Jahresabschluss 2020

Liebe Siedlerinnen und Siedler,
liebe Freunde der Windmühlensiedlung,

das "Siedlungsjahr 2020" ist vorbei. Das wird auch Zeit. Auch wenn 2020 nicht alles schlecht war, sehr speziell war das Jahr schon. Für das Jahr 2021 habe ich die Hoffnung, dass es im nächsten Siedlungsjahr neue Gelegenheiten geben wird, um im Verein wieder gemeinsam mehr zu unternehmen und gemeinsam etwas zu schaffen.

Wie jedes Jahr möchte ich zuerst eine kleine Rückschau halten, danach etwas in die Zukunft blicken und alle, die Lust dazu haben, sind eingeladen, dies mit mir gemeinsam zu tun.

Wir haben im letzten Jahr, dem sogenannten "Corona-Jahr" leider nicht so viel wie sonst gemeinsam unternehmen können und somit haben wir auch nicht so viel gemeinsam erlebt. Wir haben aber trotzdem nicht die Hände in den Schoß gelegt und trotz aller Schwierigkeiten die Chancen genutzt, die sich ergeben haben. Meine Rückschau soll allen bewusst machen, dass es keinen Stillstand gab, auch wenn die Gelegenheiten für öffentlich wirksame Vereinsarbeit eher selten waren.

So gilt mein ganz persönlicher Dank allen Vereinsmitgliedern, die sich trotz der widrigen Umstände auch 2020 im und für den Verein engagiert haben und allen Freunden der Windmühlensiedlung, die uns von außerhalb unterstützt haben. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch einmal öffentlich bei den Straßenkassierern bedanken, die nicht nur die Beiträge kassieren, sondern das ganze Jahr dafür Sorge tragen, dass alle vereinsinternen Informationen pünktlich in den Briefkästen zu finden sind.

Das 83. Lebensjahr der Windmühlensiedlung war leider nicht so schön, wie die vorhergehenden Jahre. Viele traditionelle Vereinsveranstaltungen konnten nicht stattfinden und auch die private Nutzung unseres Siedlerheimes durch die Vereinsmitglieder war kaum möglich. Das ist umso bedauerlicher, da ich davon überzeugt bin, dass die einzelnen Veranstaltungen insbesondere in ihrer Summe dazu beitragen, dass der Zusammenhalt in der Gemeinschaft wächst. Trotzdem können wir stolz auf das dennoch Erreichte sein. Das betrifft sowohl die wenigen durchgeführten Veranstaltungen, die Ergebnisse beim weiteren Ausbau des Siedlerheimes und des Vereinsgrundstückes, aber auch die Stabilität bei der Mitgliederentwicklung und bei der Bewältigung der finanziellen Herausforderungen, die sich aus dem "Corona-Jahr" ergeben haben.

Gemeinsinn bewusst zu leben, ist durch die Umstände nicht einfacher geworden. Unser Verein hat es trotzdem gemeistert. Dafür nochmals danke an alle, die sich dafür engagiert haben.

Unsere traditionellen, öffentlich zugänglichen "Kultur-Veranstaltungen" konnten 2020 alle nicht stattfinden. Walpurgisfeuer, Kinder- und Siedlerfest, Halloweenfeuer, Glühweinfest unterm Siedlungsweihnachtsbaum mussten ausfallen. Wir hätten uns über jeden Gast gefreut. Für das Kinderfest hatten wir erstmals eine finanzielle Unterstützung von 1000 € durch das Stadtbezirksamt zugesagt bekommen. Danke dafür und schade, dass wir das Angebot nicht nutzen konnten.

Im neuen Jahr sollen das Walpurgisfeuer am 30. April 2021, das Kinder- und Siedlerfest vom 4. bis 6. Juni 2021 (mit Mitgliederversammlung und Vorstandswahl) und das Halloweenfeuer am 30. Oktober 2021 stattfinden. Drücken wir gemeinsam die Daumen.

Unser Kinderzeltwochenende und der Siedlungswandertag haben stattgefunden, die Seniorenweihnachtsfeier, das Dampfmaschinentreffen mussten leider auch ausfallen. Die Durchführung des "Kreativen Donnerstags" mit dem integrierten "Kreativen Stammtisch" war nur zeitweise möglich.

Am Wochenende 05./06. September 2020 konnten wir wieder ca. 20 Siedlerkinder und Siedlerenkel zum Kinderzelten auf unserem Vereinsgrundstück begrüßen. Auch im nächsten Jahr wollen wir diese Tradition fortführen. So lade ich schon heute alle Siedlerkinder und -enkel für das Wochenende 11./12. September 2021 zum Kinderzelten ein. Wie auch in den vergangenen Jahren wollen wir mit Euch bei Sport, Spiel und Basteln, mit selbst zubereiteter Nahrung und einer (kurzen) Nacht im Zelt die Zeit verbringen.

Der 17. Siedlungswandertag war für den 27. September 2020 geplant. Die allgemeine Wetterlage hat zur Verlegung des Wandertages auf den 4. Oktober 2020 geführt. Der Wandertag fand ganz in die Nähe statt. Mit dem Bus ging es nach Bannewitz. Die erste Fußetappe führte uns über Boderitz - entlang der Zschauke - zur Kaitzer Höhe. Nach einer kleinen Rast ging es durch das Kaitzbachtal - durch den Schießgrund - bis zum Marienschacht. Hier erwartete uns nicht nur eine unglaubliche Aussicht von den Meißener Weinbergen bis in das Böhmische Mittelgebirge. Auch unser vereinseigener Verpflegungsstützpunkt stand bereit. So konnten wir uns bei super Wetter an diesem herausragenden Aussichtspunkt ausgezeichnet stärken. Dem Verpflegungsteam gilt unser herzlicher Dank. Auch bedanke ich mich beim "Team Marienschacht" für die Gelegenheit, die Lokation zu nutzen.
Nach der Rast ging es weiter durch Bannewitz zur Eutschützer Mühle. Nach einer kleinen "Bierrast" wurde die letzte Wanderetappe durch den Eutschützer Grund, vorbei an Schloss Nöthnitz nach Mockritz in Angriff genommen. Das Abschlussbier gab es wie immer auf der Terrasse des Siedlerheimes. Derzeit ist geplant, den 18. Siedlungswandertag am 03. Oktober 2021 durchzuführen.

Zur Adventszeit 2020 wurde das Siedlerheim wie immer weihnachtlich geschmückt. Wie jedes Jahr hatten wir unseren eigenen, besonders schön geschmückten Siedlungsweihnachtsbaum. Der Weihnachtsbaum kam in diesem Jahr von unseren Siedlerfreunden Brigitte und Horst Stenzel auf der Antonín-Dvo?ák-Straße. Der aktive Auftakt der Adventszeit mit Grill, Glühwein und Lebkuchen musste trotz bereitgestellter und geschmückter Glühweinbude leider ausfallen.

Der Kreative Donnerstag hatte auch 2020 einen festen Platz im Veranstaltungskalender, auch wenn er bedingt durch die Umstände nicht durchgängig stattfinden konnte. Unsere Hauptorganisatorin, Sfrdin. Beate Tennert freut sich schon, wenn es dann im neuen Jahr hoffentlich bald wieder losgehen kann. Vorschläge und Ideen für die Gestaltung der Donnerstage sind immer gefragt. Der integrierte Kreative Stammtisch hat sich ebenfalls gut entwickelt. Hier wird zwar selten gebastelt, die am Stammtisch geführten "kreativen" Gespräche sind aber auch nicht mehr wegzudenken. Ein besonderer Dank gilt dem Serviceteam um unsere Sfrdin. Heike Köhler für die Absicherung unseres leiblichen Wohls.

Wichtig war dem Vorstand auch wieder die weitere Verbesserung unseres Wohnumfeldes.

Die Fußgängerampel über den Langen Weg im Bereich der Ernst-Toller-Straße ist tatsächlich noch da und die Ankündigung des Dresdener Oberbürgermeisters, dass aus der 2019 errichteten Behelfsampel im Jahr 2020 eine stationäre Anlage mit Bordsteinabsenkung werden könnte, wurde umgesetzt. 17 Jahre hat es gedauert, aber nun ist es gut geworden. Ich bedanke mich insbesondere bei den Mitarbeitern der Stadtverwaltung, dem Ortsamt Prohlis und dem Ortsbeirat, denen es gelungen ist, die Blockadehaltung des Straßenbauamtes zu durchbrechen und natürlich bei allen Vereinsmitgliedern, die mir in den 17 Jahren geholfen haben, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Unsere Dauerbaustelle "Bauvorhaben Neubau Siedlerheim" ist uns erhalten geblieben.

Trotz Corona-Schutzverordnung haben wir auch 2020 gebaut. Mittlerweile sind (fast) alle Bauarbeiten im Außenbereich abgeschlossen. Der Sockel der Terrasse wurde verputzt, die Randplatten sind verlegt, die neue Feuerstelle und der Weg zum Hintereingang wurden gepflastert. An der äußeren Kellertreppe und am östlichen Giebel wurden die Sicherheitsgeländer angebracht. Die im Zusammenhang mit der Errichtung der Stellplätze geforderten zwei Bäume sind gepflanzt, der neue Rasen wurde zum Vorzeigerasen gepflegt. Im Ergebnis sind damit die Auflagen der Bauaufsichtsbehörde im Außengelände vollständig abgearbeitet und auch abgenommen.

Zusätzlich wurden die Außenbalken des Balkons mit Schieferplatten vor Witterungseinflüssen geschützt, die Fenster des Schuppengebäudes überarbeitet und in der Rolle eine neue Tür eingebaut. Im Siedlerheim wurde das Obergeschoss entrümpelt und die Dachdämmung mit ca. 400 m Dachlatten gesichert. Dafür allen Unterstützern und fleißigen Helfern: Danke.

Im Ergebnis sind wir soweit, dass wir im Jahr 2021 Jahr tatsächlich mit dem Ausbau des Obergeschosses beginnen können. In der Mitgliederversammlung haben wir uns ausführlich mit der zukünftigen Nutzung des Obergeschosses befasst und haben vereinbart, dass es zukünftig sowohl als Vereinsbüro, Hobbyraum und Aufbewahrungsraum genutzt werden soll. Gleichzeitig sollen Möglichkeiten für einfache Übernachtungen geschaffen werden. Die diesbezüglichen internen Planungen sind abgeschlossen. Gegenwärtig wird durch unser Planungsbüro der Bauänderungsantrag für das Bauamt vorbereitet. Ich bin optimistisch, dass wir im Jahr 2021 wesentliche Ausbauarbeiten abschließen können.

Die Mitgliederentwicklung in unserem Verein ist stabil. Besonders freue ich mich, wenn altersbedingte Abgänge durch die Aufnahme neuer Mitglieder ausgeglichen werden können. Derzeit sind im Verein 144 Mitglieder eingetragen. Dennoch würde ich mich sehr freuen, wenn noch mehr Bewohner unseres unmittelbaren Wohnumfeldes den Weg in unseren Verein finden. Ich bitte daher alle Vereinsmitglieder, auch weiterhin für unseren Verein zu werben. Wir können jeden Mitgliederzuwachs und den damit verbunden Zuwachs an Ideen gut gebrauchen.

Wie in den vergangenen Jahren können wir nur gemeinsam auch weiterhin erfolgreich sein. Dazu bedarf es vor allem unser aller Engagement. Unter Engagement verstehe ich, dass sich jeder mit seinen Möglichkeiten in die Vereinsarbeit einbringt. Dabei ist es egal, ob der eine mehr Möglichkeiten als der andere hat. Es kommt auf das gemeinsame Wollen an. Es sollte sich auch keiner gezwungen fühlen, aber ein bisschen Selbstverpflichtung jedes Einzelnen kann dem Verein nur guttun. Wichtig ist, dass die Vereinsarbeit Spaß macht.

Neben Ideen, Einsatzfreude und Spaß brauchen wir natürlich auch finanzielle Mittel. Ohne Moos nichts los. Derzeit finanzieren wir uns im Wesentlichen über Einnahmen aus Veranstaltungen und Spenden für den Ausbau und den Betrieb des Siedlerheimes. Auch, wenn wir versuchen, alle Dinge, die möglich sind, ehrenamtlich zu bewältigen, kommen wir an festen Kosten (z.B. Versicherung, Strom, Gas, Wasser) für das Siedlerheim nicht vorbei. Bisher haben wir das gut bewältigt. Gebaut wurde nur so schnell, wie wir das Baumaterial finanzieren konnten. Die Betriebskosten konnten wir aus dem Erlös der Veranstaltungen und den Spenden für die private Nutzung des Siedlerheimes begleichen. Das "Corona-Jahr" hat zwar noch kein Loch in das Betriebskostenkonto gerissen, aber die Reserven brauchen sich schneller auf, als man so denkt. Auch wissen wir nicht, in welchem Umfang wir im Jahr 2021 Veranstaltungen durchführen können, die mit ihrem wirtschaftlichen Ergebnis helfen, unsere Betriebskosten abzusichern.

Von daher werbe ich für eine hoffentlich einmalige Sonderspende zu Gunsten unseres Betriebskostenkontos bei der
Ostsächsischen Sparkasse Dresden
IBAN DE 35 8505 0300 3120 1107 86
BIC OSDDDE81XXX

Wir hoffen, dass es mit Eurer Spenden-Hilfe gelingt, Löcher im Betriebskostenkonto zu verhindern. Auch sind wir zuversichtlich, dass wir im Jahr 2021 den größten Teil der Betriebskosten wieder weitestgehend selbst erwirtschaften können. Vielen Dank für eure Hilfe im Voraus.

Das Baukonto ist Dank der ausdauernden Spendentätigkeit vieler Vereinsmitglieder und der Erlöse aus den Altstoffsammlungen so ausgestattet, dass wir den Ausbau des Obergeschosses starten können. Allen, die sich hierfür engagiert haben, sage ich hiermit nochmals ein ausdrückliches Dankeschön.

Wir haben in letzter Zeit auch zusätzliche Geldquellen erschließen können. So konnten wir im Jahr 2019 beim Ausbau unseres Außengeländes erhebliche finanzielle Mittel eines Förderprogrammes des Stadtbezirksamtes Prohlis nutzen.
Im Jahr 2020 konnten wir von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt mehr als 3400 € für die Büroausstattung unseres neuen Vereinsbüros einwerben. Auch hat das Stadtbezirksamt Prohlis Hoffnung auf eine finanzielle Unterstützung für das Kinderfest 2021 gemacht.

In erster Linie baue ich aber wie jedes Jahr auf die Einsatzfreude der Bauhelfer auf der Baustelle. Aber auch hier gilt, ohne Moos nichts los. Baumaterial kostet Geld und alle Handwerkerleistungen können wir nicht ehrenamtlich erledigen.

Ich baue auf die Bereitschaft eines jedes Einzelnen für die weitere finanzielle Unterstützung zu Gunsten des neuen Siedlerheimes, sowie auf euren Ideenreichtum bei der Einwerbung von Sponsorenleistungen.

So nehme ich, wie viele Organisationen, den Jahreswechsel auch wieder zum Anlass, die Daten unseres Spendenkontos zum Ausbau des Siedlerheimes in Erinnerung zu rufen.
Ostsächsischen Sparkasse Dresden
IBAN DE 70 8505 0300 3200 0120 63
BIC OSDDDE81XXX

Ich bedanke ich mich im Voraus für jede finanzielle Unterstützung zu Gunsten des neuen Siedlerheimes und wie immer bedanke ich mich für euer Verständnis für den "Werbeblock".

Liebe Siedlerinnen und Siedler,
Liebe Freunde der Windmühlensiedlung,

der Vorstand wird auch weiterhin für den in der Satzung verankerten Zweck unseres Vereins arbeiten und die diesbezüglichen Beschlüsse der Mitgliederversammlung umsetzten. Unser Vereinszweck kann aber nur mit Leben erfüllt werden, wenn einerseits der Vorstand das Vereinsleben organisiert und die notwendige Bürokratie erledigt und andererseits alle Vereinsmitglieder den Vereinszweck leben. D.h. der Vorstand braucht eure Unterstützung, eure Ideen, euer Mittun. Das Mittun bezieht sich dabei auf alle Seiten des Vereinslebens, auf das gemeinsame Miteinander, auf die gegenseitige Solidarität, auf das gemeinsame Feiern, auf das gemeinsame Arbeiten, auf das gemeinsame Organisieren. Gemeinsames Miteinander soll kein Stress sein, auch wenn man manchmal zu Gunsten des Anderen bzw. der Gemeinschaft über seinen eigenen Schatten springen muss. Aber es lohnt sich. Gemeinschaftliches Miteinander ist nach meiner Überzeugung (manchmal auch erst beim zweiten Hingucken) mittel- und langfristig wesentlich effizienter für das eigene Wohlbefinden als egoistische Eigenbrötelei.

Ich bin mir sicher, unser Verein Siedlung „An der Windmühle" Dresden-Niedersedlitz e.V. kann trotz aller Widrigkeiten des Jahres 2020 mit Zuversicht in das Jahr 2021 gehen. Nochmals herzlichen Dank an alle Aktivisten und Unterstützer unseres Vereins. Die Spendenquittungen findet jeder (sofern er sie nicht schon erhalten hat) als Anlage zu dem Schreiben. Sollten dabei „Unkorrektheiten" festgestellt werden, wendet euch bitte direkt an mich.
(Tel.: 0173 743 5663 oder peter.jantsch@web.de ).

Ich wünsche allen Vereinsmitgliedern und allen Freunden der Windmühlensiedlung auch im Namen meiner Vorstandskollegen ein erfolgreiches, glückliches und vor allem gesundes Jahr 2021. Bleibt zuversichtlich und verliert nicht das Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft und in die Kraft der Gemeinschaft.

Unserem Verein wünsche ich wie jedes Jahr große Erfolge bei der Umsetzung unserer Visionen.

Ich wünsche mir, dass wir trotz der aktuellen ungünstigen Rahmenbedingungen unsere Ziele im Auge behalten, die notwendige Geduld aufbringen, den Gemeinsinn weiterleben, die Hilfsbereitschaft erhalten, die Zuversicht über die Zukunftsangst stellen und jeder nach seinen Möglichkeiten den Verein unterstützt.

Mit einem Prosit auf das „Siedlungsjahr 2021"

Peter Jantsch
1. Vorsitzender