbüro im 2. Halbjahr 2020 im Detail geplant werden sollten, damit Pflanzungen im Herbst/Winter 2020 (bzw. 2021) durchgeführt werden können. Das Alt- und Totholzkonzept sollte weiter umgesetzt werden.
In der Anlage 1 als Sitzungsvorlage des Forstbetriebes Stadtwald Mannheim, wurde genannt, dass die Erholungsfunktion des Stadtwaldes besonders wichtig sei. Waldwege und Erholungseinrichtungen sollten in einem sicheren und attraktiven Zustand erhalten werden. Die Nutzfunktion des Stadtwaldes sei gegenüber der Erholungsfunktion und den Schutzfunktionen nachrangig. Die besondere Funktion als Bodenschutzwald werde bei der Waldpflege und beim Waldumbau berücksichtigt. Zum Schutz der Böden sei der Holzrückebetrieb auf dauerhaft festgelegte Feinerschließungslinien konzentriert. Ein flächiges Befahren der Waldböden sei untersagt.
Die Rodungsarbeiten haben auf einem Gebiet an der verlängerten Straße zum Schützenhaus, am Abzweig der Alten Frankfurter Straße am Wasserwerk nach Osten begonnen und werden Richtung Autobahn an der ehemaligen Panzerstrasse fortgesetzt. Spaziergänger haben den Vorstand der Siedler- und Eigenheimergemeinschaft Mannheim-Blumenau e.V. auf die flächendeckende Abholzung mit schwerem Gerät aufmerksam gemacht und sind über die hierbei angewandte wenig natur-schonende Vorgehensweise schockiert. Die Waldwege sind ebenfalls in Mitleidenschaft geraten.
Standort_Waldrodungen_1._Gebiet
Standort der Rodungen Gebiet 1: - 49.5612264643631, 8.499627342003107   © U.B.
Wie von Spaziergängern und vom NABU erfahren, sehen die Verwüstungen im Stadtwald, Nähe Panzerstraße, ähnlich aus. Das Gebiet ist zum Teil abgesperrt.
Waldrodung_Standort_2_Panzerstrasse
Waldrodung Bereich Panzerstrasse 49°33'24.4"N 8°29'33.4"E   © U.B.
Fotosstrecke hierzu:

Waldrodung und Umbaumaßnahmen im Blumenauer Wald hinter dem Schützenhaus Richtung Autobahn Dezember 2020


Auch vor dem Blumenauer Wäldchen hat der kommerzielle Kahlschlag im neuen Jahr nicht halt gemacht. Es wurden ca. 300, augenscheinlich auch gesunde Kiefern, gefällt.

Auch hierzu einige Fotos:

Waldrodung im Blumenauer Wäldchen vor unserer Haustüre neben dem US-Tanklager Januar 2021


Wir haben die, mit der Abstimmung der Zielsetzung für die Forsteinrichtungsperiode betrauten Fachverwaltung um Prüfung gebeten, ob die angewandte Vorgehensweise mit den vorgestellten und beschlossenen Waldumbaumaßnahmen im Einklang steht und ob die Detail-Pläne zum Waldumbau ebenfalls besonders schützenswerte Tiere und Pflanzen berücksichtigen.
Verteiler im Einzelnen:
Leiter der Unteren Forstbehörde, die beiden Revierleiter, der Abteilungsleiter Grünflächen, die Sachgebiete Naturschutz mit dem Naturschutzbeauftragten, Wasserschutz, Klimaschutzleitstelle und der Fachbereich Stadtplanung.

Die Kritik an den Waldrodungen nimmt nicht ab. Die fortgesetzten Arbeiten bieten Anlass zu großer Sorge um unseren Käfertaler Wald. Bisher wurden unsere Beschwerden mit Ignoranz oder abwiegelnden Ausreden von Seiten der zuständigen Behörden gestraft!
Mit folgendem Schreiben wurde das Umweltdezernat informiert und um eine Kontrolle der Arbeiten vor Ort gebeten.

Waldzerstörung_Nähe_Blumenau
© M.I.
Standort des Bildes 49.556592, 8.492186.


 

Eine Extraausgabe des Offenen Ohres April 2020 zur aktuellen Lage findet ihr unter dem Untermenü ..

Offenes Ohr

 

Bezirksverband Rhein-Neckar Aktuelle Infos

https://www.verband-wohne...kar/on227344

 

Rad- oder Fußweg zur Eugen-Neter Schule

Wie im Mannheimer Morgen zu lesen war, wurde von der Stadt Mannheim die Errichtung eines Radweges von der Blumenau zur Eugen-Neter-Schule abgelehnt.
Nach wie vor trägt die Verwaltung vor, dass kein Bedarf für einen verkehrssicheren Schulweg gegeben sei.
Dies sieht die Siedlergemeinschaft Blumenau anders. Einen Weg von der Blumenau zur Schule halten wir für sehr wichtig. Früher, als der Weg noch intakt war, sind die Lehrer und Betreuer mit den Kindern auf die Blumenau gelaufen, um Ausflüge zu unternehmen. Dies ist leider nicht mehr möglich, da der Weg versandet und zugewachsen ist. Unsere Mitglieder befürworten einen Weg nicht nur bis zur Eugen-Neter-Schule, sondern bis zur Landesgrenze Hessen, um eine Anbindung an den dort vorhandenen Radweg zu erreichen.

Die Stadt Mannheim möchte Fahrradstadt werden. Es ist nun die Frage, wie sie das erreichen möchte und zu welchem Zeitpunkt.
Wir glauben, es ist Zeit zu handeln und schlagen vor, dass eine ländliche Gegend, in der man einen Bauernladen sowie andere Bauern, Pferdeställe erreichen und ein Landschaftsschutzgebiet queren kann, sich Bestens anbietet, um einen Radweg anzulegen.
Außerdem ist es unter dem Sicherheitsaspekt ratsam, auf der Kreisstraße zwischen Mannheim und Lampertheim das Radfahren zu unterlassen, denn es ist auf der schmalen, geraden Straße sehr gefährlich. Die meisten verzichten aus diesem Grund für diese Strecke auf das Rad und fahren Bauern und Pferdeställe lieber mit dem Auto an.

Es gibt in nördlicher Richtung nur einen Radweg, der Mannheim mit Lampertheim verbindet, nämlich an der B44 entlang.
Dies ist in unseren Augen zu wenig, gerade wenn man an den Freizeitwert des Mannheimer Nordens denkt. Hier besteht ein großer Nachholbedarf.
Was ist naheliegender, als in einer ländlichen Gegend eine Schule und Bauernhöfe mit einem Radweg zu verbinden, der Menschen aus dem Ried nach Mannheim bringen kann und umgekehrt.

Muss es denn eine Avenue für 450.000€ werden? Wir glauben das nicht. Eine Beleuchtung ist schon da, der Wald hat ein großes Potential, den Weg zu entwässern und früher hat es auch ein gut befestigter Schotterweg getan. Nach unserer Meinung ist dort ein Weg, wo auch ein Wille ist.

 
 

Ab sofort gibt es für Mitglieder Rabatte auf alle Kärcher Produkte!

Genaueres hier im Flyer zum Downloaden:

Kaercher_Rabatte.pdf (56.6 KB, PDF-Datei)


 
 

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