Drastische Zunahme an Güterzuglärm in Mannheim

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© G.M.

 

Liebe Mitglieder und Helfer beim Anhörungsverfahren, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
in den letzten Tagen erreichten uns Anrufe und E-Mail rund um das Planfeststellungsverfahren Ausbau Riedbahn-Ost, das unmittelbar vor der Offenlage stand. Nun ist es amtlich:
Im Amtsblatt der Stadt Mannheim ist am 31.8. das Anhörungsverfahren für den zweigleisigen Ausbau angekündigt worden. Die Überschrift "Mannheim, Römerberg, Weisenheim am Sand" im Bekanntmachungstext ist ungewöhnlich aber insofern richtig, da die Unterlagen auch in den anderen Orten ausgelegt werden, da u.a. dort die ökologischen Ausgleichsflächen für Neuostheim vorgesehen sind.

Im konkreten Anhörungsverfahren können die Mannheimerinnen und Mannheimer ihre Schutzbelange einfordern. Bitte streuen Sie die Nachricht möglichst breit per E-Mail, etc. oder durch Flyer und Plakate. Wer nicht von der Möglichkeit erfährt, hat unter Umständen im Nachhinein das Nachsehen.
Wichtig ist, dass jeder selbst für seine Einwendungen verantwortlich ist und diese schriflich oder mündlich zur Niederschrift beim Regierung Karlsruhe oder bei der Stadt Mannheim formulieren kann. Die Planungsunterlagen stehen ab 11.9. im Collini Center, Collinistr. 1 zur Einsicht zur Verfügung, ebenso auf der Internetseite des Regierungspräsidiums.
Die Unterlagen(Stand Juni 2016) weisen in den Schallschutzergebnissen aus, dass die Schutzfälle am Tage gelöst werden können, in der Nacht sind es von 390 Schutzfällen lediglich 27, mit Bezug auf den Planfall 2015, d.h. die Zuwächse der Neubaustrecke nicht inbegriffen. Die angrenzenden Vororte bleiben von den Schalluntersuchungen gänzlich ausgeschlossen.
Die Maßnahmen dürfen keine Vorfestlegung auf eine Trassenbindung, wie im Planfall 1c der Korridorstudie benannt, sein, um Güterzüge im Korridor des transeuropäischen Netzes oberirdisch durch Mannheim zu führen. Dieser Fall würde bis zu 200 Güterzüge in der Nacht für die Vororte an der Riedbahn bringen.
Dies ist beklagenswert. Es besteht die Möglichkeit außergerichtlich mit dem Anhörungsverfahren die ungeklärten Schutzbelange je nach Ausgangslage in den Vororten in Einwendungen ohne Folgekosten einzufordern. Dies ist bis zum 24.10. möglich. Weitere Informationen finden Sie unter www.gesbim.de.
Für die Unterstützung vor Ort danke ich Ihnen im Namen des Kernteams außerordentlich!

Gesbim Barcode
© Gesbim

 

In Sachen Bahnlärm haben sich am 26.11. 2015 Bürgerinitiativen aus Hessen und Baden-Württemberg zu einer Interessengemeinschaft Bahnregion Rhein-Neckar 21 zusammengeschlossen - iG BRN 21 -zusammengeschlossen.
Die Pressekonferenz hierzu hat am 30.11.2015 stattgefunden, weiteres unter www.igbrn21.de.
Diesem Zusammenschluss gehört auch die IB GESBIM "Gesundheit statt Bahnlärm in Mannheim" an, siehe www.gesbim.de. Die Siedlergemeinschaft Blumenau ist zusammen mit 20 weiteren Vereinen und Gemeinschaften aus Mannheim in der GESBIM vertreten und es ist kein Ende von weiteren Beitritten in Sicht.
Die überregionale IG BRN 21 steht in Kontakt mit Landesregierung in Ba-Wü und in Hessen und mit Bundes- und Landespolitikern sowie mit der Deutschen Bahn , um eine Bürgerbeteiligung zum Lärmschutz mittels Projektbeirat zu erreichen. Damit hätten wir in unserer Region wie in Südbaden á la IG BOHR, die einen Tunnel für Offenburg durchgesetzt hat, ebenfalls wie dort einen Projektbeirat, der Lärmschutzinteressen der Bürger vertreten kann. Die 2. Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Blumenau, Martina Irmscher, ist In der IG BRN 21 als stellvertretende Sprecherin bestellt worden. Sie wird sich dafür einsetzen in den entsprechenden Gremien die Interessen der Menschen in der Bahnregion Rhein-Neckar in Bezug auf Lärmschutz an Bestandstrassen aber auch bei den Planungen der Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim zur Bewältigung des
Güterzug- und Personenfernverkehrs im Nadelöhr der Transversale Rotterdam-Genua zu vertreten.

 

Solidarisieren Sie sich mit der GESBIM - nur gemeinsam haben wir eine Chance!

 

Lärm-hoch-3_Info_Petition.pdf (1.2 MB, PDF-Datei)

Petition: Ich sage NEIN zu einer Zunahme von Lärm und Unfallgefahren durch Güterzüge mitten durch das Mannheimer Gebiet.
Hier zum Download!

 

Rechtliche Situation in Blumenau und Schönau: Bahnlärm durch die Hintertür

Der Flyer dazu:

 

Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030 Korridor Mittelrhein Zielnetz I (2-004-V03)

2016-04-28_Bestätigung_BMVI.pdf (289.8 KB, PDF-Datei)

 

Liebe Mitstreiter,

die Stadtverwaltung Mannheim informierte am Dienstag im Hauptausschuss über ihre Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan, die von den Fraktionen vollumfänglich unterstützt wird und sie klare Aussagen zur Tunnelforderung begrüßen. Insofern ist die Stellungnahme der Stadt Mannheim ein Meilenstein für unsere Bemühungen für einen Güterzug-Lärmschutz in Mannheim.
Ich möchte Ihnen im Namen des GESBIM-Kernteams für Ihre Mitgliedschaft und Ihre Unterstützung ganz herzlich danken.** **Nur gemeinsam kann es gelingen, die Planungen der DB in eine für die Menschen in Mannheim verträgliche Richtung zu lenken.
Dieser große Konsens der Mannheimer Politik sollte uns ermutigen, den beschwerlichen Weg zu unserem Ziel weiter zugehen.
Der erste Schritt ist gemacht und alle weiteren erscheinen nun Erfolg versprechend!
Anbei der Link zum Artikel des MM vom 28.4.

Viele Grüße
Martina Irmscher

 

Hier finden Sie eine Übersicht von Presseartikeln und Informationen über GESBIM. Wenn Sie Genaueres wissen wollen, klicken Sie bitte jeweils auf den Link am Ende jedes Eintrags:

http://www.gesbim.de/aktuelles/infos/infos.html
 

Link zum Lärmaktionsplanung:

https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Laerm_an_Schienenwegen/Laermaktionsplanung/laermaktionsplanung_node.html
 

CDU vor Ort - Büergerdialog Bahnlärm.

Erster Mannheimer Bürgermeister Christian Specht, Fraktionsvorsitzender Claudius Kranz und weitere kommen am 21.11.2018 um 18 Uhr in den evangelischen Jona-Gemeindesaal zum Bürgerdialog Bahnlärm.
Es geht um die Planungen der Bahninfrastruktur, die vorsieht dass Güterzüge von heute 90 am Tage auf 250 steigen. Diese sollen auf den Bestandsstrecken durch ganz Mannheim fahren.
Siehe nachfolgende Pressemeldungen.



Erfreulicherweise ist in das Bahnprojekt Frankfurt-Mannheim-Karlsruhe zum Jahresende 2019 Bewegung gekommen.

Deshalb möchten wir den Info-Brief mit einem herzlichen Dank an alle Engagierten beginnen und sie ermutigen, sich auch im neuen Jahr weiterhin einzubringen, um auch die letzte Hürde auf dem Weg zu einem zukunftstauglichen Gesamtkonzept zu nehmen.

• (1) im Bereich Lorsch bis Mannheim-Nord hat die DB ihre Vorzugstrasse mit einem 10-km-Tunnel zu Mehrkosten von 300 Mio. Euro aufgebessert
• (2) im Bereich Mannheim wurde die technische Machbarkeit eines Tunnels bestätigt
• (3) im Bereich Mannheim-Nord bis Karlsruhe wird nun durchgehend ein viertes Gleispaar geprüft
• (4) letzte Hürde ist auf dem Weg zu einer zukunftstauglichen Bahninfrastruktur zu nehmen:

Die Prüfung eines vierten Gleispaares MA-Nord bis Frankfurt, analog zum Süden Mannheims, für den notwendigen Ausbau des Nahverkehrs und der Güterzugkapazitäten sowie für den Lärmschutz der betroffenen Gemeinden.

DB_Tunnelplanung_Steckenfuehrung_MA-Nord
DB Tunnelplanung Steckenführung MA-Nord, Hessen-Südwest   © M.I.